
Dolby: Technologien für herausragenden Klang in der Studiotechnik
In der Welt der professionellen Audiotechnik spielen Dolby A und Dolby SR seit Jahrzehnten eine entscheidende Rolle, insbesondere bei der Arbeit mit analogen Tonbändern. Beide Systeme wurden entwickelt, um die Tonqualität zu optimieren und die Herausforderungen von Rauschen und Verzerrungen zu überwinden, die bei der analogen Aufnahme und Wiedergabe von Musik auf Tonbändern insbesondere bei 2″ Multitrack und Masterbändern auftreten können.
Wenn ein Tonband, das mit Dolby A oder Dolby SR aufgenommen wurde, digitalisiert werden soll, ist es wichtig, die gleiche Rauschunterdrückungstechnik zu verwenden, um die bestmögliche Klangqualität zu erhalten. Hier sind die Gründe, warum dies so entscheidend ist:

Erhalt der Klangqualität
- Klangveränderung: Dolby A und SR sind darauf ausgelegt, bestimmte Frequenzen zu verstärken und andere zu dämpfen, um das Bandrauschen zu reduzieren. Wenn Sie ein solches Band ohne die entsprechenden Dekodierungsverfahren digitalisieren, kann der Klang erheblich verändert werden. Wichtige Details in der Musik oder Sprache könnten verloren gehen oder verzerrt werden.
- Dynamik und Transparenz: Beide Systeme sind so konzipiert, dass sie die Dynamik und Klarheit der Aufnahmen bewahren. Eine falsche Digitalisierung würde die Klangnuancen beeinträchtigen und den ursprünglichen Charakter der Aufnahme nicht korrekt wiedergeben.
Korrekte Dekodierung
- Dekodierungsprozess: Um die Vorteile der Dolby-Technologie zu nutzen, muss das Audiosignal während der Digitalisierung dekodiert werden. Das bedeutet, dass das Dolby A oder SR Signal korrekt verarbeitet werden muss, bevor es in ein digitales Format umgewandelt wird. Ohne diesen Schritt wird das Ergebnis nicht den Klang der Originalaufnahme widerspiegeln.
- Vermeidung von Artefakten: Wenn ein Band ohne die entsprechende Dekodierung digitalisiert wird, können hörbare Artefakte entstehen, die den Klang verderben. Dies kann zu ungewollten Verzerrungen und einem weniger angenehmen Hörerlebnis führen.
Authentizität der Aufnahme
- Treue zur Originalaufnahme: Viele Künstler und Produzenten legen großen Wert darauf, dass ihre Musik und Aufnahmen in der bestmöglichen Qualität und Originaltreue wiedergegeben werden. Die korrekte Digitalisierung unter Verwendung der gleichen Dolby-Technologie hilft, die Authentizität der Aufnahme zu bewahren, was besonders wichtig ist für Neuveröffentlichungen oder Remastering-Projekte.
- Kulturelle und historische Bedeutung: Viele Tonbänder, die mit Dolby A oder SR aufgenommen wurden, haben einen historischen Wert. Sie in der originalen Qualität zu bewahren, ist entscheidend für die Wertschätzung und das Verständnis dieser Aufnahmen.
Die Digitalisierung von Tonbändern, die mit Dolby A oder SR aufgenommen wurden, erfordert die Verwendung der entsprechenden Dekodierungstechnik, um die Klangqualität, Dynamik und Authentizität der Originalaufnahme zu bewahren. Nur so kann sichergestellt werden, dass die digitalen Kopien die gleiche Klangtreue und das gleiche Hörerlebnis bieten wie die analogen Originale. Bei mir findet die Decodierung ausschließlich mit Original Hardware des Herstellers Dolby.
Die einzelnen Dolby Formate kurz erklärt:
DOLBY A
Dolby A, das erstmals in den 1960er Jahren eingeführt wurde, war eine bahnbrechende Technologie, die das Problem des Bandrauschens löste, das bei der Aufnahme auf analogen Tonbändern unvermeidbar ist. Es besteht aus vier voneinander unabhängig arbeitenden Kompressoren. Kompressor 1 arbeitet unterhalb von 80 Hz, Kompressor 2 zwischen 80 Hz und 3 kHz und Kompressor 3 oberhalb von 3 kHz. Kompression ist 10 dB. Der vierte Kompressor arbeitet oberhalb von 8 kHz und liefert in diesem Frequenzbereich zusätzliche 5 dB. Rauschen entsteht durch das physikalische Material des Bandes selbst und wird besonders in leisen Passagen der Aufnahme störend wahrgenommen. Dolby A arbeitet mit einem Verfahren, das die hohen Frequenzen des Audiosignals vor der Aufnahme verstärkt und sie beim Abspielen wieder absenkt. Dadurch wird das Rauschen deutlich reduziert, ohne die Klangqualität der Musik oder Sprache zu beeinträchtigen.
Unterschiede Pro-Formate
Der Hauptunterschied zwischen Dolby A und Dolby SR liegt in der Effektivität der Rauschunterdrückung und der Transparenz des Audiosignals. Während Dolby A bereits erhebliche Verbesserungen brachte, geht Dolby SR einen Schritt weiter und liefert nahezu rauschfreie Aufnahmen mit einem breiteren Dynamikbereich. Insbesondere bei Musikproduktionen und Filmton wird Dolby SR bevorzugt, da es das ursprüngliche Signal genauer wiedergibt und weniger klangliche Kompromisse eingeht.

Mikrocomputer gesteuerte Einmessung Ihres Tonbandes auf das entsprechende Dolby Verfahren A oder SR
DOLBY B
Dolby B war das erste Home/Consumer-System und wurde in den 1970er Jahren sehr beliebt, besonders für Kassettenrekorder. Es funktioniert, indem es die hohen Frequenzen (wo das Rauschen am stärksten ist) während der Aufnahme verstärkt und beim Abspielen wieder abschwächt. Das reduziert das Rauschen, ohne den Klang zu stark zu verändern. Es ist einfach und effektiv, vor allem für Musikaufnahmen auf Kassette.
DOLBY C
Dolby C ist eine 1980 der Öffentlichkeit vorgestellte Weiterentwicklung von Dolby B. Es arbeitet mit zwei kaskadierten Kompressoren sowie einer Antisättigungsschaltung. Der erste Kompressor entspricht genau dem Dolby-B-Kompressor. Der zweite arbeitet bei 20 dB geringeren Pegeln mit einem Einsatzpunkt, der reichlich zwei Oktaven tiefer liegt (5-dB-Punkt: 200 Hz statt 1 kHz). Das Antisättigungsnetzwerk verbessert die Höhenaussteuerbarkeit bei 10 kHz um etwa 4 dB und verhindert bei kurzzeitig auftretenden zu hohen Pegeln eine Übersättigung des Bandmaterials durch übermäßige Aussteuerung des Nutzsignals, indem es die Pegel leicht reduziert.
Dolby SR
Dolby SR (Spectral Recording) wurde in den 1987 entwickelt und stellt eine Weiterentwicklung von Dolby A dar. Es bietet eine noch effektivere Rauschunterdrückung und verbessert zudem den Dynamikumfang der Aufnahmen. Dolby SR nutzt ein komplexeres, mehrstufiges Verfahren zur Rauschreduktion, das über das gesamte Frequenzspektrum hinweg arbeitet. Im Vergleich zu Dolby A sorgt SR für eine deutlich bessere Klangqualität, indem es mehr Transparenz und Klarheit in den Aufnahmen bewahrt, vor allem in leisen oder dynamischen Passagen. Dadurch eignet es sich besonders für anspruchsvolle Studioaufnahmen und die Produktion von Filmmusik.
Das Verfahren ist das am höchsten entwickelte Audio-Rauschverminderungsverfahren und markiert vermutlich auch den Abschluss der Entwicklung dieser Verfahren, da für digitale Systeme keine Rauschverminderung mehr benötigt wird. Der mit dieser Technik erzielbare Dynamikbereich entspricht rechnerisch in etwa dem einer 16-bit-Digitalaufnahme, in der Praxis sind aufgrund der Eigenschaften analoger Aufnahmetechnik sogar noch bessere Werte möglich.
Dolby S
Dolby S ist eine einfachere Version des professionellen Dolby SR, des Dolby-A-Nachfolgers. Es verfügt über drei Kompressorstufen und wirkt gegenüber Dolby B und C zusätzlich auch im Bassbereich. Außerdem sind die drei Frequenzbänder so aufgeteilt, dass mit Dolby S erstellte Aufnahmen auch auf Geräten mit Dolby B oder ganz ohne Dolby in akzeptabler Qualität wiedergegeben werden. Während mit Dolby C gefertigte Aufnahmen ohne diese Schaltung im Wiedergabegerät wenig anhörbar sind, klingen Dolby-S-Aufnahmen nur etwas weniger dynamisch – ähnlich einer mit einem Kompressor behandelten Aufnahme. Die ersten Geräte mit Dolby S erschienen 1990 auf dem Markt. Zunächst wurde diese Rauschunterdrückung mit drei Chips realisiert, dann 1991 eine Einchipvariante. Damit ergab sich in Deutschland ein Aufpreis gegenüber Dolby C von etwa 300 DM.[6] Die Tonqualität mit Dolby S wurde in einem Beitrag des SWR 2013 höher als bei digitalen Medien bezeichnet.
Plugins
Heutzutage gibt es viele Software-Plugins, die ähnliche Effekte wie Dolby A und Dolby SR versprechen, jedoch können sie die spezifische Arbeitsweise und den Effekt dieser analogen Technologien nicht vollständig replizieren. Dolby A und SR sind auf die physikalischen Eigenschaften analoger Tonbänder und Studio-Hardware abgestimmt und arbeiten auf einer Ebene, die in der digitalen Welt schwer nachzubilden ist. Die Nuancen und die feine Abstimmung, die durch den Einsatz von spezieller Hardware erzielt werden, sind in digitalen Plugins oft nicht reproduzierbar.
Darüber hinaus geht es bei Dolby SR nicht nur um Rauschunterdrückung, sondern um eine umfassende Verbesserung des Dynamikumfangs, die in digitalen Plugins oft nicht in derselben Qualität erreicht werden kann. Wer also auf die authentische Klangcharakteristik analoger Studioaufnahmen Wert legt, wird mit Plugins allein nicht das gleiche Ergebnis erzielen können. Die Kombination aus historischer Analogtechnik und modernen digitalen Verarbeitungssystemen ist für viele Audioingenieure nach wie vor die beste Lösung.

Dolby MT Series 24-Kanal (Dolby A & SR) - Die Professionellste und letze Version des Herstellers
Ja. Professionelle 1/2-Zoll- beziehungsweise Halbzoll-Stereo-Masterbänder können bei tonband-digitalisieren.de auf einer Studer A80 HC digitalisiert werden. Unterstützt werden die professionellen High-Speed-Bandgeschwindigkeiten 15 IPS (38 cm/s) und 30 IPS (76 cm/s). Die A/D-Wandlung erfolgt über einen Prism Sound Lyra 2.
Auch ältere professionelle Halbzoll-Masterbänder können digitalisiert werden. Für 1/2-Zoll-Stereo-Master steht eine Studer A80 HC zur Verfügung. Vor dem Transfer werden Bandzustand, Geschwindigkeit und weitere technische Angaben des Masters geprüft.
Die Beschriftung „1/2 Zoll High Speed“ beziehungsweise „1/2" High Speed“ weist bei einem professionellen Stereo-Master auf ein Halbzoll-Masterband mit hoher Bandgeschwindigkeit hin. Typische professionelle Geschwindigkeiten sind 15 IPS (38 cm/s) und 30 IPS (76 cm/s). Für diese High-Speed-Master steht eine Studer A80 HC zur Verfügung.
Ja. 1/2-Zoll-Stereo-Master mit 30 IPS beziehungsweise 76 cm/s können auf einer Studer A80 HC wiedergegeben und digitalisiert werden. Die A/D-Wandlung erfolgt über einen Prism Sound Lyra 2.
Ja. 15 IPS entsprechen 38 cm/s und gehören zu den professionellen Bandgeschwindigkeiten für 1/2-Zoll-Stereo-Master. Der Transfer erfolgt auf einer Studer A80 HC mit A/D-Wandlung über einen Prism Sound Lyra 2.
Für professionelle 1/2-Zoll-High-Speed-Stereo-Master wird bei tonband-digitalisieren.de eine Studer A80 HC eingesetzt. Sie unterstützt 15 IPS (38 cm/s) und 30 IPS (76 cm/s). Als A/D-Wandler kommt ein Prism Sound Lyra 2 zum Einsatz.
Ein professionelles 1/2-Zoll-High-Speed-Stereo-Master benötigt eine für Halbzoll-Stereo ausgelegte Studiomaschine mit passender Spurkonfiguration, Bandgeschwindigkeit und Entzerrung. Bei tonband-digitalisieren.de wird hierfür eine Studer A80 HC verwendet.
Die Bezeichnungen 2-Spur, 2-Track oder Stereo können bei professionellen Halbzoll-Masterbändern auf ein Stereo-Masterformat hinweisen. Für 1/2-Zoll-High-Speed-Stereo-Master steht eine Studer A80 HC zur Verfügung.
Ja. Ein mit Dolby A codiertes 1/2-Zoll-Stereo-Master kann mit originaler Dolby-Hardware decodiert werden. Für Stereo-Master steht Dolby 363 Hardware zur Verfügung. Entscheidend sind die korrekte Einmessung und die technischen Referenztöne des Masters.
Ja. Professionelle 1/2-Zoll-Stereo-Master mit Dolby SR können mit originaler Dolby-363-Hardware decodiert werden. Die Wiedergabe erfolgt auf der passenden Studiomaschine und die A/D-Wandlung über einen Prism Sound Lyra 2.
CCIR beziehungsweise IEC und NAB bezeichnen unterschiedliche Wiedergabeentzerrungen. Bei einem professionellen 1/2-Zoll-Stereo-Master muss die verwendete Entzerrung beim Transfer korrekt berücksichtigt werden.
Ja. Wenn auf der Bandschachtel lediglich „Stereo Master“, „Master Tape“, „1/2 Zoll“ oder „High Speed“ steht, kann das Band vor dem Transfer technisch zugeordnet werden. Beschriftungen, Referenztöne und vorhandene Studiounterlagen helfen bei der Bestimmung von Geschwindigkeit, Entzerrung und gegebenenfalls Rauschunterdrückung.
Ja. Offene Tonbänder werden umgangssprachlich teilweise als Senkelband bezeichnet. Handelt es sich um ein professionelles 1/2-Zoll-Stereo-Master beziehungsweise Studioband, kann es nach technischer Prüfung auf einer dafür geeigneten Studiomaschine digitalisiert werden.
Ja. Historische Rundfunkbänder und Rundfunk-Master können technisch geprüft und digitalisiert werden. Entscheidend sind das tatsächliche Bandformat, die Spurkonfiguration, Bandgeschwindigkeit, Entzerrung und eine gegebenenfalls verwendete Rauschunterdrückung.
Ja. Historische Masterbänder von Herstellern wie Ampex, Quantegy, 3M beziehungsweise Scotch, BASF, AGFA oder EMTEC können grundsätzlich untersucht und digitalisiert werden. Entscheidend sind der konkrete Bandtyp und sein Erhaltungszustand. Nicht jedes alte Masterband benötigt dieselbe Vorbehandlung.
Nein. Ob Tape Baking beziehungsweise eine kontrollierte Trocknungsbehandlung erforderlich ist, hängt von Bandtyp und Zustand ab. Ein 1/2-Zoll-Master wird deshalb vor der Digitalisierung geprüft. Eine Trocknungsbehandlung erfolgt nur, wenn sie für das vorliegende Bandmaterial erforderlich und geeignet ist.
Ja. Professionelle Stereo-Masterbänder aus den 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahren können auch heute noch digitalisiert werden. Vor dem Transfer werden Bandzustand und technische Parameter berücksichtigt. Für 1/2-Zoll-High-Speed-Stereo-Master steht eine Studer A80 HC zur Verfügung.
Ja. Historische 1/2-Zoll-Stereo-Master können für Archivierung, Remastering oder eine spätere Neuveröffentlichung hochauflösend digitalisiert werden. Für den analogen Stereo-Master-Signalweg wird ein Prism Sound Lyra 2 als A/D-Wandler eingesetzt.
Das ist kein Problem. Bei historischen Studio-Masterbändern fehlen technische Angaben häufig oder sind unvollständig. Vor der Digitalisierung können Geschwindigkeit, Entzerrung und Hinweise auf eine verwendete Rauschunterdrückung anhand der vorhandenen Dokumentation, Referenztöne und des Materials untersucht werden.
Professionelle 1/2-Zoll-High-Speed-Stereo-Master können bei tonband-digitalisieren.de mit einem spezialisierten Studio-Signalweg digitalisiert werden: Wiedergabe über eine Studer A80 HC bei 15 IPS (38 cm/s) oder 30 IPS (76 cm/s), bei Bedarf Dolby A oder Dolby SR über originale Dolby-363-Hardware und A/D-Wandlung über einen Prism Sound Lyra 2.
Ja. Die Angebotsanfrage ist kostenlos und unverbindlich. Auf Grundlage der Angaben zu den Medien, der Stückzahl, dem Format, dem Zustand und den gewünschten Leistungen wird ein persönliches Angebot erstellt. Erst nach Annahme des Angebots wird daraus ein Auftrag.
Der Aufwand einer professionellen Digitalisierung hängt nicht nur von der Laufzeit eines Mediums ab. Bandformat, Spurzahl, benötigte Wiedergabemaschine, technischer Zustand sowie gegebenenfalls Rauschunterdrückung, SMPTE-Synchronisation oder weitere Zusatzleistungen können den Aufwand erheblich beeinflussen. Deshalb wird für jeden Auftrag ein individuelles Angebot erstellt.
Das ist kein Problem. Fehlende technische Angaben können nach Eingang des Mediums ermittelt werden. Je nach Material werden unter anderem Bandformat, Spurzahl, Bandgeschwindigkeit, Entzerrung, vorhandene Rauschunterdrückung und gegebenenfalls SMPTE-Timecode untersucht.
Das kann vorkommen, wenn der tatsächliche Zustand oder die technischen Eigenschaften von den Angaben bei der Anfrage abweichen oder zusätzliche notwendige Arbeiten festgestellt werden. In diesem Fall erfolgt eine Rücksprache, bevor entsprechende zusätzliche Arbeiten durchgeführt werden.
Ja. Vor der eigentlichen Digitalisierung werden die Medien auf ihren technischen Zustand und ihre Spielbarkeit geprüft. Dazu können unter anderem Bandzustand, Spleiße und Leader, Abrieb, Schimmel, Sticky Shed Syndrome sowie die technischen Aufzeichnungsparameter gehören.
Der Aufwand wird nicht allein durch die Spurzahl bestimmt. Je nach Format sind unterschiedliche professionelle Bandmaschinen, Kopfsätze, Maschinenumbauten, Einmessungen oder zusätzliche technische Systeme erforderlich. Seltene Formate können deshalb einen höheren Rüst- und Bearbeitungsaufwand verursachen als verbreitetere Formate.
Ein Beispiel ist das professionelle 2-Zoll-Format. 2-Zoll-24-Spur kann auf der Studer A827 in ihrer Standardkonfiguration wiedergegeben werden. Für 2-Zoll-16-Spur ist dagegen ein Umbau auf den seltenen 16-Spur-Kopfsatz erforderlich. Eine geringere Spurzahl bedeutet deshalb nicht automatisch einen geringeren technischen Aufwand.
Abhängig von Bandtyp, Zustand und Auftrag können beispielsweise eine kontrollierte Trocknungsbehandlung (Tape Baking), Schimmelbehandlung, die Bearbeitung defekter Klebestellen, besonderes Handling großer Spulen, Formatbestimmung, Rauschunterdrückung, SMPTE-Synchronisation oder andere technische Zusatzarbeiten erforderlich sein.
Nein. Ob eine kontrollierte Trocknungsbehandlung (Tape Baking) notwendig oder sinnvoll ist, hängt vom Bandtyp und vom tatsächlichen Zustand ab. Deshalb werden die Medien vor der Bearbeitung geprüft.
Ja. Bei größeren Stückzahlen und Archivierungsprojekten können Mengenrabatte und individuelle Konditionen bei der Angebotserstellung berücksichtigt werden.
Ja. Das persönliche Angebot kann online eingesehen werden. Soweit Optionen vorgesehen sind, können diese vor der Annahme angepasst werden. Das Angebot kann anschließend angenommen oder abgelehnt werden.
Nein. Zunächst wird auf Grundlage der Anfrage ein kostenloses und unverbindliches Angebot erstellt. Nach dessen Annahme folgen die Auftragsbestätigung und die weitere Auftragsabwicklung.
Auf Grundlage der übermittelten Informationen wird zunächst ein persönliches Angebot erstellt. Nach Eingang werden die Medien tatsächlich geprüft. Sollten dabei preisrelevante Abweichungen oder zusätzliche notwendige Arbeiten festgestellt werden, erfolgt vor deren Durchführung eine Rücksprache.
Bei professionellen Master- und Mehrspurformaten entsteht ein erheblicher Teil des Aufwands durch Formatbestimmung, Maschinenwahl, Vorbereitung, Einmessung, Wiedergabetechnik und gegebenenfalls zusätzliche Systeme. Die reine Laufzeit beschreibt diesen technischen Aufwand daher nicht ausreichend.
Nach der Anfrage wird zunächst ein persönliches Angebot erstellt. Nach Annahme folgen Auftragsbestätigung und Auftragsnummer. Anschließend werden die Medien eingesendet oder nach Terminvereinbarung persönlich übergeben. Nach Akklimatisierung und technischer Prüfung erfolgen Vorbereitung, Einmessung, Digitalisierung und Qualitätskontrolle. Danach werden die fertigen Dateien bereitgestellt und die Originalmedien entsprechend der Vereinbarung zurückgegeben.
Die Medien erhalten zunächst Zeit zur Akklimatisierung und werden anschließend technisch geprüft. Wertvolle oder jahrzehntealte Tonbänder sollten nicht ungeprüft auf eine Bandmaschine gelegt werden. Erst nach Prüfung und gegebenenfalls erforderlicher Vorbereitung beginnt die eigentliche Digitalisierung.
Die Bearbeitungsdauer hängt von Umfang, Format und Zustand der Medien sowie den erforderlichen Arbeitsschritten ab. Gerade bei älteren Tonbändern kann die Bearbeitung mehrere Tage dauern, da neben Prüfung und Einmessung häufig vorbereitende Maßnahmen wie eine kontrollierte Trocknungsbehandlung erforderlich sind.
Grundsätzlich ist es nach vorheriger Absprache möglich, bei Teilen der Digitalisierung dabei zu sein. Eine vollständige Begleitung des gesamten Vorgangs ist jedoch in der Regel nicht praktikabel. Viele ältere Tonbänder benötigen abhängig von Bandtyp und Zustand vorbereitende Behandlungen. Zusammen mit Akklimatisierung, Prüfung, Einmessung, Digitalisierung und Qualitätskontrolle kann die Bearbeitung deshalb mehrere Tage dauern.
Ja. Eine persönliche Anlieferung und spätere Abholung der Medien ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
Die Medien können per DHL oder UPS eingesendet werden. Für den Versand sollte grundsätzlich eine Versandart mit Sendungsnummer und Sendungsverfolgung verwendet werden. Besonders bei seltenen oder nicht ersetzbaren Original- und Masterbändern ist ein nachvollziehbarer Versandweg wichtig.
Für den Rückversand stehen spezielle, für Tonbänder geeignete Versandkartons zur Verfügung. Die Medien werden sicher verpackt und per DHL oder UPS mit Sendungsverfolgung zurückgesendet.
Nein. Für die Einsendung ist kein spezieller Versandkarton vorgeschrieben. Die Medien müssen jedoch stabil verpackt und innerhalb des Pakets ausreichend gegen Bewegung und mechanische Belastung geschützt sein. Für den späteren Rückversand stehen spezielle Tonband-Versandkartons zur Verfügung.
Ja. Der Rückversand erfolgt per DHL oder UPS mit Sendungsverfolgung. Dadurch kann der Versandweg nach Übergabe an den Paketdienst nachvollzogen werden.
Auch unbekannte oder nur teilweise beschriftete Medien können angefragt werden. Hilfreich sind alle vorhandenen Informationen auf Kartons, Spulen, Etiketten oder Begleitunterlagen. Fehlende technische Angaben wie Spurzahl, Geschwindigkeit oder Rauschunterdrückung können bei der technischen Prüfung untersucht werden.
Bei wertvollen, unbekannten oder erkennbar problematischen Bändern sollte auf unnötige Wiedergabeversuche oder eigene Behandlungen verzichtet werden. Der Zustand wird vor der professionellen Wiedergabe geprüft und die weitere Vorgehensweise daran angepasst.
Wird bei der Prüfung ein Problem festgestellt, wird zunächst beurteilt, welche Vorbereitung für eine sichere Wiedergabe erforderlich ist. Wenn daraus zusätzliche Arbeiten entstehen, die vom ursprünglichen Angebot abweichen, erfolgt vor der entsprechenden Bearbeitung eine Rücksprache.
Die fertigen Dateien werden nach Abschluss des Auftrags über einen gesicherten Serverzugang bereitgestellt. Die konkrete Dateistruktur richtet sich nach dem jeweiligen Format und den vereinbarten Leistungen.
Analoge Multitrack-Aufnahmen werden standardmäßig als gleich lange und synchron ausgerichtete Einzelspuren ausgegeben. Dadurch können die Spuren anschließend wieder gemeinsam in einer DAW weiterverarbeitet werden.
Ja. Bei entsprechendem Material kann vorhandener SMPTE-Timecode analysiert und für einen synchronisierten Transfer verwendet werden. Timecode-Informationen können außerdem in geeignete BWF-Metadaten übernommen werden. Das ist besonders relevant, wenn bei der ursprünglichen Produktion weitere Geräte, Sequencer oder Bildsysteme synchronisiert waren.
Nach Möglichkeit nicht. Digitale Formate wie DASH, ADAT, DTRS und DAT werden, soweit technisch möglich, direkt digital beziehungsweise bitgetreu mit der ursprünglichen Abtastrate und Bittiefe übertragen. Eine unnötige D/A- und anschließende A/D-Wandlung wird vermieden.
Ja. Größere Bestände von Studios, Labels, Produzenten und Archiven können als zusammenhängende Projekte geplant und bearbeitet werden. Stückzahl, Formate, technischer Zustand, gewünschte Leistungen und Projektumfang werden dabei individuell berücksichtigt.
Nach Abschluss des Auftrags werden die Originalmedien entsprechend der getroffenen Vereinbarung zurückgesendet oder können nach Terminvereinbarung persönlich abgeholt werden.
Mitsubishi ProDigi bezeichnet die professionelle digitale Bandmaschinenfamilie von Mitsubishi. Dazu gehören unter anderem die 32-Spur-Maschinen X-800, X-850 und X-880 für 1-Zoll-Band.
PD steht im Zusammenhang mit diesen Maschinen für Professional Digital. Das PD- beziehungsweise ProDigi-Format wurde von Mitsubishi entwickelt und von weiteren Herstellern wie Otari unterstützt.
ProDigi ist ein digitales Tonbandformat. Obwohl das Medium wie ein klassisches offenes Tonband aussieht, sind die Audiosignale digital auf dem Magnetband gespeichert.
Ja. ProDigi verwendet offene Spulen und Magnetband, speichert die Audiodaten jedoch digital. Es gehört damit zu den professionellen digitalen Reel-to-Reel-Formaten.
Die ProDigi-Familie umfasste verschiedene Varianten. Besonders bedeutend sind die 32-Spur-Systeme auf 1-Zoll-Band. Daneben existierten unter anderem 16-Spur- und Stereo-Varianten.
Ein 32-Spur-ProDigi-Band enthält 32 digitale Audiokanäle auf einem professionellen Magnetband. Bei Mitsubishi X-800, X-850 und X-880 wird dafür 1-Zoll-Band verwendet.
Die 32-Spur-ProDigi-Systeme Mitsubishi X-800, X-850 und X-880 sowie der Otari DTR-900 verwenden 1-Zoll-Magnetband.
Ja. 1-Zoll-Band mit 32 digitalen Spuren ist typisch für die professionellen Mitsubishi-ProDigi-Multitrackmaschinen X-800, X-850 und X-880 sowie den kompatiblen Otari DTR-900.
Ja. Mitsubishi-X-800-Bänder gehören zum professionellen ProDigi-Umfeld. Vor dem Transfer werden Maschinen- und Bandformat sowie Zustand und Kompatibilität des konkreten Bandes geprüft.
Ja. Die Mitsubishi X-850 ist eine 32-Spur-ProDigi-Maschine für 1-Zoll-Band. Entsprechende historische Digitalmultitracks können formatgerecht übertragen und archiviert werden.
Mitsubishi X-880 gehört zur 32-Spur-ProDigi-Familie. Bei einem entsprechend gekennzeichneten Band werden Format und technische Kompatibilität vor dem Transfer geprüft.
Die Mitsubishi X-800 ist eine professionelle digitale 32-Spur-Bandmaschine für 1-Zoll-Magnetband und gehört zur frühen ProDigi-Generation.
Die Mitsubishi X-850 ist eine professionelle 32-Spur-ProDigi-Bandmaschine für 1-Zoll-Band. Sie folgte auf die X-800 und entstand in enger technischer Zusammenarbeit mit Otari.
Die Mitsubishi X-880 gehört zur späteren Entwicklung der professionellen Mitsubishi-ProDigi-32-Spur-Systeme. Sie wird zusammen mit X-800 und X-850 der 1-Zoll-32-Spur-ProDigi-Familie zugeordnet.
Die Otari DTR-900 ist eine professionelle digitale 32-Spur-Bandmaschine für 1-Zoll-Band im PD- beziehungsweise ProDigi-Format. Sie ist technisch eng mit der Mitsubishi X-850 verwandt.
Ja. Die Otari DTR-900 verwendet das Professional-Digital- beziehungsweise ProDigi-Format und gehört zur gleichen 1-Zoll-32-Spur-Formatfamilie wie die Mitsubishi X-850.
Ja. Die Formatkompatibilität zwischen Mitsubishi X-850 und Otari DTR-900 wurde bereits bei der Einführung praktisch demonstriert: Bänder wurden zwischen beiden Maschinen getauscht und wiedergegeben.
Ja. DTR-900-Bänder gehören zum PD-/ProDigi-32-Spur-Format auf 1-Zoll-Band. Bei historischem Material werden Bandzustand und konkrete Formatparameter vor dem Transfer geprüft.
Mitsubishi und Otari arbeiteten bei der ProDigi-Entwicklung zusammen. Die X-850 verwendet einen von Otari gefertigten beziehungsweise vom Otari MTR-90 Mk II abgeleiteten Transport. Der DTR-900 ist deshalb technisch sehr eng mit der X-850 verwandt.
Der Bandtransport der Mitsubishi X-850 und der späteren ProDigi-Entwicklung wurde aus dem Otari MTR-90 Mk II abgeleitet und für 1-Zoll-Digitalband angepasst. Deshalb besteht eine ungewöhnlich enge technische Verbindung zwischen Mitsubishi und Otari.
Beim Otari DTR-900 handelt es sich um eine 32-Spur-Digitalmaschine im PD-/ProDigi-Format. Der Begriff DTR bezeichnet die Otari-Maschine; das Aufzeichnungsformat gehört zur Professional-Digital-Familie.
ProDigi und DASH sind unterschiedliche professionelle digitale Bandformate. ProDigi wurde von Mitsubishi geprägt und unter anderem von Otari unterstützt, während DASH vor allem mit Sony verbunden ist. Ein ProDigi-Band ist deshalb nicht einfach ein DASH-Band.
Nein, ProDigi und DASH sind unterschiedliche digitale Aufzeichnungsformate. Die physische Ähnlichkeit professioneller Digitalbandmaschinen bedeutet keine direkte Bandkompatibilität.
Mitsubishi ProDigi und Sony DASH waren konkurrierende professionelle Digital-Multitrack-Systeme. Mitsubishi setzte bei seinen großen ProDigi-Maschinen auf 32 Spuren auf 1-Zoll-Band, während Sony mit der PCM-3324 eine 24-Spur-DASH-Maschine anbot.
Die Sony PCM-3348 gehört zur DASH-Familie und arbeitet mit einem anderen digitalen Bandformat als Mitsubishi ProDigi. ProDigi-32-Spur-Bänder benötigen deshalb eine kompatible PD-/ProDigi-Wiedergabeumgebung.
Nein. Beide Systeme sind professionelle digitale Open-Reel-Formate mit stationären Köpfen, aber ProDigi und DASH sind unterschiedliche Formatfamilien.
Die professionellen 32-Spur-ProDigi-Systeme arbeiten mit 16-Bit-Digitalaudio. Historische ProDigi-Varianten unterstützen unter anderem 32 kHz, 44,1 kHz und 48 kHz.
Für Mitsubishi ProDigi sind je nach Formatvariante 32 kHz, 44,1 kHz und 48 kHz dokumentiert. Bei einem Archivtransfer wird die tatsächliche Aufzeichnung des Originalbandes berücksichtigt.
Die 16- und 32-Spur-ProDigi-Varianten sind als 16-Bit-Systeme dokumentiert. Andere Geräte der ProDigi-Familie, insbesondere Stereo-Systeme, weisen teilweise zusätzliche Betriebsarten auf.
Die 32-Spur-ProDigi-Maschinen verwenden 1-Zoll-Metal-Particle-Magnetband. Das Bandmaterial unterscheidet sich damit von vielen klassischen analogen Studiobändern.
Ja. Für ProDigi ist Metal-Particle-Magnetband vorgesehen. Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen analogen Open-Reel-Produktionen.
Nein. Ein 1-Zoll-ProDigi-Band enthält digital codierte Daten und benötigt eine kompatible digitale ProDigi-Wiedergabemaschine. Eine analoge 1-Zoll-Multitrackmaschine kann daraus keine normalen Audiospuren wiedergeben.
Nicht zuverlässig allein am Bandmaterial oder an der Spule. Beschriftungen wie Mitsubishi, X-800, X-850, X-880, PD, ProDigi, Professional Digital oder Otari DTR-900 sind wichtige Hinweise.
Hinweise finden sich häufig auf Bandschachtel, Spule, Track Sheet oder Studio-Dokumentation. Bezeichnungen wie X-850, Mitsubishi, 32 Track, Digital, PD oder ProDigi sprechen für das entsprechende Format.
Ja. Ein unbeschriftetes 1-Zoll-Band kann grundsätzlich aus einem ProDigi-System stammen, lässt sich aber nicht allein anhand der Bandbreite sicher bestimmen. Dokumentation und technische Untersuchung sind deshalb wichtig.
Ja. Mitsubishi X-800 und X-850 wurden in den 1980er Jahren in professionellen Studios eingesetzt. Ein 1-Zoll-32-Spur-Digitalband aus dieser Zeit kann daher ProDigi sein.
Ja. ProDigi war ein hochprofessionelles digitales Studiobandformat und wurde in großen Tonstudios für Mehrspurproduktionen eingesetzt.
Ja. Mitsubishi-ProDigi-Maschinen wurden für professionelle Musikproduktionen und Mehrspuraufnahmen eingesetzt. Besonders bekannt wurde das System durch seine starke Verbreitung in großen Studios in Nashville.
ProDigi war besonders in Nashville stark vertreten und wurde dort in zahlreichen professionellen Studios für digitale Mehrspurproduktionen eingesetzt.
Nach einem erfolgreichen spurgetrennten Transfer können die digitalen Einzelspuren in einer modernen DAW wieder zu einer Session zusammengestellt und neu gemischt werden.
Bei einem 32-Spur-Multitracktransfer ist das Ziel, die vorhandenen Audiokanäle als getrennte und zeitlich korrekt zueinander ausgerichtete Dateien zu erhalten, damit die Produktion digital weiterverarbeitet werden kann.
Ja. Nach der fachgerechten Übertragung können die einzelnen Audiospuren in einer modernen DAW archiviert, restauriert und neu gemischt werden.
Professionelle ProDigi-Multitrackmaschinen unterstützen Timecode- und Synchronisationsfunktionen. Beim Mitsubishi X-850 ist neben den 32 digitalen Audiokanälen ein SMPTE-Timecode-Kanal dokumentiert.
Ja. Vorhandene Timecode- und Synchronisationsinformationen sind bei historischen Multitrackproduktionen relevant und sollten bei der Rekonstruktion einer Session berücksichtigt werden.
Professionelle ProDigi-Systeme wie die Mitsubishi X-850 waren für Studioumgebungen ausgelegt und konnten für Produktionen mit zusätzlichen Maschinen synchronisiert werden.
Neben den 32 digitalen Audiokanälen sind bei der X-850 zwei analoge Audiokanäle sowie zusätzliche digitale Hilfskanäle und ein SMPTE-Timecode-Kanal dokumentiert.
Für die Mitsubishi X-850 ist die Wiedergabe von X-800-Aufnahmen dokumentiert, allerdings mit Einschränkungen bei geschnittenen beziehungsweise gesplicten X-800-Bändern. Deshalb muss historisches Material vor dem Transfer genau beurteilt werden.
Nein. Beide gehören zur 32-Spur-ProDigi-Familie, die X-850 ist jedoch eine Weiterentwicklung mit anderem Systemdesign und enger Zusammenarbeit mit Otari. Historische Kompatibilitätsbesonderheiten müssen berücksichtigt werden.
Nein. X-850 und X-880 gehören zur gleichen späteren ProDigi-Entwicklung, sind aber unterschiedliche Maschinenmodelle. Für die Archivierung ist die genaue Herkunft eines Bandes daher weiterhin relevant.
Die Mitsubishi X-400 ist die 16-Spur-Variante der ProDigi-Familie und verwendet 1/2-Zoll-Band. Sie ist von den 32-Spur-Systemen X-800, X-850 und X-880 auf 1-Zoll-Band zu unterscheiden.
Die Mitsubishi X-86 gehört zur Stereo-Masterrecorder-Familie von ProDigi und verwendet 1/4-Zoll-Band. Sie ist nicht mit den 32-Spur-Multitrackmaschinen X-800, X-850 und X-880 gleichzusetzen.
Die Mitsubishi X-80 ging dem späteren ProDigi-Standard voraus. Sie verwendet ein verwandtes, aber eigenes frühes Digitalformat mit 50,4 kHz und ist nicht direkt mit normalen ProDigi-Bändern gleichzusetzen.
Die X-80 verwendet ein älteres proprietäres Format und ist nicht einfach mit den 32-Spur-ProDigi-Maschinen gleichzusetzen. Bestimmte spätere Stereo-Maschinen wie die X-86C konnten X-80-Material wiedergeben.
ProDigi war ein spezialisiertes und sehr kostspieliges professionelles Digitalbandsystem. Mit dem Übergang zu festplattenbasierten DAWs verschwanden solche großen Digitalbandmaschinen zunehmend aus dem Studiobetrieb.
Für ProDigi reicht eine gewöhnliche analoge Bandmaschine nicht aus. Benötigt werden kompatible professionelle Digitalbandtechnik, korrekte Format- und Sampleratenzuordnung sowie ein stabiler Bandtransport und eine zuverlässige digitale Auslesung.
Das hängt vom Zustand und von der Fehlerkorrektur des Systems ab. ProDigi verwendet digitale Fehlererkennung und Fehlerkorrektur, dennoch können schwere Band- oder Datenfehler die Wiedergabe beeinträchtigen. Das Original sollte deshalb möglichst schonend behandelt werden.
Ja. ProDigi verwendet digitale Fehlererkennungs- und Fehlerkorrekturverfahren, um Datenfehler bei der Bandwiedergabe innerhalb der Systemgrenzen zu kompensieren.
Professionelle Digitalbandformate verfügen über Fehlererkennung und Korrektur. Der Zustand eines historischen Bandes und die Stabilität der Wiedergabe sind deshalb wichtige Bestandteile eines Archivtransfers.
Bandbreite allein definiert das Format nicht. ProDigi speichert 32 digitale Audiokanäle in einem speziellen Datenformat auf 1-Zoll-Band. Eine analoge 1-Zoll-Maschine oder ein inkompatibles Digitalsystem kann diese Daten nicht korrekt wiedergeben.
Auch bei historischen digitalen Open-Reel-Bändern muss der physische Zustand des Trägermaterials vor der Wiedergabe geprüft werden. Ob eine konkrete Behandlung erforderlich ist, hängt vom Bandtyp und tatsächlichen Zustand ab und darf nicht allein aus dem digitalen Format abgeleitet werden.
Ja. Bei historischen ProDigi-Bändern sollten Bandmaterial, Wickelzustand, mögliche Beschädigungen und technische Identifikation vor einer normalen Wiedergabe geprüft werden.
Eine technische Identifikation ist möglich, erfordert aber mehr als die Feststellung der Bandbreite. Hilfreich sind Spulen- und Schachtelbeschriftungen, Studio-Unterlagen, Track Sheets, Bandtyp und Hinweise auf die ursprüngliche Maschine.
Hilfreiche Hinweise sind X-800, X-850, X-880, ProDigi, Pro Digi, PD, Professional Digital, 32 Track, 32 Channel, Mitsubishi sowie bei kompatiblen Otari-Produktionen DTR-900.
Die historische Formatkompatibilität zwischen DTR-900 und X-850 wurde von Otari und Mitsubishi demonstriert. Bei einem konkreten Archivband müssen dennoch Zustand, Aufnahmeparameter und mögliche Besonderheiten geprüft werden.
Die DTR-900 wurde als kompatible PD-Formatmaschine zur Mitsubishi X-850 vorgestellt. Historische Demonstrationen zeigten den Austausch von Bändern zwischen beiden Systemen.
Für die spätere ProDigi-Generation arbeitete Mitsubishi eng mit Otari zusammen. Der Transport der X-850 basiert auf dem Otari MTR-90 Mk II, und Otari bot mit der DTR-900 eine kompatible 32-Spur-PD-Maschine an.
Nein. Die Otari DTR-900 ist eine professionelle digitale 32-Spur-Maschine im PD-/ProDigi-Format. Die Verwandtschaft zur analogen MTR-90 betrifft insbesondere die technische Herkunft des Transports, nicht das Aufzeichnungsformat.
Die MTR-90 ist eine analoge professionelle Multitrackmaschinenfamilie. Die DTR-900 ist dagegen eine digitale 32-Spur-Maschine im ProDigi-/PD-Format. Der DTR-900- beziehungsweise X-850-Transport ist technisch aus dem MTR-90-Mk-II-Umfeld abgeleitet.
ProDigi-Transfers sind vor allem für Tonstudios, Musiker, Produzenten, Labels, Verlage und Archive relevant, die professionelle digitale Mehrspurproduktionen aus den 1980er und frühen 1990er Jahren erhalten oder neu auswerten möchten.
Ja. Historische 32-Spur-Digitalproduktionen können nach erfolgreichem Transfer als Grundlage für Restaurierung, Neuabmischung, Remastering und Re-Releases dienen.
Ja. Der Erhalt der einzelnen Audiokanäle ermöglicht es, eine historische Produktion in einer modernen DAW neu aufzubauen und anschließend neu zu mischen oder zu restaurieren.
Syncaset bezeichnet Mehrspuraufzeichnung auf Compact Cassette. Tascam entwickelte entsprechende Systeme, mit denen vier beziehungsweise acht getrennte Audiospuren auf einer Kassette aufgezeichnet werden konnten. Solche Kassetten sind keine normalen Stereo-Musikkassetten und benötigen die passende Mehrspur-Wiedergabetechnik.
Ja. Für Tascam-Syncaset stehen passende Mehrspurmaschinen zur Verfügung. 4-Spur-Material kann mit der Tascam 234 und 8-Spur-Material mit der Tascam 238 wiedergegeben und spurgetrennt digitalisiert werden.
Eine normale Compact Cassette wird üblicherweise als Stereoformat verwendet. Bei Syncaset beziehungsweise Multitrack-Kassetten wird die Bandfläche anders für mehrere getrennte Spuren genutzt. Deshalb darf ein Mehrspurband nicht wie eine gewöhnliche Stereo-Kassette behandelt werden.
Ja. Analoge 4-Spur-Kassetten aus Multitrackrecordern können mit kompatibler Wiedergabetechnik als getrennte Spuren übertragen werden. Entscheidend sind Hersteller, Modell, Bandgeschwindigkeit und verwendete Rauschunterdrückung.
Ja. Für 8-Spur-Kassetten stehen unter anderem die Tascam 238 sowie für Yamaha-PortaTone-Aufnahmen die Yamaha MT-8X zur Verfügung. Bei unbekanntem Material wird zunächst das konkrete Aufnahmeformat bestimmt.
Ja. Viele Bands und Musiker nahmen Demos, Proben und Songs auf 4-Spur-Kassettenrecordern auf. Die einzelnen Tracks können bei kompatiblem Format getrennt digitalisiert und anschließend neu gemischt oder archiviert werden.
Ja. Auch 8-Spur-Kassetten wurden für Band-, Demo- und Homerecordingproduktionen verwendet. Bei passender Wiedergabetechnik können die einzelnen Spuren synchron digitalisiert werden.
Ja. Mehrspur-Kassetten waren gerade für Proberäume, Bands und Homerecording attraktiv. Wenn die Instrumente damals auf getrennten Tracks aufgenommen wurden, bleiben diese beim Multitracktransfer als einzelne Audiodateien erhalten.
Ja. Demos aus Tascam Portastudio, Fostex Multitracker, Yamaha Multitrack Cassette Recorder und vergleichbaren Geräten können je nach Aufzeichnungsformat spurgetrennt übertragen werden.
Tascam Portastudios kombinierten Mischpult und Mehrspur-Kassettenrecorder in einem kompakten Gerät. Sie ermöglichten Musikern und Bands Overdubs und Mehrspurproduktionen ohne großes Tonstudio.
Ja. Tascam-Portastudio-Kassetten können nach Bestimmung von Spurformat, Geschwindigkeit und Rauschunterdrückung mit kompatibler Mehrspurtechnik übertragen werden.
Zur historischen Tascam-Portastudio- und Multitrack-Familie gehören unter anderem 144, 244, 246, Porta One, Porta Two, Porta 02, Porta 05, Porta 07, 414, 424, 464, 488 sowie MIDIStudio 644 und 688. Für die Digitalisierung ist das konkrete Aufnahmeformat des jeweiligen Modells entscheidend.
Ja. Aufnahmen aus einem Tascam 144 können nach Prüfung des spezifischen 4-Spur-Kassettenformats mit kompatibler Mehrspurtechnik digitalisiert werden.
Ja. Historische 4-Spur-Produktionen aus Tascam 244 oder 246 können nach Prüfung von Geschwindigkeit und Noise Reduction als getrennte Spuren übertragen werden.
Ja. Kassetten aus Tascam Porta One und Porta Two gehören zur klassischen Portastudio-Welt. Das konkrete Spurformat und die technischen Aufnahmeparameter werden vor dem Transfer berücksichtigt.
Ja. Aufnahmen aus Tascam 414 und verwandten 4-Spur-Portastudios können nach technischer Zuordnung spurgetrennt digitalisiert werden.
Ja. Die Tascam-424-Familie arbeitet mit einem diskreten 4-Kanal-Kassettenformat. Bei der 424 MKIII sind unterschiedliche Bandgeschwindigkeiten möglich; deshalb muss die ursprüngliche Einstellung beim Transfer berücksichtigt werden.
Ja. Auch Aufnahmen aus der Tascam 464 können nach Bestimmung der ursprünglichen Aufnahmeparameter als Mehrspurmaterial übertragen werden.
Ja. Die Tascam-488-Serie gehört zu den 8-Spur-Portastudio-Systemen. Für einen korrekten Transfer müssen Spurformat, Geschwindigkeit und Rauschunterdrückung des Originals berücksichtigt werden.
Ja. Auch historische Produktionen aus Tascam MIDIStudio 644 beziehungsweise 688 können nach Bestimmung des konkreten Mehrspur-Kassettenformats digitalisiert werden.
Die Tascam 234 ist eine 4-Spur-Multitrack-Kassettenmaschine. Für entsprechende 4-Spur-Syncaset-Aufnahmen steht bei Tonband-digitalisieren.de eine Tascam 234 zur Verfügung.
Ja. Für Tascam-234-Aufnahmen steht eine passende Tascam 234 zur Verfügung. Die vier Spuren können getrennt digitalisiert werden.
Die Tascam 238 ist eine 8-Spur-Multitrack-Kassettenmaschine. Sie ermöglichte acht getrennte Spuren auf Compact Cassette und wurde in semiprofessionellen Studio- und Musikeranwendungen eingesetzt.
Ja. Für Tascam-238-Aufnahmen steht eine passende Tascam 238 zur Verfügung. Die acht Tracks können als getrennte und synchron ausgerichtete Audiodateien übertragen werden.
Der Begriff wird im Zusammenhang mit kompakten Mehrspur-Kassettenrecordern verwendet. Für die technische Zuordnung ist jedoch immer das konkrete Gerät wichtig, weil sich Spurformat, Geschwindigkeit und Rauschunterdrückung zwischen Herstellern unterscheiden können.
Ja. Für Yamaha-8-Spur-Multitrack-Kassetten steht eine Yamaha MT-8X zur Verfügung. Das konkrete Band muss zum Aufzeichnungsformat der Maschine passen.
Ja. Für Yamaha MT8X beziehungsweise kompatibles Yamaha-8-Spur-Material steht eine Yamaha MT-8X zur Verfügung. Die acht Spuren können getrennt digitalisiert werden.
Die Yamaha MT8X ist ein 8-Spur-Multitrack-Kassettenrecorder mit integriertem Mischpult. Solche Geräte wurden für Bands, Homerecording und mehrspurige Musikproduktionen eingesetzt.
Das Medium ist eine Compact Cassette, die Aufzeichnung jedoch nicht das normale Stereo-Kassettenformat. Die Yamaha MT8X nutzt acht Spuren und eine andere Bandgeschwindigkeit als ein gewöhnlicher Kassettenrecorder.
Nein. Acht Spuren auf Compact Cassette bedeuten nicht automatisch identische Spurlage, Geschwindigkeit oder Noise Reduction. Beispielsweise weist Yamaha selbst darauf hin, dass die MT8X spezielle Köpfe verwendet und nicht mit jedem 8-Spur-System anderer Hersteller kompatibel ist.
Ja. Fostex produzierte verschiedene 4-Spur-Kassetten-Multitracker. Für den Transfer müssen das konkrete Modell, die Bandgeschwindigkeit und die verwendete Rauschunterdrückung berücksichtigt werden.
Grundsätzlich ja. Die Fostex X-15 ist ein 4-Spur-Multitracker für Compact Cassette. Sie arbeitet mit einem 4-Kanal-Format und Dolby B; diese Eigenschaften müssen bei der Wiedergabe berücksichtigt werden.
Grundsätzlich ja. Die Fostex 260 ist ein 4-Spur-Kassetten-Multitracker. Sie arbeitet mit erhöhter Bandgeschwindigkeit und Dolby C, weshalb eine normale Stereo-Kassettenwiedergabe nicht dem Originalformat entspricht.
Fostex bot zahlreiche kompakte Multitracker an. Bei solchen Kassetten muss zunächst das konkrete Aufzeichnungsformat des jeweiligen Gerätes bestimmt werden; anschließend kann geprüft werden, welche vorhandene Wiedergabetechnik kompatibel ist.
Mehrspur-Portastudios nutzen die Bandspuren anders als ein normales Stereo-Kassettendeck und arbeiten je nach Modell zusätzlich mit anderer Geschwindigkeit und Noise Reduction. Deshalb können Spuren fehlen, rückwärts laufen oder mit falscher Tonhöhe wiedergegeben werden.
Viele 4-Spur-Kassettenrecorder nutzen für ihre Mehrspuraufnahme die gesamte Bandbreite beziehungsweise Spuren, die bei einer normalen Stereo-Kassette zur Gegenseite gehören würden. Auf einem normalen Deck können deshalb Teile der Aufnahme rückwärts erscheinen.
Mehrspur-Kassettenrecorder können mit einer anderen Bandgeschwindigkeit als normale Kassettendecks arbeiten. Die ursprüngliche Geschwindigkeit muss beim Transfer korrekt reproduziert werden, sonst ändern sich Tonhöhe und Laufzeit.
Einige Multitrack-Kassettenrecorder verwenden eine erhöhte Bandgeschwindigkeit. Beispielsweise arbeitet die Tascam 424 MKIII im High-Speed-Modus mit 9,5 cm/s, also ungefähr der doppelten Geschwindigkeit eines normalen Kassettenrecorders.
Viele Mehrspur-Kassettenrecorder waren für hochwertige Type-II- beziehungsweise High-Bias-Kassetten ausgelegt. Die Anforderungen hängen jedoch vom konkreten Recorder ab; deshalb sollte das Originalmedium nicht pauschal nach einem anderen Gerät beurteilt werden.
Ja. TDK-SA-Type-II-Kassetten wurden unter anderem für Mehrspur-Kassettenrecorder empfohlen. Entscheidend für die Digitalisierung ist zusätzlich, auf welchem Gerät und mit welchen Einstellungen die Kassette aufgenommen wurde.
Ja. Maxell XL-II gehört zu den hochwertigen Type-II-Kassetten, die bei verschiedenen Multitrackrecordern eingesetzt wurden. Spurformat, Geschwindigkeit und Noise Reduction müssen passend zum ursprünglichen Recorder gewählt werden.
Beim Ping-Pong- beziehungsweise Bounce-Verfahren werden mehrere bereits aufgenommene Spuren zusammengemischt und auf eine oder mehrere andere Spuren überspielt. Dadurch konnten trotz begrenzter Spurzahl zusätzliche Instrumente aufgenommen werden.
Nur soweit sie auf dem Band noch als getrennte Spuren vorhanden sind. Wurden mehrere Instrumente bereits analog auf eine gemeinsame Spur zusammengemischt, enthält diese Spur nur noch den damaligen Submix.
Overdub bedeutet, dass weitere Instrumente oder Stimmen nacheinander auf freie Spuren aufgenommen werden, während bereits vorhandene Tracks abgehört werden. Diese Arbeitsweise war typisch für Portastudios und Multitracker.
Ja, sofern die Signale noch auf getrennten Bandspuren vorhanden sind. Nach dem Transfer können die synchronen Einzeldateien in einer DAW neu gemischt, restauriert und bearbeitet werden.
Bei einem Multitracktransfer werden die vorhandenen Spuren als getrennte, zeitlich zueinander passende Audiodateien ausgegeben. Damit bleibt die ursprüngliche Mehrspurstruktur für eine spätere Mischung erhalten.
Ja. Nach der Digitalisierung liegen die Tracks als digitale Audiodateien vor und können in einer modernen DAW gemeinsam importiert und weiterbearbeitet werden.
Ja. Dolby B gehört zu den verfügbaren Rauschunterdrückungssystemen. Ob es eingesetzt werden muss, hängt vom ursprünglichen Recorder und der konkreten Aufnahme ab.
Ja. Dolby C wurde bei verschiedenen Kassetten-Multitrackern eingesetzt und gehört zu den verfügbaren Noise-Reduction-Systemen. Das Originalverfahren muss korrekt bestimmt werden.
Ja. Dolby S gehört zu den verfügbaren Rauschunterdrückungssystemen und kann bei entsprechend codiertem Material berücksichtigt werden.
Ja. dbx wurde bei verschiedenen Tascam-Multitrackrecordern eingesetzt. Das konkrete System und die ursprüngliche Aufnahme müssen zueinander passen; eine falsche Decodierung verändert den Klang deutlich.
Dann werden Modellangaben, Beschriftungen und das Wiedergabeverhalten geprüft. Noise Reduction darf nicht geraten werden, weil eine falsche Decodierung Frequenzgang und Dynamik hörbar verändert.
Ja. Bei unbekannten Multitrack-Kassetten werden unter anderem Spurformat, Geschwindigkeit und mögliche Rauschunterdrückung untersucht. Angaben zum ursprünglich verwendeten Recorder sind dabei sehr hilfreich.
Hinweise können Beschriftungen wie 4 Track, 8 Track, Portastudio, Syncaset, Tascam, Fostex oder Yamaha sowie Track Sheets und alte Studio-Unterlagen liefern. Ohne solche Angaben kann eine technische Prüfung notwendig sein.
Das hängt vom Zustand ab. Beschädigte, geknickte oder schlecht gewickelte Kassetten müssen vor der normalen Wiedergabe geprüft werden, damit das historische Bandmaterial nicht zusätzlich beschädigt wird.
Ja, häufig ist trotz altersbedingter Dropouts noch eine Digitalisierung möglich. Der Transfer sichert den aktuell vorhandenen Inhalt; der konkrete Zustand bestimmt, welche zusätzliche Restaurierung sinnvoll ist.
Historische Multitrack-Kassettenmaschinen sind wartungsintensiv. Auf der vorhandenen Syncaset-Seite wird insbesondere auf Capstan-Probleme und Geräte hingewiesen, die außerhalb der korrekten mechanischen beziehungsweise elektrischen Einstellung liegen. Für Archivtransfers ist eine gewartete und kalibrierte Maschine daher entscheidend.
Für Syncaset stehen Tascam 234 für 4-Spur und Tascam 238 für 8-Spur zur Verfügung. Für Yamaha-8-Spur-Kassetten steht eine Yamaha MT-8X bereit. Bei anderen Portastudio- und Multitracker-Aufnahmen wird zunächst die technische Kompatibilität bestimmt.
Ja. Viele Portastudios und Multitracker kombinierten Mischpult und Kassettenlaufwerk in einem Gerät. Für die Digitalisierung ist nicht der Mixer entscheidend, sondern das auf der Kassette gespeicherte Spurformat, die Geschwindigkeit und die Noise Reduction.
Ja. Geräte wie verschiedene Tascam- und Yamaha-Multitracker kombinierten Mehrkanalmixer und Kassettenrecorder. Das Band kann übertragen werden, wenn das konkrete 8-Spur-Aufzeichnungsformat mit der vorhandenen Wiedergabetechnik kompatibel ist.
Zwischen den Geräten unterscheiden sich Spurzahl, Spurlage, Bandgeschwindigkeit und Rauschunterdrückung. Die Modellbezeichnung hilft deshalb, die richtige Wiedergabemaschine und die korrekten Einstellungen zu bestimmen.
Ja. Das Originalgerät des Kunden ist nicht zwingend erforderlich. Entscheidend ist, das Aufzeichnungsformat zu identifizieren und eine technisch kompatible, korrekt gewartete Wiedergabemaschine zu verwenden.
Sowohl die Kassetten als auch die historischen Spezialmaschinen altern. Durch einen spurgetrennten Transfer werden die Aufnahmen unabhängig von zunehmend seltenen Wiedergabegeräten und können anschließend digital archiviert und neu gemischt werden.
Ein 1/4-Zoll-8-Spur-Multitrack ist ein analoges Mehrspurformat mit acht getrennten Audiospuren auf einem 1/4 Zoll breiten Magnetband. Es wurde besonders von Bands, Musikern, Projektstudios und im Homerecording eingesetzt.
Ja. Für 1/4-Zoll-8-Spur wird bei Tonband-digitalisieren.de eine Fostex R8 eingesetzt. Die acht Spuren werden über den RME M-32 AD Pro II digitalisiert und als synchron ausgerichtete Einzelspuren ausgegeben.
Ja. Bänder aus einer Fostex R8 können auf einer entsprechend eingerichteten Fostex R8 wiedergegeben und als acht getrennte digitale Audiospuren übertragen werden.
Die Fostex R8 ist eine analoge 8-Spur-Multitrackmaschine für 1/4-Zoll-Tonband. Für die Digitalisierung ist wichtig, dass das Band tatsächlich im passenden 8-Spur-Format aufgenommen wurde.
Bei der Fostex R8 werden acht getrennte Audiospuren auf einem 1/4-Zoll-Tonband aufgezeichnet. Dadurch konnten Instrumente und Gesang getrennt aufgenommen und später zu einem Stereomix zusammengemischt werden.
Ja. Alte Fostex-R8-Produktionen können als acht getrennte Spuren digital gesichert werden. Das ist besonders interessant, wenn nur noch das Multitrackband existiert oder die Aufnahme neu gemischt werden soll.
Ja. Die Fostex R8 wurde häufig von Bands und in Proberäumen eingesetzt. Eine damalige Bandprobe kann als acht synchron ausgerichtete Einzelspuren digitalisiert werden, sofern die Signale ursprünglich getrennt aufgenommen wurden.
Ja. Viele Demo- und Eigenproduktionen entstanden auf 1/4-Zoll-8-Spur. Die acht Originalspuren können digitalisiert und anschließend in einer modernen DAW neu bearbeitet oder gemischt werden.
Ja. Gerade 1/4-Zoll-8-Spur war für Bands, kleinere Studios und Homerecording interessant. Auch unbeschriftete oder nur teilweise dokumentierte Proberaumbänder können zunächst technisch untersucht werden.
Ja. Die acht Spuren werden als gleich lange und synchron ausgerichtete Einzeldateien ausgegeben. Dadurch können sie später gemeinsam in einer DAW geladen und neu gemischt werden.
Wenn diese Signale ursprünglich auf getrennten Spuren aufgenommen wurden, werden sie beim Transfer auch als getrennte Audiodateien ausgegeben. Welche Instrumente auf welchen Tracks liegen, hängt von der damaligen Aufnahme ab.
Ja. Nach der spurgetrennten Digitalisierung stehen die acht Tracks wieder für eine moderne DAW zur Verfügung. Lautstärken, Panorama, Effekte, Schnitt und weitere Bearbeitung können neu vorgenommen werden.
Ja. Die Digitalisierung der einzelnen Originalspuren schafft eine geeignete Grundlage für Remix, Restaurierung, Neuabmischung und anschließendes Mastering.
Für 1/4-Zoll-8-Spur wird eine Fostex R8 verwendet. Sie entspricht dem typischen Spurformat vieler semiprofessioneller 8-Spur-Produktionen auf 1/4-Zoll-Band.
Für das 1/4-Zoll-8-Spur-Format mit der Fostex R8 wird mit 15 IPS gearbeitet. Das entspricht ungefähr 38 cm/s.
15 IPS bedeutet 15 inches per second und entspricht ungefähr 38 cm/s Bandgeschwindigkeit. Die richtige Geschwindigkeit ist entscheidend für Tonhöhe, Laufzeit und korrekte Wiedergabe.
Für die Mehrkanal-A/D-Wandlung der analogen Multitrackspuren wird der RME M-32 AD Pro II eingesetzt.
Die Mehrspuraufnahme wird so übertragen, dass die ausgegebenen Dateien gleich lang und synchron zueinander ausgerichtet sind. Dadurch bleibt die zeitliche Beziehung der acht Originalspuren erhalten.
Für die hochwertige Archivierung und Weiterbearbeitung können die Spuren als Broadcast-WAV-Dateien ausgegeben werden. Die Dateien lassen sich anschließend in gängigen DAWs weiterverwenden.
Ja. Eine hochauflösende Digitalisierung mit 24 Bit und 96 kHz ist möglich und eignet sich für Archivierung, Restaurierung und weitere Studiobearbeitung.
Ja. Auf Wunsch kann der Transfer auch mit 24 Bit und 192 kHz erfolgen.
Dolby C ist ein mögliches Rauschunterdrückungsverfahren bei semiprofessionellen Bandproduktionen und gehört zu den verfügbaren Noise-Reduction-Systemen. Vor einer Decodierung muss jedoch festgestellt werden, welches Verfahren bei der konkreten Aufnahme tatsächlich verwendet wurde.
Ja. Dolby C gehört zu den verfügbaren Rauschunterdrückungsverfahren. Entscheidend ist, dass die Aufnahme tatsächlich mit Dolby C codiert wurde und bei der Wiedergabe die passende Decodierung verwendet wird.
Fehlt die Dokumentation, werden Beschriftung, vorhandene Referenzen und das Wiedergabeverhalten geprüft. Eine Rauschunterdrückung darf nicht allein aufgrund des Maschinenmodells angenommen werden.
Ja. Für professionelle analoge Multitrackaufnahmen mit Dolby A steht die Dolby MT Series zur Verfügung. Ob Dolby A tatsächlich verwendet wurde, wird anhand der ursprünglichen Produktion bestimmt.
Ja. Dolby-SR-codierte analoge Multitracks können über die Dolby MT Series verarbeitet werden, sofern das betreffende Band mit Dolby SR aufgezeichnet wurde.
Ja. dbx Type I und Type II gehören zu den verfügbaren Noise-Reduction-Systemen. Das tatsächlich verwendete Verfahren muss vor dem Transfer korrekt bestimmt werden.
Ja. Telcom C4 gehört zu den verfügbaren professionellen Noise-Reduction-Systemen und kann bei entsprechend codiertem Material berücksichtigt werden.
Bei Fostex-R8-Maschinen können altersbedingt mechanische Kunststoffteile im Inneren verspröden oder brechen. Deshalb ist der technische Zustand einer heute verwendeten Wiedergabemaschine für einen zuverlässigen Archivtransfer besonders wichtig.
Ein bekanntes Altersproblem sind mechanische Kunststoffteile, die mit den Jahren spröde werden und brechen können. Eine äußerlich gut erhaltene Maschine muss deshalb mechanisch nicht automatisch zuverlässig sein.
Kunststoffe und mechanisch belastete Bauteile altern über Jahrzehnte. Dadurch können bestimmte Originalteile verspröden und unter Belastung ausfallen. Für die sichere Wiedergabe historischer Bänder ist eine technisch überholte Maschine daher von Vorteil.
Die für Transfers eingesetzte Fostex R8 ist vollständig revidiert. Kritische mechanische Kunststoffteile wurden auf speziell angefertigte Ersatzteile aus V2A-Edelstahl umgebaut, um typische altersbedingte Ausfälle der Originalteile zu vermeiden.
Der Umbau ersetzt kritische alternde Kunststoffteile durch robuste V2A-Edelstahl-Ersatzteile. Damit werden typische mechanische Schwachstellen alter Fostex-R8-Maschinen beseitigt und die Zuverlässigkeit im Transferbetrieb erhöht.
Die eingesetzte Fostex R8 wurde vollständig revidiert und kritische mechanische Kunststoffkomponenten wurden durch speziell angefertigte V2A-Edelstahlteile ersetzt. Damit ist sie gezielt für einen zuverlässigen regelmäßigen Transferbetrieb vorbereitet.
Historische Bänder sollten möglichst nicht durch vermeidbare Maschinenfehler belastet werden. Eine revidierte Wiedergabemaschine mit erneuerten kritischen Komponenten reduziert das Risiko altersbedingter mechanischer Ausfälle während des Transfers.
Bei Fostex-E8-Bändern muss das tatsächliche 1/4-Zoll-8-Spur-Aufzeichnungsformat und die verwendete Rauschunterdrückung geprüft werden. Wenn die Aufzeichnungsparameter kompatibel sind, kann das Band mit der vorhandenen 1/4-Zoll-8-Spur-Technik übertragen werden.
Nicht allein der Herstellername entscheidet über die Kompatibilität. Spurformat, Bandbreite, Geschwindigkeit, Entzerrung und Rauschunterdrückung müssen zur Wiedergabetechnik passen. Diese Parameter werden bei unbekanntem Material geprüft.
Ja. Ist ein Ampex-Band tatsächlich im passenden 1/4-Zoll-8-Spur-Format aufgenommen, kann es entsprechend übertragen werden. Vor dem Abspielen wird zusätzlich der Zustand des Bandmaterials geprüft.
Ja. Bei älteren Ampex-456-Bändern wird vor dem Abspielen der Bandzustand geprüft. Anschließend wird das tatsächliche Spurformat bestimmt und mit der passenden Maschine übertragen.
Ja. Entscheidend sind das aufgezeichnete Spurformat, die Geschwindigkeit, gegebenenfalls die Rauschunterdrückung und der Zustand des Bandes.
Entscheidend ist nicht nur der Bandhersteller, sondern vor allem das aufgezeichnete Format und der Zustand. Historische Bänder können beispielsweise von Ampex, Quantegy, BASF, AGFA, 3M oder anderen Herstellern stammen.
Sticky Shed Syndrome ist eine altersbedingte Problematik bestimmter Magnetbänder. Betroffene Bänder können beim Abspielen kleben, quietschen oder Abrieb erzeugen. Der Bandzustand wird deshalb vor einer normalen Wiedergabe geprüft.
Nicht jedes alte Band benötigt automatisch eine Behandlung. Bandtyp und Zustand werden geprüft. Zeigt das Material Anzeichen eines behandlungsbedürftigen Bindemittelproblems, erfolgt vor dem Transfer eine geeignete Behandlung.
Ja. Verschmutzungen und Bandabrieb können eine Reinigung erforderlich machen. Reinigung, Behandlung von Sticky Shed Syndrome und Schimmelbehandlung sind unterschiedliche Maßnahmen.
Schimmelbefall muss vor einer normalen Wiedergabe gesondert beurteilt und behandelt werden. Danach kann entschieden werden, wie das Band sicher übertragen wird.
Ja. Gealterte oder gelöste Klebestellen können den Bandlauf gefährden. Notwendige Klebestellen können vor beziehungsweise während der Bearbeitung mit geeignetem Splicing Tape erneuert werden.
Ja. Fehlen Angaben zu Spurzahl, Geschwindigkeit oder Rauschunterdrückung, kann das Band technisch untersucht werden. Gerade bei alten Band-, Demo- und Proberaumarchiven fehlen Unterlagen häufig.
Beschriftungen auf Spule, Bandschachtel oder Track Sheet können auf Fostex R8 beziehungsweise 1/4-Zoll-8-Spur hinweisen. Ohne Dokumentation lässt sich das Format jedoch nicht zuverlässig nur anhand der Spule bestimmen.
Ja. Track Sheets können zeigen, welches Instrument auf welcher Spur liegt und Informationen zu Rauschunterdrückung, Aufnahmeablauf oder weiteren technischen Einstellungen enthalten.
Ja. Historische 1/4-Zoll-8-Spur-Produktionen aus Projektstudios, Homerecording-Setups und Proberäumen können formatgerecht übertragen und als einzelne Tracks archiviert werden.
Ja. Nach dem Transfer liegen die Spuren als digitale Audiodateien vor und können in einer modernen DAW importiert werden. Die synchronen Einzelspuren ermöglichen eine weitere Bearbeitung und Neuabmischung.
Magnetbänder und die dazugehörigen historischen Maschinen altern. Eine fachgerechte Digitalisierung sichert die musikalischen Inhalte und macht die getrennten Spuren wieder unabhängig von alter Wiedergabetechnik nutzbar.
Das Format wurde besonders im semiprofessionellen Bereich, in Projektstudios, im Homerecording und bei Bands eingesetzt. Es ermöglichte acht echte analoge Einzelspuren auf vergleichsweise kompaktem Bandmaterial.
Ja. Produktionen von Bands, Musikern, Projektstudios und Homerecording-Studios können als getrennte, synchron ausgerichtete Spuren digital archiviert werden. Dadurch bleiben sie für spätere Restaurierung und Neuabmischung verfügbar.
Ja. Bänder aus einer Tascam TSR-8 sind typischerweise 1/2-Zoll-8-Spur-Aufnahmen. Für die Wiedergabe steht eine Tascam TSR-8 zur Verfügung, sodass das ursprüngliche Spurformat direkt übertragen werden kann.
Ja. 1/2-Zoll-16-Spur-Bänder aus Tascam MSR-16- beziehungsweise MSR-16S-Produktionen können mit der vorhandenen Tascam MSR-16S übertragen und als 16 getrennte Spuren ausgegeben werden.
Fostex B-16-Aufnahmen gehören zu den historischen 1/2-Zoll-16-Spur-Produktionen. Entscheidend für den Transfer sind das tatsächliche Spurformat sowie Geschwindigkeit, Entzerrung und gegebenenfalls Rauschunterdrückung. Diese Parameter werden vor dem Transfer geprüft.
Auch Fostex E-16-Aufnahmen auf 1/2-Zoll-Band können anhand ihres tatsächlichen 16-Spur-Formats beurteilt und mit kompatibler Wiedergabetechnik übertragen werden. Zusätzlich werden Geschwindigkeit und Noise Reduction berücksichtigt.
Ja, sofern die technischen Aufzeichnungsparameter des Bandes zur vorhandenen Wiedergabetechnik passen. Bei historischen Fostex-16-Spur-Produktionen werden Spurformat, Geschwindigkeit, Entzerrung und Rauschunterdrückung vor dem endgültigen Transfer geprüft.
Ja. Ein Ampex-1/2-Zoll-Band kann entsprechend seinem tatsächlichen Spurformat übertragen werden. Bei 8-Spur erfolgt die Wiedergabe mit der Tascam TSR-8; vor dem Transfer wird außerdem der Zustand des Bandmaterials geprüft.
Ja. Ist das Ampex-Band als 1/2-Zoll-16-Spur aufgenommen, kann es mit der passenden 16-Spur-Technik übertragen werden. Bei älteren Ampex-Bändern wird vor der Wiedergabe zusätzlich der Bandzustand kontrolliert.
Ja. Ampex 456 findet sich häufig in älteren Studio-, Band- und Homerecording-Archiven. Vor der Wiedergabe wird der Bandzustand geprüft und anschließend das tatsächliche Spurformat mit der passenden Maschine übertragen.
Ja. Auch Ampex 499 auf 1/2-Zoll-Band kann nach Prüfung von Bandzustand und Aufzeichnungsformat digitalisiert werden. Für die Maschinenwahl ist die tatsächliche Spurzahl entscheidend.
Ja. 1/2-Zoll-Bänder von Quantegy können nach Prüfung des Bandzustands und der technischen Aufzeichnungsparameter formatgerecht digitalisiert werden.
Entscheidend sind Spurformat, Aufzeichnungsparameter und Zustand des Bandes. Historische 1/2-Zoll-Bänder können beispielsweise von Ampex, Quantegy, 3M, BASF, AGFA oder anderen Herstellern stammen.
1/2-Zoll-8-Spur ermöglichte Musikern und kleineren Studios echte Mehrspuraufnahmen auf relativ kompakter analoger Technik. Dadurch konnten Instrumente und Stimmen getrennt aufgenommen und später gemischt werden.
16 Spuren auf 1/2-Zoll-Band boten deutlich mehr Möglichkeiten für Arrangement und Overdubs, ohne die großen professionellen 1- oder 2-Zoll-Systeme vorauszusetzen. Das Format wurde deshalb für Projektstudios, Musiker und kleinere Tonstudios interessant.
Ja. Eine auf einer Tascam TSR-8 erstellte 1/2-Zoll-Demoaufnahme kann als acht getrennte Audiospuren digitalisiert werden. Dadurch ist eine neue Mischung der ursprünglichen Aufnahme möglich.
Ja. Eine historische 1/2-Zoll-16-Spur-Produktion kann spurgetrennt übertragen werden. Damit stehen die ursprünglichen Einzelspuren für Archivierung, Restaurierung oder eine neue Mischung wieder digital zur Verfügung.
Wenn die Instrumente ursprünglich auf getrennten Spuren aufgenommen wurden, werden sie beim Multitracktransfer auch als getrennte Audiodateien ausgegeben. Welche Signale auf den einzelnen Tracks liegen, hängt von der damaligen Aufnahme ab.
Ja. Analoge Multitrackaufnahmen werden standardmäßig als gleich lange und synchron ausgerichtete Einzelspuren ausgegeben. Sie können anschließend gemeinsam in einer DAW geladen werden.
Ja. Die getrennten und synchron ausgerichteten Dateien eignen sich für eine neue Mischung in einer modernen DAW. Lautstärken, Panorama, Effekte und weitere Bearbeitungen können dadurch neu gestaltet werden.
Ja. Ein spurgetrennter Transfer ist eine gute Grundlage für Remix, Restaurierung, Neuabmischung und Archivierung, weil die ursprünglichen Einzelspuren erhalten bleiben.
Für 1/2-Zoll-8-Spur mit der Tascam TSR-8 ist 15 IPS eine typische Geschwindigkeit. Die tatsächliche Aufzeichnung wird vor dem Transfer anhand der vorhandenen Informationen und des Bandes geprüft.
Für 1/2-Zoll-16-Spur mit der Tascam MSR-16S ist 15 IPS die typische Geschwindigkeit. Die korrekte Geschwindigkeit muss der ursprünglichen Aufnahme entsprechen.
15 IPS bedeutet 15 inches per second und entspricht ungefähr 38 cm/s Bandgeschwindigkeit. Die richtige Geschwindigkeit ist für Tonhöhe, Laufzeit und korrekte Wiedergabe entscheidend.
IEC und NAB bezeichnen Entzerrungsstandards der analogen Bandaufzeichnung. Die Wiedergabe muss zur ursprünglichen Aufnahme passen, da eine falsche Entzerrung den Frequenzgang verändert.
Ja. dbx Type I gehört zu den unterstützten Noise-Reduction-Systemen. Gerade bei semiprofessionellen Multitrackproduktionen ist die korrekte Bestimmung des ursprünglich verwendeten Rauschunterdrückungsverfahrens wichtig.
Ja. dbx Type I kann bei entsprechend codierten 1/2-Zoll-Multitracks berücksichtigt werden. Das verwendete System muss zur ursprünglichen Aufnahme passen und wird nicht durch ein beliebiges anderes Noise-Reduction-Verfahren ersetzt.
Ja. Für professionelle analoge Multitrackaufnahmen mit Dolby A steht die Dolby MT Series zur Verfügung. Die Decodierung wird passend zur ursprünglichen Aufzeichnung in den Wiedergabeweg integriert.
Ja. Dolby-SR-codierte analoge Multitracks können mit der Dolby MT Series verarbeitet werden. Referenzpegel und korrekte Einmessung sind für eine technisch richtige Decodierung wichtig.
Ja. Dolby S und Dolby C gehören zu den verfügbaren Rauschunterdrückungssystemen. Die passende Hardware-Decodierung wird anhand des ursprünglichen Aufzeichnungssystems ausgewählt.
Ja. Telcom C4 gehört zu den unterstützten Noise-Reduction-Systemen und kann bei entsprechend codierten historischen Aufnahmen berücksichtigt werden.
Fehlen Angaben, werden Bandschachtel, Track Sheet, Referenztöne und das Wiedergabeverhalten geprüft. Eine falsche Rauschunterdrückung kann den Klang deutlich verändern und sollte deshalb nicht einfach angenommen werden.
Ja. Für die Tascam TSR-8 steht ein Adam Smith Zeta Three Synchronizer zur Verfügung. Vorhandener SMPTE-Timecode kann ausgewertet und für einen synchronisierten Slave-Transfer genutzt werden.
Ja. Für die Tascam MSR-16S kann der Adam Smith Zeta Three im SMPTE-Workflow eingesetzt werden. Dies ist wichtig, wenn bei der ursprünglichen Produktion weitere Geräte zeitlich gekoppelt waren.
Beim SMPTE-Slave-Transfer wird der Timecode des Originalbandes ausgewertet und bei Bedarf reshaped. Die Bandmaschine folgt über den Synchronizer der DAW, sodass Laufzeit- und Geschwindigkeitsabweichungen der ursprünglichen Aufnahme berücksichtigt werden.
Vorhandene Timecode-Informationen können in den Transfer einbezogen und in BWF-Metadaten übernommen werden. Dies erleichtert die spätere Rekonstruktion oder Synchronisation historischer Produktionen.
Für analoge Multitrackformate wird der RME M-32 AD Pro II eingesetzt. Er übernimmt die Mehrkanal-A/D-Wandlung der getrennten Spuren.
Für hochwertige Archivierung und Weiterbearbeitung werden Broadcast-WAV-Dateien verwendet. Standardmäßig sind 24 Bit und 96 kHz vorgesehen; auf Wunsch ist auch 24 Bit und 192 kHz möglich.
Ja. 24 Bit und 96 kHz sind ein hochauflösendes Format für die Archivierung und weitere Bearbeitung analoger Mehrspuraufnahmen.
Ja. Auf Wunsch kann der Transfer auch mit 24 Bit und 192 kHz erfolgen. Das gewünschte Lieferformat wird vor der Digitalisierung festgelegt.
Sticky Shed Syndrome ist eine altersbedingte Problematik bestimmter Magnetbänder. Betroffene Bänder können beim Abspielen kleben, quietschen oder starken Abrieb erzeugen und müssen vor einer normalen Wiedergabe geprüft werden.
Nicht jedes Band wird pauschal behandelt. Ampex 456 wird vor dem Transfer sorgfältig auf seinen Zustand geprüft. Zeigt das Material Anzeichen eines behandlungsbedürftigen Bindemittelproblems, erfolgt vor der Wiedergabe eine geeignete Behandlung.
Ja. Verschmutzung oder Bandabrieb kann eine Reinigung erforderlich machen. Reinigung, Behandlung von Sticky Shed Syndrome und Schimmelbehandlung sind unterschiedliche Maßnahmen und werden nach dem tatsächlichen Zustand ausgewählt.
Schimmelbefall muss vor einer normalen Wiedergabe gesondert beurteilt und behandelt werden. Danach kann entschieden werden, wie das Band sicher weiterverarbeitet und digitalisiert wird.
Ja. Gealterte oder gelöste Klebestellen können den Bandlauf gefährden. Notwendige Klebestellen können mit geeignetem Splicing Tape erneuert werden.
Ja. Wenn Spurzahl, Geschwindigkeit, Entzerrung oder Rauschunterdrückung unbekannt sind, kann das Band technisch untersucht werden. Gerade bei alten Band- und Homerecording-Archiven fehlen Unterlagen häufig.
Die Spurzahl lässt sich nicht zuverlässig nur anhand der Spule erkennen. Hinweise liefern Beschriftung, Track Sheets und die ursprünglich verwendete Maschine. Fehlen diese Informationen, wird das Band technisch analysiert.
Auf 1/2-Zoll-Band existieren unterschiedliche Spurformate. Kopfgeometrie, Geschwindigkeit, Entzerrung und gegebenenfalls Rauschunterdrückung müssen zur ursprünglichen Aufnahme passen. Eine beliebige 1/2-Zoll-Maschine ist deshalb nicht automatisch für jedes Band geeignet.
Ja. Track Sheets können Spurbelegung, Geschwindigkeit, Noise Reduction, Timecode und weitere Produktionsdaten dokumentieren. Wenn solche Unterlagen vorhanden sind, sollten sie zusammen mit dem Band bereitgestellt werden.
Ja. 1/2-Zoll-Mehrspurbänder aus Band-, Musiker-, Homerecording- und Studioarchiven können technisch analysiert und formatgerecht übertragen werden. Dabei werden Spurformat, Bandzustand, Geschwindigkeit, Entzerrung, Noise Reduction und gegebenenfalls SMPTE berücksichtigt.
Ein 1/2-Zoll-Multitrack-Tonband ist ein analoges Magnetband mit 1/2 Zoll Bandbreite, auf dem mehrere getrennte Audiospuren aufgezeichnet werden. Das Format war besonders in Homerecording-Studios, Proberäumen, kleineren Tonstudios und bei semiprofessionellen Bandproduktionen verbreitet.
Ja. 1/2-Zoll-8-Spur-Aufnahmen werden mit der Tascam TSR-8 wiedergegeben. Die acht Spuren werden über den RME M-32 AD Pro II digitalisiert und als synchron ausgerichtete Einzelspuren ausgegeben.
Ja. 1/2-Zoll-16-Spur-Aufnahmen werden mit der Tascam MSR-16S wiedergegeben. Die 16 Spuren werden über den RME M-32 AD Pro II digitalisiert und synchron als einzelne Audiodateien bereitgestellt.
Ja. Für 1/2-Zoll-4-Spur steht die Studer A80 MKI zur Verfügung. Die Mehrkanal-A/D-Wandlung erfolgt über den RME M-32 AD Pro II.
Ja. Gerade 1/2-Zoll-8-Spur-Bänder wurden häufig für Band-, Demo-, Proberaum- und Studioproduktionen verwendet. Die einzelnen Spuren können getrennt digitalisiert werden, sodass eine spätere Neuabmischung möglich ist.
Ja. 1/2-Zoll-16-Spur war ein wichtiges Format für semiprofessionelle Studios und Musiker. Mit der Tascam MSR-16S können solche Produktionen spurgetrennt digitalisiert und anschließend in einer modernen DAW weiterbearbeitet werden.
Ja. Viele Bands nutzten 1/2-Zoll-Multitracktechnik für Proberaum-, Demo- und Eigenproduktionen. Auch solche Aufnahmen können formatgerecht übertragen und als getrennte Spuren archiviert werden.
Ja. 1/2-Zoll-8- und 16-Spur-Maschinen waren im Homerecording- und Projektstudio-Bereich verbreitet. Die Originalspuren können digital gesichert und für eine neue Mischung bereitgestellt werden.
1/2 Zoll bezeichnet die Bandbreite und 8 Spur die Anzahl der getrennten Aufnahmespuren. Auf diesen acht Spuren konnten beispielsweise Schlagzeug, Bass, Gitarren, Keyboards und Gesang getrennt aufgenommen werden.
Bei 1/2 Zoll 16 Spur befinden sich 16 getrennte Audiospuren auf einem 1/2 Zoll breiten Magnetband. Das Format ermöglichte auch kleineren Studios und Bands umfangreiche Mehrspurproduktionen.
Für 1/2-Zoll-8-Spur wird die Tascam TSR-8 eingesetzt. Die typische Geschwindigkeit beträgt 15 IPS. Für die A/D-Wandlung der acht Spuren steht der RME M-32 AD Pro II zur Verfügung.
Für 1/2-Zoll-16-Spur wird die Tascam MSR-16S eingesetzt. Die typische Geschwindigkeit beträgt 15 IPS. Die Mehrkanal-A/D-Wandlung erfolgt über den RME M-32 AD Pro II.
Für 1/2-Zoll-4-Spur steht die Studer A80 MKI zur Verfügung. Dieses Format gehört zu den professionelleren Anwendungen des 1/2-Zoll-Bandes.
Ein 1-Zoll-Multitrack-Tonband ist ein analoges Magnetband mit 1 Zoll Bandbreite, auf dem mehrere getrennte Audiospuren aufgezeichnet werden. Das Format wurde sowohl in professionellen Studios als auch bei semiprofessionellen Musik- und Bandproduktionen eingesetzt.
Ja. 1-Zoll-16-Spur-Tonbänder werden mit einer Tascam MS-16 wiedergegeben. Die einzelnen Spuren werden synchron über den RME M-32 AD Pro II digitalisiert.
Ja. Für 1-Zoll-8-Spur-Aufnahmen wird die Studer A80 MKI mit dem zum Spurformat passenden Kopfträger beziehungsweise Kopfsatz verwendet. Die Digitalisierung erfolgt mehrkanalig über den RME M-32 AD Pro II.
Ja. 1-Zoll-4-Spur-Bänder können mit der Studer A80 MKI und dem passenden Kopfträger beziehungsweise Kopfsatz wiedergegeben werden. Die A/D-Wandlung erfolgt über den RME M-32 AD Pro II.
Ja. 1-Zoll-24-Spur-Aufnahmen werden mit der Tascam MSR-24S wiedergegeben. Unterstützt werden 7,5 und 15 IPS. Die einzelnen Spuren werden über den RME M-32 AD Pro II digitalisiert.
Ja. Gerade 1-Zoll-16-Spur-Bänder stammen häufig aus Band-, Demo- und Studioproduktionen. Das Original-Multitrack wird spurgetrennt digitalisiert, sodass die einzelnen Instrumente und Stimmen anschließend wieder in einer DAW gemischt werden können.
Ja. Ein 1-Zoll-8-Spur-Band kann als acht getrennte, synchron ausgerichtete Audiospuren übertragen werden. Damit bleibt die Mehrspurproduktion für eine neue Mischung oder Archivierung erhalten.
Ja. 1-Zoll-Mehrspurtechnik wurde nicht nur von großen Studios verwendet. Auch kleinere Studios, Musiker und Bands arbeiteten mit 8-, 16- oder 24-Spur-Systemen. Entscheidend sind Bandbreite, Spurformat, Geschwindigkeit, Entzerrung, Rauschunterdrückung und Bandzustand.
1 Zoll bezeichnet die Bandbreite und 16 Spur die Anzahl der getrennten Aufnahmespuren. Eine typische 1-Zoll-16-Spur-Produktion kann beispielsweise Schlagzeug, Bass, Gitarren, Keyboards und Gesang auf getrennten Spuren enthalten.
Bei 1 Zoll 8 Spur befinden sich acht getrennte Audiospuren auf einem 1 Zoll breiten analogen Magnetband. Das Format wurde für Mehrspuraufnahmen verwendet und erlaubt nach der Digitalisierung wieder den Zugriff auf die einzelnen Spuren.
1 Zoll 24 Spur bezeichnet ein analoges Multitrackformat mit 24 getrennten Spuren auf einem 1 Zoll breiten Band. Für dieses Format wird bei Tonband-digitalisieren.de die Tascam MSR-24S eingesetzt.
Ja. Ein 1-Zoll-Band von Ampex kann entsprechend seinem tatsächlichen Spurformat digitalisiert werden. Bei einem 16-Spur-Master erfolgt die Wiedergabe mit der Tascam MS-16. Vor dem Transfer wird zusätzlich der Zustand des Bandmaterials geprüft.
Ja. Ist das Ampex-Band ein 1-Zoll-16-Spur-Multitrack, wird es mit der passenden 16-Spur-Maschine übertragen. Bei älteren Ampex-Bändern wird vor der Wiedergabe außerdem geprüft, ob eine Bandbehandlung erforderlich ist.
Ja. Ampex 456 ist häufig in historischen Studioarchiven zu finden. Vor dem Abspielen wird der Bandzustand geprüft, da ältere Bänder behandlungsbedürftig sein können. Anschließend wird das tatsächliche Spurformat mit der passenden Maschine übertragen.
Ja. Auch Ampex 499 auf 1-Zoll-Spulen kann nach Prüfung von Bandzustand, Spurformat und Aufzeichnungsparametern digitalisiert werden. Maßgeblich für die Maschinenwahl ist die tatsächliche Spurzahl.
Ja. 1-Zoll-Bänder von Quantegy können als Multitrackmaterial digitalisiert werden. Vor dem Transfer werden Bandzustand und technisches Format geprüft und anschließend die passende Wiedergabemaschine gewählt.
Entscheidend ist nicht allein der Hersteller, sondern das aufgezeichnete Format und der Zustand des Bandes. Historische 1-Zoll-Bänder können beispielsweise von Ampex, Quantegy, 3M, BASF, AGFA oder anderen Herstellern stammen.
Für 1-Zoll-16-Spur wird die Tascam MS-16 eingesetzt. Die typische Bandgeschwindigkeit beträgt 15 IPS. Für die Mehrkanal-A/D-Wandlung steht der RME M-32 AD Pro II zur Verfügung.
Für 1-Zoll-24-Spur wird die Tascam MSR-24S eingesetzt. Sie unterstützt in diesem Transfer-Setup 7,5 und 15 IPS. Die A/D-Wandlung erfolgt über den RME M-32 AD Pro II.
Für 1-Zoll-8-Spur wird die Studer A80 MKI mit einem zum Format passenden Kopfträger beziehungsweise Kopfsatz verwendet. Dadurch kann das Band mit der für seine Spurbreite vorgesehenen Kopfkonfiguration wiedergegeben werden.
Für 1-Zoll-4-Spur steht die Studer A80 MKI zur Verfügung. Für dieses Format ist ein entsprechender Kopfträger- beziehungsweise Kopfsatzwechsel erforderlich.
Die Spurbreite und Spurlage unterscheiden sich je nach Multitrackformat. Für eine technisch korrekte Wiedergabe muss deshalb eine zur ursprünglichen Aufzeichnung passende Kopfkonfiguration verwendet werden.
Die Geschwindigkeit hängt vom jeweiligen Spurformat und der ursprünglichen Produktion ab. Im vorhandenen Maschinenpark sind für 1-Zoll-16-Spur typischerweise 15 IPS und für 1-Zoll-24-Spur 7,5 beziehungsweise 15 IPS vorgesehen. 1-Zoll-4- und 8-Spur werden formatabhängig auf der Studer A80 MKI verarbeitet.
IPS bedeutet inches per second und bezeichnet die Bandgeschwindigkeit. 7,5 IPS entsprechen etwa 19 cm/s, 15 IPS etwa 38 cm/s. Die korrekte Geschwindigkeit muss bei der Wiedergabe dem Original entsprechen.
IEC, CCIR und NAB bezeichnen Wiedergabe- beziehungsweise Entzerrungsstandards. Welcher Standard relevant ist, hängt von der ursprünglichen Aufnahme und dem jeweiligen Format ab. Eine falsche Entzerrung verändert den Frequenzgang.
Ja. Analoge Multitrackaufnahmen werden standardmäßig als gleich lange, synchron ausgerichtete Einzelspuren ausgegeben. Dadurch können die Tracks anschließend in einer DAW wieder gemeinsam geladen und neu gemischt werden.
Ja. Die getrennten, synchron ausgerichteten Audiodateien eignen sich für eine neue Mischung in einer DAW. Damit können beispielsweise Lautstärken, Panorama, Effekte und Bearbeitung neu vorgenommen werden, ohne den historischen Mix übernehmen zu müssen.
Ja. Wenn die ursprünglichen Einzelspuren erhalten sind, ist ein Multitracktransfer eine geeignete Grundlage für Remix, Restaurierung, Neuabmischung oder Archivierung. Die Spuren bleiben dabei getrennt und zeitlich zueinander ausgerichtet.
Für hochwertige Archiv- und Weiterverarbeitungszwecke werden Broadcast-WAV-Dateien verwendet. Standardmäßig sind 24 Bit und 96 kHz vorgesehen; auf Wunsch ist auch eine Digitalisierung mit 192 kHz möglich.
Ja. 24 Bit und 96 kHz sind ein geeignetes hochauflösendes Lieferformat für die weitere Bearbeitung und Archivierung analoger Mehrspuraufnahmen.
Ja. Auf Wunsch kann die Digitalisierung auch mit 24 Bit und 192 kHz erfolgen. Das gewünschte Lieferformat kann vor dem Transfer festgelegt werden.
Für analoge Multitrackformate wird der RME M-32 AD Pro II als Mehrkanal-A/D-Wandler eingesetzt. Damit können die Spuren hochwertig in den digitalen Produktions- und Archivierungsworkflow übernommen werden.
Ja. Für Tascam-Multitrackmaschinen steht ein Adam Smith Zeta Three Synchronizer zur Verfügung. Vorhandener SMPTE-Timecode kann ausgewertet und für einen synchronisierten Slave-Transfer genutzt werden.
Ja. Die Tascam MSR-24S kann im entsprechenden Workflow mit dem Adam Smith Zeta Three synchronisiert werden. Das ist besonders relevant, wenn die ursprüngliche Produktion mit weiteren Bandmaschinen, Sequencern, MIDI- oder Videosystemen gekoppelt war.
Beim SMPTE-Slave-Transfer wird der Timecode des Originalbandes ausgewertet und bei Bedarf reshaped. Die Bandmaschine folgt über den Synchronizer als Slave der DAW. Dadurch werden Laufzeit- und Geschwindigkeitsabweichungen der ursprünglichen Aufnahme berücksichtigt.
Vorhandene Timecode-Informationen können bei Multitracktransfers in die zeitliche Referenz der Dateien einbezogen und in BWF-Metadaten übernommen werden. Das ist für spätere Synchronisation und Rekonstruktion historischer Produktionen wichtig.
Ja. Für analoge Multitrackaufnahmen mit Dolby A steht die professionelle Dolby MT Series zur Verfügung. Das Noise-Reduction-System wird entsprechend der ursprünglichen Aufzeichnung in den Wiedergabeweg einbezogen.
Ja. Dolby-SR-codierte analoge Multitracks können über die Dolby MT Series decodiert werden. Eine korrekte Zuordnung und Einmessung ist für die Wiedergabe entscheidend.
Ja. dbx Type I gehört zu den unterstützten Noise-Reduction-Systemen. Vor dem Transfer muss geklärt beziehungsweise technisch bestimmt werden, ob das Original tatsächlich mit dbx Type I aufgezeichnet wurde.
Ja. Dolby S und Dolby C gehören zu den verfügbaren Noise-Reduction-Systemen. Die passende Hardware-Decodierung wird anhand des Bandformats und des ursprünglich verwendeten Aufzeichnungssystems ausgewählt.
Ja. Telcom C4 gehört zu den unterstützten professionellen Rauschunterdrückungssystemen. Bei entsprechend codierten Bändern wird das Verfahren bei der Wiedergabe berücksichtigt.
Fehlen Angaben zu Dolby, dbx oder Telcom C4, werden vorhandene Beschriftungen, Track Sheets, Referenztöne und das Wiedergabeverhalten geprüft. Ein falsches Noise-Reduction-System würde den Klang deutlich verändern und darf nicht einfach angenommen werden.
Sticky Shed Syndrome ist eine altersbedingte Problematik bestimmter Magnetbänder, bei der die Binderschicht Feuchtigkeit aufgenommen hat und das Band beim Abspielen kleben, quietschen oder starken Abrieb erzeugen kann. Der Zustand muss vor der Wiedergabe geprüft werden.
Nicht jedes Ampex-Band benötigt automatisch eine Behandlung. Der Bandtyp und der konkrete Zustand werden vor dem Abspielen geprüft. Zeigt das Material Anzeichen eines behandlungsbedürftigen Bindemittelproblems, erfolgt vor dem Transfer eine geeignete Bandbehandlung.
Ja. Verschmutzungen und Bandabrieb können eine Reinigung erforderlich machen. Reinigung, Behandlung von Sticky Shed Syndrome und Schimmelbehandlung sind unterschiedliche Maßnahmen und werden nach dem tatsächlichen Zustand des Bandes ausgewählt.
Schimmelbefall muss vor einer normalen Wiedergabe gesondert behandelt werden. Erst nach Beurteilung und geeigneter Behandlung wird entschieden, wie das Band sicher weiterverarbeitet und digitalisiert werden kann.
Alternde Klebestellen können sich lösen oder beim Bandlauf Probleme verursachen. Notwendige Klebestellen können vor beziehungsweise während der Bearbeitung mit geeignetem Splicing Tape erneuert werden.
Ja. Wenn Spurzahl, Geschwindigkeit, Entzerrung oder Rauschunterdrückung nicht dokumentiert sind, kann das Band technisch untersucht werden. Gerade bei alten Bandarchiven fehlen Beschriftungen und Track Sheets häufig.
Die Spurzahl lässt sich nicht zuverlässig allein an der Spule erkennen. Hinweise liefern Beschriftungen, Track Sheets und die ursprüngliche Studiotechnik. Fehlen diese Angaben, wird das Band mit geeigneter Technik analysiert.
Ja. Tascam war bei semiprofessionellen und professionellen 1-Zoll-Mehrspurformaten weit verbreitet. Für 1-Zoll-16-Spur steht eine Tascam MS-16 und für 1-Zoll-24-Spur eine Tascam MSR-24S zur Verfügung.
Grundsätzlich ist bei einem 1-Zoll-Band das tatsächlich aufgezeichnete Spurformat entscheidend, nicht nur der Hersteller der ursprünglichen Maschine. Vor dem Transfer werden Spurzahl und Aufzeichnungsparameter bestimmt und die passende Wiedergabetechnik gewählt.
Ja, sofern das aufgezeichnete Spurformat mit der vorhandenen Wiedergabetechnik kompatibel ist. Bei historischen Otari-Produktionen werden deshalb Spurzahl, Geschwindigkeit, Entzerrung und gegebenenfalls Rauschunterdrückung geprüft.
Ja. Alte Demo-, Proberaum- und Studioproduktionen auf 1-Zoll-Multitrack können als getrennte Spuren übertragen werden. Das ist besonders sinnvoll, wenn kein brauchbarer Stereomix mehr existiert oder die Aufnahme neu gemischt werden soll.
Ja. Nach einer spurgetrennten Digitalisierung können die einzelnen Tracks einer 16-Spur-Produktion wieder in einer modernen DAW angeordnet und neu gemischt werden. Die Originalaufnahme auf Band bleibt dabei unverändert.
Wenn diese Signale ursprünglich auf getrennten Spuren aufgenommen wurden, werden sie beim Multitracktransfer auch als getrennte Audiodateien ausgegeben. Welche Instrumente auf welchen Spuren liegen, hängt von der ursprünglichen Aufnahme ab.
1-Zoll-Bänder existieren mit unterschiedlichen Spurkonfigurationen. Kopfgeometrie, Geschwindigkeit, Entzerrung und gegebenenfalls Noise Reduction müssen zur ursprünglichen Aufnahme passen. Eine beliebige 1-Zoll-Maschine ist deshalb nicht automatisch für jedes 1-Zoll-Band geeignet.
Für einen professionellen Transfer werden die technischen Parameter des Kundenbandes berücksichtigt. Referenz- und Pegeltöne sowie vorhandene Dokumentation sind dabei besonders hilfreich, um die Wiedergabe an die ursprüngliche Aufnahme anzupassen.
Ja. Track Sheets können Spurbelegung, Geschwindigkeit, Rauschunterdrückung, Timecode und weitere Produktionsdaten dokumentieren. Sie sollten zusammen mit dem Band eingesendet werden, wenn sie noch vorhanden sind.
Ja. 1-Zoll-Mehrspurbänder aus Studio-, Musiker-, Band- und Produktionsarchiven können technisch analysiert und formatgerecht übertragen werden. Dabei werden Spurformat, Bandzustand, Geschwindigkeit, Entzerrung, Noise Reduction und gegebenenfalls SMPTE berücksichtigt.
Für Remastering, Reissues und Archivprojekte sollte das digitale Ausgangsmaterial die ursprüngliche Aufnahme technisch möglichst korrekt wiedergeben. Eine falsche oder fehlende Dolby-Decodierung würde bereits vor dem eigentlichen Mastering Frequenzgang und Dynamik verändern.
Dolby bezeichnet verschiedene Rauschunterdrückungsverfahren für analoge Magnetbandaufzeichnungen. Bei der Digitalisierung muss ein mit Dolby codiertes Band mit dem passenden Verfahren und korrekt eingestelltem Referenzpegel decodiert werden, damit Klangbalance und Dynamik der ursprünglichen Aufnahme erhalten bleiben.
Dolby A und Dolby SR sind professionelle Rauschunterdrückungssysteme für Studio-, Master- und Multitrackbänder. Dolby SR ist die spätere Entwicklung. Entscheidend ist, dass das bei der Aufnahme verwendete Verfahren auch bei der Wiedergabe eingesetzt wird.
Dolby A ist ein professionelles Mehrband-Rauschunterdrückungsverfahren, das in Tonstudios, Rundfunkanstalten sowie bei Master- und Multitrackproduktionen eingesetzt wurde. Ein Dolby-A-codiertes Band muss für eine korrekte Wiedergabe entsprechend decodiert werden.
Dolby SR steht für Spectral Recording und ist ein professionelles analoges Rauschunterdrückungsverfahren. Es wurde bei hochwertigen Studio-, Master- und Multitrackproduktionen eingesetzt und benötigt bei der Wiedergabe eine passende Dolby-SR-Decodierung.
Dolby B, C und S sind weitere analoge Rauschunterdrückungsverfahren. Wurde eine Aufnahme mit einem dieser Verfahren codiert, muss bei der Digitalisierung das passende Verfahren berücksichtigt werden.
Hinweise können Beschriftungen auf Bandschachtel, Track Sheet oder Masterdokumentation sowie Referenz- und Testtöne auf dem Band liefern. Fehlen diese Informationen, werden Band, Aufnahme und vorhandene Pegeltöne vor der Digitalisierung technisch beurteilt.
Eine vorhandene Dokumentation oder eindeutige Beschriftung ist die beste Grundlage. Zusätzlich können Referenztöne und das Wiedergabeverhalten Hinweise geben. Bei nicht dokumentierten Masterbändern wird das verwendete Rauschunterdrückungsverfahren vor dem endgültigen Transfer geprüft.
Eine Dolby-codierte Aufnahme ist für die Wiedergabe durch den zugehörigen Decoder vorgesehen. Ohne korrekte Decodierung entsprechen Klangbalance und Dynamik nicht dem ursprünglich vorgesehenen Signal.
Ein falsches Dolby-Verfahren oder eine fehlerhafte Pegeleinstellung kann Frequenzgang und Dynamik hörbar verändern. System und Referenzpegel müssen daher zur ursprünglichen Aufnahme passen.
Dolby-Systeme verändern bei der Aufnahme definierte Signalanteile und machen diese Veränderung bei der korrekten Wiedergabe wieder rückgängig. Ohne notwendige Decodierung kann die Aufnahme deshalb unnatürlich hell beziehungsweise dynamisch verändert erscheinen.
Wird ein nicht passendes Dolby-Verfahren verwendet oder stimmt die Pegelreferenz nicht, arbeitet die Decodierung nicht entsprechend der ursprünglichen Codierung. Das kann Klangbalance und Dynamik deutlich verändern.
Ein Dolby Tone ist ein Referenzton zur korrekten Einstellung der Dolby-Wiedergabekette. Bei professionellen Master- und Multitrackbändern sind solche Referenzen besonders wichtig, weil der Decoder auf den zur Aufnahme passenden Pegel abgeglichen werden muss.
Dolby-Rauschunterdrückung arbeitet pegelabhängig. Eine falsche Referenzeinstellung kann dazu führen, dass der Decoder anders arbeitet als bei der ursprünglichen Aufnahme vorgesehen. Vorhandene Referenztöne werden deshalb bei professionellen Transfers ausgewertet.
Fehlt ein eindeutiger Dolby-Referenzton, müssen vorhandene Dokumentation, weitere Testtöne und das Programmmaterial beurteilt werden. Bei historischen Masterbändern ist deshalb eine technische Analyse vor dem endgültigen Transfer sinnvoll.
Bandmaschine und Dolby-System bilden bei einer Dolby-codierten Aufnahme eine zusammenhängende Wiedergabekette. Wiedergabepegel, Entzerrung und Dolby-Referenz müssen korrekt auf das Band abgestimmt sein.
Für professionelle Dolby-A- und Dolby-SR-Aufnahmen steht Original-Dolby-Hardware zur Verfügung. Stereo-Master können über Dolby 363 verarbeitet werden; für analoge Multitrackproduktionen steht die Dolby MT Series zur Verfügung.
Dolby 363 ist professionelle Dolby-Hardware für Studioanwendungen. Bei Tonband-digitalisieren.de wird sie im Signalweg von Stereo-Mastern eingesetzt, wenn eine entsprechende Dolby-A- oder Dolby-SR-Decodierung erforderlich ist.
Die Dolby MT Series ist für professionelle Multitrackanwendungen ausgelegt und ermöglicht die Dolby-A- beziehungsweise Dolby-SR-Decodierung mehrerer Spuren einer analogen Mehrspurproduktion.
Ja. Für professionelle analoge Multitrackproduktionen steht die Dolby MT Series zur Verfügung. Dadurch kann eine Dolby-A- oder Dolby-SR-codierte Mehrspurproduktion im passenden professionellen Signalweg übertragen werden.
Ja. 2-Zoll-24-Spur-Master werden auf der Studer A827 wiedergegeben. Für Dolby-A-codierte Multitrackaufnahmen steht die Dolby MT Series zur Verfügung; die Mehrkanal-A/D-Wandlung erfolgt über den RME M-32 AD Pro II.
Ja. Dolby-SR-codierte 2-Zoll-24-Spur-Master können mit der Studer A827 und der professionellen Dolby MT Series verarbeitet werden. Die Spuren werden anschließend über den RME M-32 AD Pro II digitalisiert.
Ja. Auch 2-Zoll-16-Spur-Material kann mit der Studer A827 und dem entsprechenden 16-Spur-Kopfsatz verarbeitet werden. Dolby A beziehungsweise Dolby SR wird über die professionelle Multitrack-Dolby-Hardware berücksichtigt.
Ja. Professionelle 1-Zoll-Multitrackproduktionen mit Dolby A oder Dolby SR können entsprechend ihrer Spurkonfiguration wiedergegeben und mit der passenden Dolby-Decodierung übertragen werden.
Ja. Auch Dolby-codierte 1/2-Zoll-Mehrspurproduktionen können mit dem passenden Wiedergabeformat und der entsprechenden Rauschunterdrückung digitalisiert werden. Vor dem Transfer werden Spurformat, Geschwindigkeit, Entzerrung und Noise Reduction bestimmt.
Ja. 1/2-Zoll-High-Speed-Stereo-Master werden auf der Studer A80 HC wiedergegeben. Für Dolby A beziehungsweise Dolby SR steht professionelle Dolby-Hardware zur Verfügung; die Stereo-A/D-Wandlung erfolgt über Prism Sound Lyra 2.
Ja. 1/4-Zoll-Stereo-Master werden auf der Studer A80 MKII wiedergegeben. Bei Dolby-A- oder Dolby-SR-codierten Masterbändern erfolgt die Decodierung über professionelle Dolby-Hardware; gewandelt wird über Prism Sound Lyra 2.
Ja. Dolby A gehört zu den klassischen professionellen Rauschunterdrückungssystemen, die bei Studio-, Master- und Multitrackproduktionen eingesetzt wurden. Entsprechende Kennzeichnungen finden sich daher auf historischen Masterbändern und Track Sheets.
Ja. Dolby SR wurde im professionellen Studiobereich für hochwertige analoge Aufzeichnungen eingesetzt. Bei der Archivierung solcher Mastertapes muss die SR-Codierung bei der Wiedergabe korrekt berücksichtigt werden.
Bei ungewöhnlich dokumentierten oder nachträglich veränderten Produktionen können Besonderheiten in der Spurbelegung vorkommen. Track Sheets und technische Notizen sind deshalb wichtig; unklare Multitrackbänder werden vor dem endgültigen Transfer analysiert.
Die Kennzeichnung bedeutet, dass die Aufnahme mit Dolby A codiert wurde und für eine korrekte Wiedergabe mit dem entsprechenden Dolby-A-Verfahren decodiert werden soll.
Die Kennzeichnung weist darauf hin, dass das Band mit Dolby SR aufgenommen wurde. Beim professionellen Transfer muss deshalb eine passende SR-Decodierung in der analogen Wiedergabekette erfolgen.
Ja. Bei älteren Archiven fehlen Bandschachteln, Track Sheets oder technische Angaben gelegentlich. Unbekannte Bänder werden deshalb nicht ausschließlich anhand ihrer Beschriftung beurteilt, sondern technisch untersucht.
Ja. Referenz- und Testtöne sind bei professionellen Masterbändern besonders wertvoll. Sie können bei der Einstellung von Wiedergabepegel und Bandmaschine sowie bei der Beurteilung der Rauschunterdrückung helfen.
Dolby A und dbx Type I beziehungsweise Type II sind unterschiedliche Rauschunterdrückungssysteme und nicht untereinander austauschbar. Das tatsächlich verwendete Verfahren muss vor dem Transfer bestimmt werden.
Dolby SR und Telcom C4 sind unterschiedliche professionelle Rauschunterdrückungsverfahren. Ein Telcom-C4-codiertes Band benötigt eine passende Telcom-Decodierung; Dolby SR kann diese nicht ersetzen.
Beschriftungen, Track Sheets, Referenztöne und weitere technische Hinweise können die Bestimmung ermöglichen. Fehlt die Dokumentation, wird das Band vor dem endgültigen Transfer analysiert.
Für professionelle historische Mastertransfers setzt Tonband-digitalisieren.de bei Dolby A und Dolby SR auf passende Original-Dolby-Hardware. Damit bleibt die Decodierung Bestandteil der dafür vorgesehenen analogen Wiedergabekette vor der Digitalisierung.
Bei professionellen Dolby-A- und Dolby-SR-Transfers erfolgt die Decodierung in der analogen Wiedergabekette vor der A/D-Wandlung. Anschließend wird das korrekt wiedergegebene Signal mit dem für das jeweilige Format vorgesehenen Wandler digitalisiert.
Je nach Archivierungsziel kann neben einem korrekt decodierten Transfer auch ein zusätzlicher Rohtransfer sinnvoll sein. Das sollte vor dem Auftrag festgelegt werden, da Verwendungszweck und spätere technische Weiterverarbeitung entscheidend sind.
Bei einem Original-Master existiert möglicherweise keine gleichwertige zweite Quelle. Eine sorgfältige Zustandsprüfung und gegebenenfalls vorbeugende Behandlung reduziert das Risiko, ein wertvolles historisches Band bei der notwendigen Wiedergabe unnötig zu belasten.
Tape Baking beziehungsweise kontrollierte Trocknung behandelt bestimmte feuchtigkeitsbedingte Binderprobleme. Reinigung entfernt Ablagerungen und Verunreinigungen. Eine Schimmelbehandlung ist wiederum ein eigener Arbeitsschritt. Je nach Zustand eines Archivbandes können unterschiedliche oder mehrere Maßnahmen erforderlich sein.
Ampex 456 ist ein sehr verbreitetes professionelles Studioband und findet sich häufig in Master- und Multitrack-Archiven. Vor der Digitalisierung wird der Zustand geprüft. Zeigt das Band typische Binderprobleme, wird es vor dem Transfer entsprechend behandelt.
Ja. Bei lange gelagerten Studio-, Rundfunk- und Archivbändern ist eine Zustandsprüfung vor der Digitalisierung empfehlenswert. Bei bekannten problematischen Bandtypen oder entsprechenden Symptomen kann eine kontrollierte Trocknung das Risiko beim anschließenden Transfer reduzieren.
Von improvisiertem Erhitzen in einem normalen Haushaltsbackofen ist abzuraten. Historische Magnetbänder reagieren empfindlich auf ungeeignete Temperaturen und unkontrollierte Bedingungen. Eine Trocknungsbehandlung für Archivmaterial sollte kontrolliert und mit dafür geeigneter Technik durchgeführt werden.
Tonband-digitalisieren.de prüft historische Tonbänder vor der eigentlichen Wiedergabe und kann problematische Bänder vor dem Transfer kontrolliert behandeln. Besonders bei Mastertapes, Multitrackbändern, Rundfunkbändern und einmaligen Archivaufnahmen ist die sichere Vorbereitung ein wichtiger Bestandteil einer professionellen Digitalisierung.
Typische Hinweise sind Quietschen während der Wiedergabe, klebriges Laufverhalten, ungewöhnlich hoher Bandabrieb, Ablagerungen an Tonköpfen und Bandführungen oder ein plötzlich stark ansteigender Bandzug. Ein betroffenes Band sollte nicht weiter abgespielt werden.
Alte Tonbänder können aufgrund von Veränderungen des Bindemittels der Magnetschicht klebrig werden. Bei bestimmten Bandtypen spielt die Aufnahme von Feuchtigkeit eine wesentliche Rolle. Ein solches Band sollte vor der Digitalisierung geprüft und gegebenenfalls kontrolliert getrocknet werden.
Quietschen kann ein Warnzeichen für problematisches Bandmaterial sein. Entsteht das Geräusch durch ein klebriges oder instabiles Band, sollte die Wiedergabe abgebrochen werden. Weiteres Abspielen kann das Band belasten und Tonköpfe sowie Bandführungen verschmutzen.
Bandabrieb kann durch Alterung, mechanische Belastung oder Probleme der Magnetschicht entstehen. Starker Abrieb ist ein Grund, die Wiedergabe zu stoppen und den Zustand des Bandes zu prüfen, bevor die Digitalisierung fortgesetzt wird.
Bei älteren Archiv-, Studio- und Masterbändern ist eine vorherige Zustandsprüfung grundsätzlich sinnvoll. Tonband-digitalisieren.de empfiehlt insbesondere bei wertvollen oder lange gelagerten Bändern eine vorbeugende Beurteilung und, wenn Bandtyp und Zustand dies nahelegen, eine kontrollierte Trocknungsbehandlung vor dem eigentlichen Transfer.
Ja. Ein Magnetband kann äußerlich völlig unauffällig aussehen und beim ersten Abspielen dennoch Probleme zeigen. Deshalb lässt sich die Spielbarkeit eines jahrzehntealten Master- oder Archivbandes nicht allein anhand seines äußeren Erscheinungsbildes beurteilen.
Ein unbekanntes historisches Tonband kann durch Alterung, instabile Klebestellen, Schimmel, Abrieb oder Binderprobleme geschädigt sein. Besonders bei Original-Mastern und einmaligen Archivaufnahmen sollte deshalb kein unnötiger Wiedergabeversuch auf ungeprüfter Technik erfolgen.
Ein klebriges Band kann an Bandführungen und Tonköpfen haften, starken Abrieb erzeugen und die Wiedergabe zunehmend verschlechtern. Im ungünstigen Fall wird das historische Original unnötig mechanisch belastet. Deshalb wird ein auffälliges Band nicht einfach weiter abgespielt.
Nein. Tape Baking ist keine dauerhafte Reparatur des Magnetbandes. Die kontrollierte Trocknung dient dazu, bestimmte problematische Bänder für einen begrenzten Zeitraum wieder zuverlässig genug für die Digitalisierung abspielbar zu machen. Der anschließende Transfer sollte deshalb nicht unnötig hinausgezögert werden.
Die Wirkung einer Trocknungsbehandlung ist nicht als dauerhafte Restaurierung zu verstehen. Sie schafft bei geeigneten problematischen Bandtypen ein Zeitfenster für die sichere Wiedergabe und Digitalisierung. Deshalb steht nach der Behandlung die hochwertige Sicherung des Inhalts im Vordergrund.
Nein. Sticky Shed Syndrome ist nicht auf einen einzigen Hersteller beschränkt. Bei der Beurteilung eines historischen Tonbandes sind der konkrete Bandtyp, die Produktionsgeneration, Lagerung und der tatsächliche Zustand entscheidender als der Markenname allein.
Historische Studio- und Masterbänder von Ampex, Quantegy, 3M/Scotch, BASF, AGFA, EMTEC und anderen Herstellern werden vor dem Transfer individuell beurteilt. Eine Trocknungsbehandlung erfolgt dann, wenn Bandtyp und Zustand dies sinnvoll beziehungsweise erforderlich machen.
Ein 1/4-Zoll Stereo-Master ist ein professionelles analoges Zweispur-Masterband auf 1/4 Zoll breitem Magnetband. Dieses Format war über Jahrzehnte in Tonstudios, Masteringstudios, Rundfunkanstalten und Archiven verbreitet.
Ja. 1/4-Zoll Stereo-Master werden mit einer Studer A80 MKII wiedergegeben und über einen Prism Sound Lyra 2 A/D-Wandler digitalisiert. Die Wiedergabe wird auf die technischen Parameter des jeweiligen Kundenbandes abgestimmt.
Für 1/4-Zoll Stereo-Master wird eine Studer A80 MKII eingesetzt. Unterstützt werden insbesondere professionelle Master mit 7,5 und 15 IPS.
Für analoge Stereo-Master ist der Prism Sound Lyra 2 der primäre A/D-Wandler. Damit wird das Ausgangssignal der Studer A80 MKII hochwertig in die digitale Arbeitsumgebung übertragen.
Ein 1/4-Zoll 2-Track Master ist ein zweispuriges Band, das typischerweise den linken und rechten Kanal einer Stereoaufnahme enthält. Solche Bänder wurden häufig als Mix-Master, Produktionsmaster oder Rundfunkmaster eingesetzt.
Nein. 1/4-Zoll-Magnetband kann unterschiedliche Spurformate und Inhalte enthalten. Deshalb werden Spurformat, Geschwindigkeit, Entzerrung und weitere technische Merkmale vor einem professionellen Transfer berücksichtigt.
Viertelzoll ist die deutsche Bezeichnung für 1/4 Zoll Bandbreite. Professionelle Viertelzoll-Stereo-Master gehören zu den klassischen analogen Masterformaten.
Senkelband ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für offenes Magnettonband auf Spule. Viele historische Senkelbänder sind 1/4 Zoll breit, aber nicht jedes Senkelband ist ein professionelles Stereo-Master.
Ja. Ein altes offenes Tonband kann ein Heimtonband, Studioband, Rundfunkband, Produktionsmaster oder Originalmaster enthalten. Vor dem Transfer wird das tatsächliche Format technisch eingeordnet.
1/4-Zoll-Bänder waren im Rundfunk weit verbreitet. Sie können Musikproduktionen, Sendemaster, Beiträge, Interviews, Mitschnitte oder Archivkopien enthalten und müssen entsprechend ihrer ursprünglichen Geschwindigkeit und Entzerrung wiedergegeben werden.
Ja. Historische Rundfunkbänder können auf professioneller Studer-Technik archiviert werden. Dabei werden unter anderem Geschwindigkeit, Entzerrung, Spurformat und gegebenenfalls vorhandene Rauschunterdrückung berücksichtigt.
Ein 1/4-Zoll Studio Master ist ein professionelles analoges Band aus einem Ton- oder Masteringstudio. Es kann beispielsweise die endgültige Stereomischung, einen Produktionsmaster oder eine andere hochwertige Produktionsfassung enthalten.
Ein Mixdown-Master enthält die auf zwei Spuren abgemischte Stereo-Fassung einer Mehrspurproduktion. 1/4-Zoll-Band war über Jahrzehnte ein typisches professionelles Medium für solche Stereo-Mischungen.
Ja. 15 IPS beziehungsweise 38,1 cm/s gehört zu den professionellen Geschwindigkeiten für 1/4-Zoll Stereo-Master und wird von der eingesetzten Studer A80 MKII unterstützt.
Ja. 7,5 IPS beziehungsweise etwa 19,05 cm/s wird ebenfalls unterstützt. Diese Geschwindigkeit findet sich unter anderem bei älteren Studio-, Rundfunk- und Archivaufnahmen.
38 cm/s entspricht ungefähr 15 IPS. Diese Geschwindigkeit ist ein klassischer professioneller Standard für analoge Stereo-Master.
19 cm/s entspricht ungefähr 7,5 IPS. Auch bei dieser Geschwindigkeit können hochwertige Stereo-, Rundfunk- oder Archivaufnahmen auf 1/4-Zoll-Band vorliegen.
CCIR beziehungsweise IEC bezeichnet eine professionelle Entzerrungsnorm für analoge Magnetbandaufzeichnung. Die korrekte Entzerrung ist für eine technisch richtige Wiedergabe des Masterbandes wesentlich.
NAB ist eine weitere verbreitete Entzerrungsnorm für analoge Tonbandaufzeichnung. Ein professioneller Transfer muss die zum Original passende Entzerrung berücksichtigen.
DIN-Normen spielen bei historischen deutschen Studio- und Rundfunkbändern eine wichtige Rolle. Angaben auf Bandkarton, Begleitblatt oder Archivunterlagen helfen bei der korrekten technischen Zuordnung.
Ja. Dolby A wurde professionell in Studios und im Rundfunk eingesetzt. Für Dolby-A-codierte analoge Stereo-Master steht Dolby 363 als Original-Hardware zur Verfügung.
Ja. Dolby SR wurde für hochwertige professionelle Analogaufnahmen eingesetzt. Bei analogen Stereo-Mastern erfolgt die Dolby-SR-Decodierung mit Dolby 363.
Ja. Telcom C4 gehört zu den verfügbaren professionellen Rauschunterdrückungssystemen. Es ist insbesondere bei europäischen Studio- und Rundfunkbändern relevant.
Ja. dbx Type I gehört zu den unterstützten professionellen Rauschunterdrückungsverfahren. Die passende Hardware-Decodierung wird anhand des ursprünglich verwendeten Aufzeichnungssystems gewählt.
NR steht für Noise Reduction beziehungsweise Rauschunterdrückung. Zusätze wie Dolby A, Dolby SR, dbx oder Telcom geben Hinweise darauf, welches System bei der Wiedergabe berücksichtigt werden muss.
Bei der professionellen Digitalisierung wird die Wiedergabe nicht pauschal für jedes Band gleich eingestellt. Die technischen Eigenschaften und vorhandenen Referenzinformationen des konkreten Masterbandes werden berücksichtigt.
In Studio- und Rundfunkarchiven finden sich unter anderem Bänder von BASF, AGFA, Ampex, Quantegy, 3M/Scotch und EMTEC. Der konkrete Bandtyp kann für Zustandsprüfung und Vorbereitung relevant sein.
Ja. BASF- und AGFA-Bänder sind in europäischen Rundfunk- und Studioarchiven häufig anzutreffen. Entscheidend sind das tatsächliche Spurformat, Geschwindigkeit, Entzerrung und der Zustand des individuellen Bandes.
Ja. Professionelle Ampex- und Quantegy-Bänder können nach Zustandsprüfung übertragen werden. Bei bestimmten historischen Bandtypen muss insbesondere auf altersbedingte Binderprobleme geachtet werden.
Sticky Shed Syndrome ist eine altersbedingte Veränderung bestimmter Magnetbänder. Betroffene Bänder können kleben, quietschen oder starken Abrieb erzeugen und sollten vor einem Transfer nicht einfach weiter abgespielt werden.
Ja. Wenn Bandtyp und Zustand eine entsprechende Behandlung erfordern, kann eine kontrollierte Trocknung beziehungsweise Tape-Baking-Behandlung notwendig sein, um einen sicheren Transfer zu ermöglichen.
Nein. Eine Trocknungsbehandlung ist keine pauschale Standardmaßnahme für jedes alte Band. Zunächst werden Bandtyp und Zustand geprüft.
Schimmelbefall erfordert eine gesonderte Behandlung und Reinigung. Ein betroffenes Band sollte nicht ungeprüft auf einer Studiomaschine abgespielt werden.
Ja. Gealterte oder instabile Klebestellen können vor dem Transfer fachgerecht mit neuem Splicing Tape erneuert werden.
Leader Tape ist nichtmagnetisches Vorlauf-, Nachlauf- oder Trennband. Es wurde bei professionellen Mastertapes häufig zur Kennzeichnung von Anfang, Ende und einzelnen Programmteilen eingesetzt.
Tail Out bedeutet, dass das Band mit dem Ende außen gelagert wird und vor der Wiedergabe zunächst zurückgespult werden muss. Diese Lagerungsweise war in professionellen Studios und Archiven verbreitet.
Viele europäische Rundfunk- und Studiobänder wurden als offene Bandwickel auf Wickelkernen gelagert. Solche Medien benötigen eine passende mechanische Handhabung bei Vorbereitung und Wiedergabe.
Ja. Sind Spurformat, Geschwindigkeit, Entzerrung oder Rauschunterdrückung unbekannt, können diese Eigenschaften vor dem endgültigen Transfer anhand des Mediums, vorhandener Dokumentation und technischer Prüfung eingeordnet werden.
Ja. Beschriftungen auf Bandkarton, Spule und Begleitunterlagen können wichtige Angaben zu Künstler, Titel, Geschwindigkeit, Entzerrung, Pegel, Referenztönen, Bandtyp und Noise Reduction enthalten.
Ja. Ein gut erhaltenes originales Stereo-Master kann eine hochwertige Quelle für Remastering, Reissues und moderne Veröffentlichungen sein.
Ja. Historische analoge Stereo-Master können hochwertig digitalisiert und anschließend für neue digitale Veröffentlichungen, Vinylproduktionen oder andere Reissues weiterverarbeitet werden.
Ja. Der Prism Sound Lyra 2 ist der primäre A/D-Wandler für analoge Stereo-Master. Die Wiedergabe erfolgt beim 1/4-Zoll-Master über die dafür vorgesehene Studer A80 MKII.
Ja. Die Projektunterlagen sehen für analoge Master eine einzeln eingerichtete, korrekt eingemessene und archivgerechte Digitalisierung mit professioneller Studer-Technik und hochwertigen Wandlern vor.
Die gleiche Bandbreite kann in sehr unterschiedlichen Anwendungen vorkommen. Professionelle Master unterscheiden sich häufig durch Spurformat, Geschwindigkeit, Entzerrung, Pegel, Bandmaterial, Dokumentation und gegebenenfalls professionelle Rauschunterdrückung.
Tonband-digitalisieren.de digitalisiert professionelle 1/4-Zoll Stereo-Master mit Studer A80 MKII und Prism Sound Lyra 2. Unterstützt werden 7,5 und 15 IPS sowie relevante Entzerrungs- und professionelle Rauschunterdrückungsverfahren.
Für 1/4-Zoll Stereo-Master steht eine Studer A80 MKII zur Verfügung, die A/D-Wandlung erfolgt primär über Prism Sound Lyra 2. Dolby A und Dolby SR werden mit Dolby 363 decodiert; weitere professionelle Systeme wie dbx Type I und Telcom C4 sind ebenfalls verfügbar.
Beschriftungen, Track Sheets, Mastering-Unterlagen, Referenztöne und technische Analyse können Hinweise geben. Bei unbekannten Mastertapes wird das vorhandene Verfahren nicht einfach geraten, sondern anhand der verfügbaren Informationen technisch eingeordnet.
NR steht für Noise Reduction beziehungsweise Rauschunterdrückung. Zusätze wie Dolby A, Dolby SR, dbx I oder Telcom C4 geben an, welches System bei Aufnahme und Wiedergabe berücksichtigt werden muss.
No NR bedeutet, dass das Band ohne ein zusätzliches Rauschunterdrückungssystem wie Dolby, dbx oder Telcom aufgenommen wurde.
Historische professionelle Masterbänder können beispielsweise von BASF, AGFA, Ampex, Quantegy, 3M/Scotch, EMTEC oder anderen Studiobandherstellern stammen. Hersteller und Bandtyp können wichtige Hinweise auf Alter und erforderliche Vorbereitung geben.
Ja. Ampex 456 ist ein bekanntes professionelles Studioband. Vor der Wiedergabe wird der Zustand geprüft, weil bestimmte historische Bandtypen alterungsbedingte Probleme wie Sticky Shed Syndrome entwickeln können.
Ja. Ampex 499 wurde für professionelle Studioanwendungen eingesetzt. Wie bei jedem historischen Masterband wird der konkrete Zustand vor dem Transfer beurteilt und bei Bedarf entsprechend vorbereitet.
Ja. Quantegy 456 und 499 gehören zu den professionellen Studiobändern, die in Master- und Produktionsarchiven vorkommen können. Zustand und erforderliche Vorbereitung werden individuell geprüft.
Ja. BASF-Bänder sind in europäischen Studio- und Rundfunkarchiven weit verbreitet. Bandtyp, Entzerrung, Geschwindigkeit und eventuell verwendete Rauschunterdrückung werden beim Transfer berücksichtigt.
Ja. AGFA-Bänder finden sich häufig in europäischen Rundfunk-, Studio- und Archivbeständen. Für die korrekte Wiedergabe werden die technischen Eigenschaften des konkreten Bandes berücksichtigt.
Ja. EMTEC führte professionelle Magnetbandprodukte aus der BASF-Tradition fort. Entsprechende 1/2-Zoll Studio- und Masterbänder können nach technischer Prüfung übertragen werden.
Sticky Shed Syndrome ist eine altersbedingte Veränderung bestimmter Magnetbänder, bei der die Binderschicht Feuchtigkeit aufgenommen hat. Das Band kann beim Abspielen kleben, quietschen, Abrieb erzeugen oder die Maschine stark verschmutzen.
Ja. Ein auffälliges Band sollte nicht einfach weiter abgespielt werden. Bei entsprechendem Befund wird eine geeignete kontrollierte Trocknungsbehandlung beziehungsweise Tape Baking durchgeführt, bevor der eigentliche Transfer erfolgt.
Tape Baking ist eine kontrollierte Trocknungsbehandlung für bestimmte problematische Magnetbänder. Sie dient dazu, ein vom Sticky Shed Syndrome betroffenes Band für einen sicheren Transfer vorübergehend wieder abspielbar zu machen.
Nein. Ob eine Trocknungsbehandlung erforderlich ist, hängt vom Bandtyp und vom tatsächlichen Zustand ab. Das Medium wird vor der Wiedergabe geprüft.
Ja. Schimmelbefall erfordert eine gesonderte Behandlung und Reinigung. Ein verschimmeltes Masterband sollte nicht unbehandelt auf einer Studiomaschine abgespielt werden.
Beschädigte oder gealterte Klebestellen und Bandverbindungen können bei Bedarf fachgerecht erneuert werden. Der Zustand wird vor dem eigentlichen Transfer geprüft.
Splicing Tape ist spezielles Klebeband zum fachgerechten Verbinden von Magnetband. Alte Klebestellen können nach Jahrzehnten austrocknen, klebrig werden oder sich während der Wiedergabe lösen.
Bei einem Masterband müssen Bandbreite, Spurformat, Geschwindigkeit, Entzerrung, Pegel, Bandzustand und gegebenenfalls Noise Reduction zusammenpassen. Eine falsche Wiedergabekonfiguration kann zu einem technisch falschen Transfer oder unnötiger Belastung des Originals führen.
Wird ein Master mit der falschen Geschwindigkeit abgespielt, stimmen Tonhöhe, Laufzeit und Frequenzverhalten nicht. Deshalb wird die tatsächliche Geschwindigkeit vor beziehungsweise während der technischen Einrichtung des Transfers bestimmt.
Ja. Wenn Format, Geschwindigkeit, Entzerrung oder Rauschunterdrückung nicht dokumentiert sind, können die technischen Eigenschaften des Bandes vor dem endgültigen Transfer ermittelt werden.
Hilfreich sind Angaben zu Künstler, Titel, Datum, Bandgeschwindigkeit, Entzerrung, Pegel, Referenztönen, Bandtyp, Dolby/dbx/Telcom, Trackreihenfolge, Masterstatus und eventuell Schnitt- oder Produktionshinweisen.
Ja. Originale Bandkartons, Track Sheets, Mastering Notes, Calibration Sheets und andere Produktionsunterlagen können entscheidende Informationen für eine korrekte Wiedergabe und historische Einordnung liefern.
Angaben wie CCIR, IEC, NAB oder DIN beziehen sich auf die verwendete Aufnahme- beziehungsweise Wiedergabeentzerrung. Sie müssen beim Transfer korrekt berücksichtigt werden.
38 cm/s entspricht ungefähr 15 IPS. Diese Geschwindigkeit ist bei professionellen analogen Studio- und Masterbändern weit verbreitet.
76 cm/s entspricht ungefähr 30 IPS. Diese High-Speed-Geschwindigkeit wurde für hochwertige professionelle Masteraufnahmen eingesetzt.
Beide Geschwindigkeiten sind professionelle Masterbandstandards mit unterschiedlichen technischen Eigenschaften. Für die Digitalisierung wird nicht eine Geschwindigkeit ‚verbessert‘, sondern das Master exakt in der Geschwindigkeit wiedergegeben, in der es aufgenommen wurde.
Bei einem zweikanaligen Master steht auf 1/2-Zoll-Band vergleichsweise viel Bandbreite pro Kanal zur Verfügung. In Verbindung mit 15 oder 30 IPS wurde das Format deshalb für hochwertige professionelle Stereo-Master eingesetzt.
Beide Formate können professionelle Stereo-Master enthalten. 1/2 Zoll bietet bei gleicher Spurzahl eine größere Bandbreite. Für 1/2-Zoll High-Speed Master wird die Studer A80 HC eingesetzt; 1/4-Zoll Stereo-Master werden auf der dafür vorgesehenen Studer-Konfiguration wiedergegeben.
Die Bandbreite allein sagt nichts über die Spurzahl aus. Ein 1/2-Zoll-Band kann beispielsweise ein zweikanaliges Stereo-Master oder ein Mehrspurband sein. Deshalb muss das Spurformat vor dem Transfer korrekt bestimmt werden.
Ein 1/2-Zoll 2-Track-Band ist technisch zweispurig und wird häufig als Stereo-Master verwendet. Ob es tatsächlich das Master einer Veröffentlichung ist, ergibt sich jedoch aus Inhalt und Produktionskontext.
2-Track Master bezeichnet ein zweispuriges Masterband, typischerweise mit linkem und rechtem Stereokanal. 1/2-Zoll High-Speed 2-Track war ein hochwertiges professionelles Masterformat.
Ja. Professionelle Masterbänder können auf unterschiedlichen Spulentypen und Wickelkernen vorliegen. Entscheidend sind das eigentliche Bandformat, die Wicklung und die sichere mechanische Handhabung.
In europäischen Rundfunk- und Studioarchiven wurden offene Bandwickel häufig auf Wickelkernen statt auf klassischen Spulen gelagert. Solche Archiv- und Rundfunkbänder benötigen die passende mechanische Handhabung bei der Wiedergabe.
Als Pancake wird ein offener Bandwickel ohne normale Spulenflansche bezeichnet. Solche Bänder müssen vor und während der Wiedergabe entsprechend fachgerecht gehandhabt werden.
Ja. Historische Studio- und Archivbänder können in unterschiedlichen Wickellagen vorliegen. Vor dem Transfer wird die mechanische Situation geprüft, statt das Band ungeprüft abzuspielen.
Tail Out bedeutet, dass das Band nach der Aufnahme beziehungsweise Wiedergabe mit dem Bandende außen gelagert wurde und vor dem nächsten Abspielen zunächst zurückgespult werden muss. Diese Lagerungsweise war im professionellen Bereich verbreitet.
Head Out bedeutet, dass der Bandanfang außen beziehungsweise unmittelbar abspielbereit liegt. Die Wickellage ist eine organisatorische und mechanische Eigenschaft und sagt nichts über die Audioqualität des Masters aus.
Ja. Analoge Master können physische Schnitte und Klebestellen enthalten, beispielsweise aus klassischem Editing. Diese Stellen werden vor dem Transfer auf Stabilität geprüft.
Alte Klebestellen können sich lösen oder Kleber abgeben. Bei einem wertvollen Master müssen sie vor der Wiedergabe kontrolliert und bei Bedarf mit geeignetem Splicing Tape erneuert werden.
Ja. Leader Tape ist bei professionellen Masterbändern üblich und dient unter anderem zur Trennung, Kennzeichnung und zum Schutz. Vorhandene Leader und Schnittstellen werden bei der Vorbereitung berücksichtigt.
Leader Tape ist nichtmagnetisches Vorlauf-, Nachlauf- oder Trennband. Es wurde bei professionellen Mastertapes häufig zur Kennzeichnung von Bandanfang, Bandende oder einzelnen Abschnitten eingesetzt.
Professionelle Master wurden mit definierten Pegeln, Entzerrungen und gegebenenfalls Rauschunterdrückung aufgenommen. Eine auf das konkrete Band abgestimmte Wiedergabe ist deshalb wesentlich, um den ursprünglichen Klang und Pegel möglichst korrekt zu reproduzieren.
Ja. Für analoge Stereo-Master ist der Prism Sound Lyra 2 der primäre A/D-Wandler. Damit wird das analoge Ausgangssignal der professionellen Bandmaschine hochwertig in die digitale Arbeitsumgebung übertragen.
Bei einem analogen Master ist die Analog-Digital-Wandlung ein entscheidender Teil der Archivierungskette. Der Prism Sound Lyra 2 wird eingesetzt, damit die Wiedergabe der Studer-Maschine mit hoher Qualität digital erfasst wird.
Ja. Die Übertragung erfolgt mit professioneller Studer-Technik, auf das Kundenband abgestimmter Wiedergabe und hochwertiger A/D-Wandlung. Die Projektunterlagen sehen für die Arbeit mit analogen und digitalen Mastern eine archivgerechte Vorgehensweise nach IASA-TC04 vor.
IASA-TC04 ist eine international etablierte technische Richtlinie für die Sicherung von Audioerbe. Sie beschreibt Grundsätze für hochwertige, dokumentierte und nachhaltige Audio-Digitalisierung.
Ja. Ein wesentlicher Vorteil einer hochwertigen Digitalisierung besteht darin, dass für spätere Nutzung, Remastering oder Veröffentlichung auf die digitale Sicherung zurückgegriffen werden kann und das historische Original nicht wiederholt abgespielt werden muss.
Für die Langzeitarchivierung werden unkomprimierte PCM-Audiodateien wie WAV beziehungsweise BWF verwendet. Die konkrete Ausgabestruktur und weitere Bearbeitung können an den jeweiligen Archiv- oder Produktionszweck angepasst werden.
Ja. Enthält ein Master mehrere Titel, kann bei Bedarf eine Titeltrennung beziehungsweise File-Splitting erfolgen. Das unveränderte Transfermaterial und die gewünschte Ausgabestruktur werden entsprechend dem Auftrag behandelt.
Transfer und Mastering sind unterschiedliche Arbeitsschritte. Für eine archivgerechte Sicherung ist zunächst eine technisch korrekte Übertragung des Originalmasters entscheidend. Eine klangliche Bearbeitung kann anschließend separat erfolgen.
Ja. Die Digitalisierung kann als technisch korrekter Transfer des vorhandenen Masters erfolgen. Eine zusätzliche klangliche Bearbeitung ist nicht zwingend Bestandteil der eigentlichen Archivierung.
Ja. Wenn das Band das geeignete originale Stereo-Master enthält, kann dessen hochwertige Digitalisierung als Ausgangspunkt für eine neue Mastering- oder Vinylproduktion dienen.
Ja. Historische analoge Master können nach hochwertiger Digitalisierung für moderne digitale Veröffentlichungen und Remastering-Projekte weiterverarbeitet werden.
Analoge Originalmaster sind einmalige physische Quellen. Alterung, Maschinenverfügbarkeit und mechanische Risiken sprechen dafür, wertvolle Bestände frühzeitig hochwertig und dokumentiert digital zu sichern.
Historische Rundfunkbänder können einzigartige Sendungen, Musikproduktionen und Zeitdokumente enthalten. Eine fachgerechte Digitalisierung erhält den Inhalt unabhängig von alternder Magnetbandtechnik und historischen Wiedergabemaschinen.
Ja. Gerade in Musiker-, Produzenten- oder Studio-Nachlässen sind Bandkartons häufig unvollständig beschriftet. Format, Geschwindigkeit, Entzerrung und gegebenenfalls Noise Reduction können vor dem endgültigen Transfer technisch eingeordnet werden.
Tonband-digitalisieren.de digitalisiert professionelle 1/2-Zoll High-Speed Stereo-Master mit Studer A80 HC und Prism Sound Lyra 2. Unterstützt werden 15 und 30 IPS sowie die für professionelle Master relevanten Entzerrungs- und Rauschunterdrückungsverfahren.
Für 1/2-Zoll High-Speed Stereo-Master steht eine Studer A80 HC zur Verfügung; analoge Stereo-Master werden primär über Prism Sound Lyra 2 gewandelt. Dolby A und Dolby SR werden mit Dolby 363 decodiert, weitere professionelle Noise-Reduction-Systeme wie dbx Type I und Telcom C4 sind ebenfalls verfügbar. Dadurch können unterschiedliche historische Studio- und Mastering-Workflows fachgerecht berücksichtigt werden.
Ein 1/2-Zoll High-Speed Master ist ein professionelles analoges Stereo-Masterband auf 1/2 Zoll breitem Magnetband. Solche Master wurden in Tonstudios, Masteringstudios, Rundfunkanstalten und Archiven als hochwertige Produktions- und Veröffentlichungsmaster eingesetzt.
Ja. 1/2-Zoll Stereo-Master werden mit einer Studer A80 HC wiedergegeben und über einen Prism Sound Lyra 2 A/D-Wandler digitalisiert. Die Maschine wird auf das jeweilige Kundenband und dessen technische Parameter abgestimmt.
Für 1/2-Zoll High-Speed Stereo-Master wird eine Studer A80 HC eingesetzt. Sie ist für professionelle Masterband-Wiedergabe bei 15 und 30 IPS vorgesehen.
Der primäre A/D-Wandler für analoge Stereo-Master ist ein Prism Sound Lyra 2. Der Signalweg verbindet damit professionelle Studer-Wiedergabetechnik mit hochwertiger Analog-Digital-Wandlung.
Die Studer A80 gehört zu den klassischen professionellen Studiobandmaschinen. Für 1/2-Zoll High-Speed Stereo-Master steht eine Studer A80 HC zur Verfügung, die auf das jeweilige Masterband eingemessen beziehungsweise angepasst wird.
High Speed bezeichnet bei professionellen Mastertapes hohe Bandgeschwindigkeiten. Beim 1/2-Zoll Stereo-Master sind insbesondere 15 IPS und 30 IPS relevant.
15 IPS bedeutet 15 Inches per Second, also 15 Zoll Bandgeschwindigkeit pro Sekunde. Dies entspricht 38,1 cm/s und ist eine klassische professionelle Geschwindigkeit für analoge Stereo-Master.
30 IPS bedeutet 30 Inches per Second beziehungsweise 76,2 cm/s. Diese hohe Bandgeschwindigkeit wurde für hochwertige professionelle Stereo-Master und Studioanwendungen eingesetzt.
Ja. Die Studer A80 HC unterstützt 1/2-Zoll High-Speed Stereo-Master mit 15 IPS. Vor der Übertragung werden Bandformat, Entzerrung und weitere technische Parameter berücksichtigt.
Ja. 30 IPS gehört zu den vorgesehenen Geschwindigkeiten der Studer A80 HC für 1/2-Zoll High-Speed Stereo-Master.
Ein analoges Stereo-Master ist das für Veröffentlichung, Überspielung, Schnitt oder Archivierung bestimmte zweikanalige Master einer Produktion. Bei professionellen Produktionen wurden dafür häufig 1/4-Zoll- oder 1/2-Zoll-Magnetbänder verwendet.
Als Studio-Masterband wird ein hochwertiges Original- oder Produktionsmaster aus einem Ton- oder Masteringstudio bezeichnet. Ein 1/2-Zoll Stereo-Master kann die endgültige Mischung einer Musikproduktion enthalten und deshalb die maßgebliche Quelle für eine spätere Neuveröffentlichung sein.
Analog Master Tape ist die englische Bezeichnung für ein analoges Masterband. Bei 1/2-Zoll High-Speed Masters handelt es sich typischerweise um professionelle Stereoaufnahmen, die mit hoher Bandgeschwindigkeit aufgezeichnet wurden.
Mastertape ist ein Sammelbegriff für ein Band, das als maßgebliche Masterquelle einer Produktion dient. Es kann beispielsweise ein Originalmix, Produktionsmaster, Schnittmaster, Rundfunkmaster oder eine für die Veröffentlichung vorbereitete Stereo-Fassung sein.
Nein. Die Bandbreite allein bestimmt weder Inhalt noch Spurformat. Auf 1/2-Zoll-Band können unterschiedliche Formate existieren. Vor dem Transfer muss deshalb geklärt beziehungsweise technisch ermittelt werden, ob ein Stereo-Master oder ein anderes Format vorliegt.
Senkelband ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für offenes Magnettonband auf Spule. Der Begriff wird häufig für klassische Tonbänder ohne Kassette verwendet und kann sowohl Heimtonbänder als auch professionelle Studio- und Rundfunkbänder meinen.
Ja. Ein offenes Spulenband kann ein Heimtonband, eine Rundfunkaufnahme, eine Studiokopie oder ein originales Master sein. Bandbreite, Geschwindigkeit, Spurformat, Beschriftung und technische Messungen helfen bei der Einordnung.
Als Rundfunkband werden Magnetbänder aus Radio-, Sende- oder Rundfunkarchiven bezeichnet. Sie können Sendemaster, Musikproduktionen, Mitschnitte, Beiträge oder Produktionskopien enthalten und weisen häufig professionelle Bandgeschwindigkeiten und Entzerrungen auf.
Ja. Wenn es sich um ein kompatibles 1/2-Zoll Stereoformat handelt, kann es auf professioneller Studer-Technik übertragen werden. Geschwindigkeit, Spurformat, Entzerrung und gegebenenfalls Rauschunterdrückung müssen vorher korrekt bestimmt werden.
Ein Produktionsmaster ist eine für weitere Produktions-, Veröffentlichungs- oder Vervielfältigungsschritte bestimmte Masterfassung. Bei älteren Musikproduktionen kann ein solches Master auf 1/2-Zoll Stereo-Band vorliegen.
Ein Mix-Master beziehungsweise Mixdown-Master enthält die auf Stereo abgemischte Fassung einer Mehrspurproduktion. Professionelle analoge Mixdowns wurden häufig auf hochwertigen 1/4-Zoll- oder 1/2-Zoll-Mastermaschinen aufgezeichnet.
Ein Stereo-Mixdown auf 1/2 Zoll ist die zweikanalige Endmischung einer Produktion auf 1/2-Zoll-Magnetband. Bei 15 oder 30 IPS handelt es sich typischerweise um ein hochwertiges professionelles Masterformat.
Der Begriff bezeichnet eine Masterquelle, die unmittelbar aus dem ursprünglichen Produktionsprozess stammt. Ob ein konkretes Band tatsächlich das Originalmaster ist, lässt sich jedoch nicht allein aus einer Aufschrift ableiten; Begleitunterlagen und technische Einordnung sind wichtig.
Ja. Ein gut erhaltenes analoges Stereo-Master kann eine hervorragende Quelle für Reissues, Remastering, Streaming, Vinyl- oder andere Neuveröffentlichungen sein.
Ja. Die hochwertige Digitalisierung eines 1/2-Zoll Stereo-Masters schafft eine geeignete digitale Arbeitsgrundlage für Remastering und Archivierung, ohne das historische Originalband bei späteren Arbeitsschritten erneut abspielen zu müssen.
CCIR beziehungsweise IEC bezeichnet eine professionelle Entzerrungsnorm für analoge Magnetbandaufzeichnung. Die korrekte Entzerrung ist für eine tonale und technisch richtige Wiedergabe des Masterbandes wesentlich.
IEC wird im Zusammenhang mit professionellen Tonbändern als Bezeichnung für eine standardisierte Wiedergabe- beziehungsweise Aufnahmeentzerrung verwendet. Bei der Digitalisierung muss die zum Original passende Entzerrung eingestellt werden.
NAB ist eine weitere verbreitete Entzerrungsnorm für professionelle analoge Bandaufzeichnung. Ein 1/2-Zoll Master kann je nach Herkunft und Produktion mit NAB oder einer IEC/CCIR-Entzerrung aufgenommen worden sein.
DIN bezeichnet deutsche Normen, die auch im historischen Tonband- und Rundfunkbereich eine Rolle spielen. Bei alten Master- und Rundfunkbändern müssen vorhandene Angaben zu Entzerrung und Aufzeichnungsstandard berücksichtigt werden.
Wird ein Band mit der falschen Entzerrung wiedergegeben, verändert sich der Frequenzgang. Für eine archivgerechte Digitalisierung muss deshalb die ursprüngliche Aufnahme- beziehungsweise Wiedergabenorm korrekt berücksichtigt werden.
Klangliche Auffälligkeiten können Hinweise geben, ersetzen aber keine fachgerechte technische Einordnung. Beschriftungen, Dokumentation, Referenztöne und Messungen sind für die korrekte Wiedergabeeinstellung wesentlich zuverlässiger.
Professionelle Mastertapes enthalten häufig Kalibrier- oder Referenztöne. Sie dienen dazu, die Wiedergabemaschine und gegebenenfalls Rauschunterdrückung an die Bedingungen der ursprünglichen Aufnahme anzupassen.
Ein 1-kHz-Ton kann als Pegelreferenz dienen und hilft bei der korrekten Wiedergabe- und Systemkalibrierung. Professionelle Master können zusätzlich weitere Testfrequenzen oder Kennzeichnungen enthalten.
Die Wiedergabekette wird nicht pauschal für jedes Band gleich betrieben. Bei professionellen Mastertapes werden die relevanten technischen Parameter des konkreten Bandes berücksichtigt und die Wiedergabe entsprechend eingestellt.
Ja. Vor der Digitalisierung werden unter anderem Bandzustand, Spielbarkeit, Format, Geschwindigkeit, Entzerrung, mögliche Rauschunterdrückung und weitere technische Merkmale geprüft.
Dolby A ist ein professionelles Rauschunterdrückungsverfahren, das in Studios und im Rundfunk eingesetzt wurde. Wurde ein Master mit Dolby A aufgenommen, muss es für die korrekte Wiedergabe mit passender Dolby-Hardware decodiert werden.
Ja. Für analoge Stereo-Master mit Dolby A steht Dolby-363-Hardware zur Verfügung. Die Dolby-Decodierung wird passend zum Band und dessen Referenzpegel eingerichtet.
Für Dolby A bei analogen Stereo-Mastertapes wird Dolby 363 eingesetzt. Damit erfolgt die Decodierung über professionelle Original-Hardware.
Dolby SR steht für Spectral Recording und ist ein professionelles Rauschunterdrückungssystem für analoge Bandaufnahmen. Es wurde bei hochwertigen Studio- und Masterproduktionen eingesetzt.
Ja. Für Dolby-SR-codierte analoge Stereo-Master steht Dolby 363 als professionelle Original-Hardware zur Verfügung.
Dolby A und Dolby SR werden bei analogen Stereo-Mastertapes mit Dolby 363 decodiert.
Ein mit Rauschunterdrückung aufgenommenes Master wird ohne die passende Decodierung nicht so wiedergegeben, wie es ursprünglich vorgesehen war. Deshalb muss das verwendete Noise-Reduction-System vor dem endgültigen Transfer korrekt identifiziert und eingestellt werden.
Telcom C4 ist ein professionelles Rauschunterdrückungssystem, das insbesondere in europäischen Studio- und Rundfunkumgebungen eingesetzt wurde. Für historische Masterbänder kann die korrekte Telcom-C4-Decodierung entscheidend sein.
Ja. Telcom C4 gehört zu den verfügbaren Rauschunterdrückungssystemen. Die jeweils passende Original- beziehungsweise Hardware-Decodierung wird anhand des Bandes und des ursprünglich verwendeten Aufzeichnungssystems gewählt.
dbx Type I ist ein professionelles Kompander-Rauschunterdrückungsverfahren für hochwertige Bandaufzeichnung. Es wurde unter anderem in Studioanwendungen eingesetzt und muss bei entsprechend codierten Masterbändern korrekt decodiert werden.
Ja. dbx Type I gehört zu den unterstützten Rauschunterdrückungsverfahren. Für die korrekte Wiedergabe wird die passende Hardware anhand des Bandformats und der ursprünglichen Aufzeichnung gewählt.
Es handelt sich um unterschiedliche professionelle Rauschunterdrückungssysteme mit jeweils eigener Arbeitsweise. Sie sind nicht untereinander austauschbar. Ein Master muss mit dem Verfahren decodiert werden, mit dem es ursprünglich aufgenommen wurde.
Die MiniDisc, kurz MD, ist ein digitales, magneto-optisches Audiomedium in einer schützenden Kunststoffkassette. Sie wurde von Sony eingeführt und für Musik, Rundfunk, Interviews, Live-Mitschnitte, Produktion und private Aufnahmen eingesetzt.
Ja. MiniDisc gehört zu den unterstützten digitalen Audioformaten. Für klassische MD stehen professionelle Geräte wie Denon DN-M1050 und Tascam MD-350 zur Verfügung.
Für klassische MiniDisc stehen insbesondere ein Denon DN-M1050 und ein Tascam MD-350 zur Verfügung. Die passende Maschine wird abhängig vom vorliegenden Medium und Aufnahmeformat gewählt.
ATRAC steht für Adaptive Transform Acoustic Coding. Das von Sony entwickelte Datenreduktionsverfahren ermöglichte es, digitales Stereo-Audio auf einer klassischen MiniDisc zu speichern. Verschiedene MD-Generationen verwenden unterschiedliche ATRAC-Varianten.
Klassische MiniDisc verwendet ATRAC-Datenreduktion und ist daher nicht verlustfrei. Bei einer Archivierung geht es darum, die auf dem Originalmedium vorhandene Aufnahme möglichst ohne zusätzliche unnötige Qualitätsverluste zu sichern.
SP steht für Standard Play und bezeichnet den klassischen MiniDisc-Aufnahmemodus. Er verwendet ATRAC und bietet die reguläre Spielzeit des jeweiligen MD-Mediums.
MDLP steht für MiniDisc Long Play. Mit MDLP wurden die Aufnahmemodi LP2 und LP4 eingeführt, die gegenüber SP eine längere Spielzeit auf derselben MiniDisc ermöglichen.
SP ist der klassische MiniDisc-Modus. LP2 verlängert die mögliche Aufnahmezeit ungefähr auf das Doppelte, LP4 ungefähr auf das Vierfache. Die längeren Modi verwenden stärkere Datenreduktion.
Ja. MiniDiscs mit MDLP-Aufnahmen können mit kompatibler Hardware wiedergegeben und archiviert werden. Dabei muss das Wiedergabegerät den jeweiligen LP-Modus unterstützen.
Ja. LP2 gehört zum MDLP-System und kann mit einem MDLP-kompatiblen Gerät wiedergegeben werden. LP2 wurde häufig genutzt, wenn längere Stereo-Aufnahmezeiten benötigt wurden.
Ja. Auch LP4-Aufnahmen können mit geeigneter MDLP-Hardware ausgelesen werden. LP4 ermöglicht besonders lange Aufnahmezeiten, arbeitet aber mit stärkerer Datenreduktion als SP oder LP2.
Klassische MiniDisc kann auch monaural aufgezeichnet werden. Dadurch lässt sich die mögliche Aufnahmezeit gegenüber Stereo-SP deutlich verlängern. Solche Mono-Aufnahmen können ebenfalls archiviert werden.
NetMD ist eine MiniDisc-Generation mit USB-Anbindung an einen Computer. NetMD wurde vor allem entwickelt, um Audio vom Computer auf kompatible MiniDisc-Geräte zu übertragen und Titel beziehungsweise Disc-Informationen komfortabler zu verwalten.
Ja. NetMD-Medien basieren grundsätzlich auf der MiniDisc-Technik. Für die Archivierung muss berücksichtigt werden, in welchem Aufnahmemodus die Disc beschrieben wurde und welche Zugriffsmöglichkeit die verwendete Hardware bietet.
NetMD bezeichnet in erster Linie die Computer- und USB-Funktion kompatibler MiniDisc-Geräte. Die verwendeten Discs sind klassische MiniDisc-Medien; entscheidend ist der darauf gespeicherte Aufnahme- beziehungsweise Datenmodus.
MiniDisc bezeichnet das eigentliche Audioformat und Medium. NetMD erweitert kompatible MD-Geräte um eine USB-Verbindung und computergestützte Übertragungs- und Verwaltungsfunktionen.
Hi-MD ist eine spätere Weiterentwicklung der MiniDisc-Technik mit deutlich höherer Speicherkapazität und zusätzlichen Aufnahme- und Datenfunktionen. Hi-MD ist technisch von klassischer MD und MDLP zu unterscheiden.
Hi-MD gehört zu den MiniDisc-verwandten digitalen Formaten. Ob und wie eine konkrete Hi-MD ausgelesen werden kann, hängt vom aufgezeichneten Modus und der vorhandenen Medienstruktur ab und wird anhand des Mediums geprüft.
Klassische MD verwendet die ursprüngliche MiniDisc-Struktur mit ATRAC-basierten Aufnahmemodi. Hi-MD erweitert das System um höhere Speicherkapazität und weitere Aufnahmeformate und benötigt dafür kompatible Hi-MD-Hardware.
Ja. Hi-MD-Systeme konnten je nach Gerät auch klassische MiniDisc-Medien verwenden. Deshalb lässt sich allein am Gehäuse nicht immer erkennen, in welchem Modus eine Disc beschrieben wurde.
Klassische bespielbare MiniDiscs wurden insbesondere mit 60, 74 und 80 Minuten nomineller SP-Spielzeit angeboten. Mit Mono- oder MDLP-Modi kann sich die tatsächliche Aufnahmezeit deutlich verlängern.
Die aufgedruckte Spielzeit bezieht sich auf den normalen SP-Stereomodus. MDLP mit LP2 oder LP4 sowie Mono-Aufnahmen ermöglichen deutlich längere Laufzeiten auf demselben Medium.
MiniDisc ist ein digitales Audioformat. Die Audiodaten werden auf einem magneto-optischen Medium gespeichert und bei klassischer MD in der Regel mit ATRAC codiert.
Bei einer bespielbaren MiniDisc werden Daten magneto-optisch gespeichert. Das Medium befindet sich geschützt in einer Kassette, wodurch die eigentliche Disc im normalen Gebrauch kaum direkt berührt wird.
MiniDisc-Medien wurden unter anderem von Sony, TDK, Maxell, BASF/EMTEC, Fuji und weiteren Herstellern angeboten. Für die Archivierung sind vor allem Aufnahmemodus, Zustand und Lesbarkeit des konkreten Mediums entscheidend.
Ja. Sony war Entwickler und einer der wichtigsten Hersteller des MiniDisc-Systems. Bespielbare Sony-MDs können abhängig vom gespeicherten Modus mit geeigneter MiniDisc-Technik archiviert werden.
Ja. Auch TDK-MiniDiscs können mit geeigneter MD-Technik wiedergegeben und archiviert werden.
Ja. Bespielbare Maxell-MiniDiscs können ebenfalls archiviert werden. Entscheidend sind der gespeicherte Modus und die Lesbarkeit der individuellen Disc.
Ja. Auch MiniDisc-Medien von BASF beziehungsweise EMTEC können bearbeitet werden, sofern sie ein kompatibles Audioformat enthalten und lesbar sind.
Ja. Fuji gehörte ebenfalls zu den Anbietern von MiniDisc-Medien. Solche Discs können mit geeigneter Technik ausgelesen und archiviert werden.
Ja. Wiederbeschreibbare beziehungsweise bespielbare MiniDiscs sind die typischen Medien für eigene Aufnahmen, Studiomitschnitte und private Archive und können entsprechend übertragen werden.
Neben bespielbaren MiniDiscs gab es kommerziell vorbespielte Veröffentlichungen. Diese unterscheiden sich technisch in der Herstellung von selbst aufgenommenen magneto-optischen MDs.
Ja. MiniDisc besitzt eine Titelstruktur. Eine Disc kann zahlreiche einzelne Tracks enthalten, die über die TOC beziehungsweise Inhaltsverwaltung der Disc organisiert werden.
TOC steht für Table of Contents. Sie enthält Verwaltungsinformationen zur Struktur der MiniDisc, beispielsweise über vorhandene Titel und deren Anordnung. Eine beschädigte TOC kann den Zugriff auf ansonsten vorhandene Aufnahmen erschweren.
Bei bespielbaren MiniDiscs verwaltet die User Table of Contents die vom Benutzer erzeugte Titelstruktur. Sie ist für die korrekte Zuordnung und Wiedergabe der aufgenommenen Tracks wichtig.
Ist die Inhaltsverwaltung einer MiniDisc beschädigt, kann die Disc trotz vorhandener Audiodaten als leer, fehlerhaft oder unlesbar erscheinen. Solche Medien müssen gesondert geprüft werden.
Eine Anzeige wie ‚Blank Disc‘ kann verschiedene Ursachen haben. Bei wichtigen Medien sollte deshalb nicht sofort neu aufgenommen oder initialisiert werden. Eine Prüfung ist sinnvoll, bevor möglicherweise vorhandene Daten überschrieben werden.
Nein, wenn die vorhandenen Aufnahmen wichtig sind. Neuinitialisierung, Formatierung oder erneutes Beschreiben kann die Chancen auf eine spätere Wiederherstellung verschlechtern. Das Medium sollte unverändert bleiben.
Das hängt vom konkreten Fehler ab. Probleme können das Medium, die TOC, die Mechanik oder die Lesbarkeit betreffen. Eine problematische Disc sollte nicht unnötig weiter abgespielt oder beschrieben werden.
Unterschiedliche Gerätegenerationen unterstützen nicht zwingend dieselben Aufnahmearten. Besonders MDLP, NetMD und Hi-MD erfordern jeweils kompatible Hardware. Zusätzlich können Alterung oder Lesetoleranzen eine Rolle spielen.
Nicht jedes ältere MiniDisc-Gerät unterstützt MDLP. LP2- und LP4-Aufnahmen benötigen ein MDLP-kompatibles Wiedergabegerät.
Nicht grundsätzlich. Hi-MD verwendet zusätzliche Formate und Strukturen, die klassische MD-Geräte nicht vollständig unterstützen. Für Hi-MD ist kompatible Hi-MD-Hardware erforderlich.
MiniDisc kann Textinformationen wie Disc- und Titelnamen speichern. Diese Metadaten wurden häufig zur Organisation von Aufnahmen, Sessions, Interviews oder Musikstücken verwendet.
Ja. Wenn eine MiniDisc mehrere Titel enthält, können die Aufnahmen bei Bedarf als einzelne Dateien strukturiert werden. Die vorhandene Trackaufteilung der Disc kann dabei als Orientierung dienen.
Ja. Auch eine durchgehende Aufnahme ohne sinnvoll gesetzte Trackmarken kann übertragen werden. Eine spätere Aufteilung kann je nach Auftrag erfolgen.
Ja. MiniDisc wurde häufig für Interviews, Reportagen und Sprachaufnahmen verwendet. Solche Medien können ebenso archiviert werden wie Musik- und Studioaufnahmen.
Ja. Tragbare MiniDisc-Recorder waren für Live- und Konzertmitschnitte weit verbreitet. Solche Aufnahmen können als Teil eines privaten oder professionellen Archivs gesichert werden.
Ja. MiniDisc wurde auch in Studios, bei Proben, für Rough Mixes, Playbacks und Produktionskopien eingesetzt. Solche Discs können heute wichtige oder sogar einzigartige Aufnahmen enthalten.
Ja. Professionelle MiniDisc-Geräte wurden auch im Rundfunk und in Produktionsumgebungen eingesetzt. Beiträge, Jingles, Interviews und Musikaufnahmen auf MD können archiviert werden.
Professionelle Geräte wie Denon DN-M1050 und Tascam MD-350 sind für zuverlässigen Studiobetrieb ausgelegt. Sie ermöglichen die systemgerechte Wiedergabe klassischer MiniDisc-Medien.
Der Denon DN-M1050 ist ein professioneller MiniDisc-Recorder beziehungsweise -Player für Studio-, Installations- und Broadcast-Anwendungen. Er gehört zum vorhandenen Maschinenpark für klassische MiniDisc.
Der Tascam MD-350 ist ein professionelles MiniDisc-Deck. Er wird für die Wiedergabe und Archivierung kompatibler klassischer MiniDisc-Aufnahmen eingesetzt.
Digitale Formate werden nach Möglichkeit auf einem geeigneten digitalen Signalweg übertragen. Eine unnötige D/A-Wandlung mit anschließender erneuter A/D-Wandlung wird vermieden, sofern das konkrete MD-Format und die verwendete Hardware dies ermöglichen.
Die bereits bei der ursprünglichen Aufnahme erfolgte ATRAC-Datenreduktion kann nicht rückgängig gemacht werden. Ziel der Archivierung ist deshalb, keine zusätzlichen unnötigen Qualitätsverluste hinzuzufügen.
Nein. Eine klassische MiniDisc-Aufnahme wurde bereits beim Aufzeichnen mit ATRAC codiert. Eine spätere WAV-Datei kann das Signal verlustfrei speichern, aber die bei der ursprünglichen ATRAC-Codierung verworfenen Informationen nicht rekonstruieren.
Ja. Für die weitere Archivierung und Bearbeitung kann das wiedergegebene Audiosignal in einem unkomprimierten PCM-Dateiformat wie WAV gespeichert werden.
Beide sind digitale Audioformate, arbeiten aber technisch völlig unterschiedlich. DAT speichert digitales Audio auf Magnetband, MiniDisc auf einem magneto-optischen Medium und klassische MD verwendet ATRAC-Datenreduktion.
Eine Audio-CD verwendet unkomprimiertes PCM-Audio auf einem optischen Medium. Klassische MiniDisc ist magneto-optisch beschreibbar und verwendet ATRAC-Datenreduktion sowie eine editierbare Titelstruktur.
Die Compact Cassette ist ein analoges Magnetbandformat. MiniDisc speichert Audio digital auf einem magneto-optischen Datenträger und verwendet bei klassischer MD ATRAC.
Historische digitale MiniDisc-Systeme konnten Kopierstatusinformationen im Rahmen digitaler Kopierschutzmechanismen verwalten. Für die Archivierung wird deshalb die jeweils geeignete technische Übertragungsmöglichkeit anhand des Mediums und Geräts gewählt.
SCMS steht für Serial Copy Management System. Es wurde bei Consumer-Digitalaudio verwendet, um bestimmte Generationen digitaler Kopien zu steuern. Es ist vom eigentlichen Audioinhalt der MiniDisc zu unterscheiden.
NetMD-Geräte besitzen eine USB-Schnittstelle zur Verbindung mit einem Computer. Historisch wurde diese insbesondere zusammen mit Sony-Software zum Übertragen und Verwalten von Musik auf MiniDisc verwendet.
SonicStage war Sonys historische Software für NetMD und andere portable Audiogeräte. Für eine heutige Archivierung ist entscheidend, welche Aufnahme auf der Disc liegt und welcher technische Weg sie zuverlässig auslesen kann; die alte Originalsoftware ist nicht in jedem Fall der sinnvollste Weg.
Wenn die Disc in einem normalen MiniDisc-Audiomodus wie SP oder einem vom Deck unterstützten MDLP-Modus beschrieben wurde, kann sie mit entsprechend kompatibler Hardware wiedergegeben werden. NetMD allein macht die Disc nicht zu einem grundsätzlich anderen Medium.
LP2 ist ein MDLP-Aufnahmemodus und wurde auch bei NetMD häufig genutzt. Er ermöglicht ungefähr die doppelte Aufnahmezeit einer klassischen SP-Aufnahme.
LP4 ist der längste MDLP-Stereomodus und ermöglicht ungefähr die vierfache Aufnahmezeit gegenüber SP. Dafür wird eine stärkere Datenreduktion eingesetzt.
Ja. Bespielbare MiniDiscs können gelöscht, editiert und erneut beschrieben werden. Bei einem wichtigen unbekannten Medium sollte deshalb nichts verändert oder neu aufgenommen werden, bevor der Inhalt geprüft wurde.
Viele MD-Geräte sind inzwischen Jahrzehnte alt und funktionierende Laufwerke werden seltener. Gleichzeitig können die Discs einzigartige Studioaufnahmen, Interviews, Konzerte oder private Mitschnitte enthalten. Eine dateibasierte Sicherung reduziert die Abhängigkeit von historischer Hardware.
Ja. Auch umfangreiche MD-Bestände aus Studios, Rundfunkarchiven, Künstlernachlässen oder privaten Sammlungen können systematisch erfasst und übertragen werden.
Vorhandene Originalbeschriftungen sollten erhalten bleiben. Bei größeren Beständen helfen fortlaufende Nummern, Titel, Datum, Aufnahmegerät, SP/LP2/LP4 und weitere bekannte Informationen bei der eindeutigen Zuordnung.
Ja. Tracklisten, Session-Notizen, Disc-Nummern und andere Produktionsunterlagen können die Zuordnung von Titeln und zusammengehörigen Medien erheblich erleichtern.
Nach Abschluss der Bearbeitung werden die Originalmedien entsprechend der vereinbarten Vorgehensweise zurückgesendet, persönlich abgeholt oder anderweitig behandelt. Die fertigen Dateien werden im regulären Workflow über einen gesicherten Serverzugang bereitgestellt.
Tonband-digitalisieren.de übernimmt die Archivierung von MiniDisc-Aufnahmen einschließlich klassischer MD- und kompatibler MDLP-/NetMD-Medien. Für klassische MiniDisc stehen professionelle Geräte wie Denon DN-M1050 und Tascam MD-350 zur Verfügung.
DAT steht für Digital Audio Tape. Das kompakte digitale Bandformat wurde vor allem für Stereo-Master, Studioaufnahmen, Rundfunk, Live-Mitschnitte und professionelle Archivierung eingesetzt. Die Audiodaten liegen digital auf einer kleinen Magnetbandkassette vor.
Ja. DAT und DAT-HR gehören zu den unterstützten digitalen Masterformaten. Für die Wiedergabe wird insbesondere ein Tascam DA-45HR eingesetzt. Die Übertragung erfolgt nach Möglichkeit direkt digital mit der ursprünglichen Abtastrate und Bittiefe.
Für DAT und DAT-HR steht insbesondere ein Tascam DA-45HR zur Verfügung. Das professionelle DAT-Deck unterstützt klassische DAT-Aufnahmen und den High-Resolution-Modus.
Ja. DAT-HR-Aufnahmen werden mit dem Tascam DA-45HR wiedergegeben. Digitale Medien werden nach Möglichkeit direkt beziehungsweise bitgetreu mit ihrer ursprünglichen Abtastrate und Bittiefe übertragen.
Klassisches DAT arbeitet typischerweise mit 16 Bit. DAT-HR ist eine High-Resolution-Erweiterung für 24-Bit-Aufzeichnungen auf DAT-Medien. Für die Archivierung ist deshalb wichtig, das tatsächlich auf dem Band vorhandene Aufnahmeformat korrekt zu erkennen.
DAT ist ein digitales Stereo-Bandformat. Obwohl die Audiodaten auf Magnetband gespeichert sind, müssen sie bei einer fachgerechten Archivierung nicht erneut analog gewandelt werden.
DAT wird nach Möglichkeit direkt digital beziehungsweise bitgetreu in die DAW übertragen. Eine unnötige D/A-Wandlung mit anschließender erneuter A/D-Wandlung wird vermieden.
Ja. Ziel ist ein möglichst direkter digitaler Transfer des auf dem DAT-Band gespeicherten Audiomaterials. Dabei werden ursprüngliche Abtastrate und Bittiefe nach Möglichkeit beibehalten.
DAT-Aufnahmen können je nach Recorder und Aufnahmemodus mit unterschiedlichen Abtastraten vorliegen. Häufig sind 44,1 kHz und 48 kHz; bei Longplay-Aufnahmen kann auch 32 kHz vorkommen. Das tatsächlich vorhandene Format wird beim Transfer berücksichtigt.
DAT wurde sowohl für Musikproduktion als auch für professionelle Audio-, Rundfunk- und Studiotechnik eingesetzt. Deshalb existieren Aufnahmen mit unterschiedlichen Abtastraten. Bei der Archivierung wird die ursprüngliche Abtastrate nach Möglichkeit unverändert übernommen.
Ja. DAT kann auch im Longplay-Bereich mit 32 kHz aufgezeichnet worden sein. Entscheidend ist, das vorhandene Aufnahmeformat korrekt zu erkennen und mit geeigneter Hardware wiederzugeben.
Ja. 44,1 kHz ist eine häufig verwendete DAT-Abtastrate, insbesondere im Musik- und CD-Produktionsumfeld. Die Übertragung erfolgt nach Möglichkeit digital in der ursprünglichen Abtastrate.
Ja. 48 kHz wurde bei DAT häufig in professionellen Studio-, Rundfunk- und Produktionsumgebungen verwendet. Das Signal wird nach Möglichkeit direkt digital mit der ursprünglichen Abtastrate übertragen.
Für die Archivierung wird die ursprüngliche digitale Information nicht künstlich verbessert. Eine klassische 16-Bit-DAT-Aufnahme bleibt inhaltlich eine 16-Bit-Aufnahme. Ziel ist die möglichst unveränderte Sicherung des Originalsignals.
Der Tascam DA-45HR ist ein professionelles DAT-Deck und unterstützt sowohl klassische DAT-Aufnahmen als auch High-Resolution-DAT. Damit eignet er sich besonders für Archive, in denen unterschiedliche DAT-Generationen und Aufnahmeformate vorkommen.
Ja. DAT wurde über viele Jahre als digitales Stereo-Masterformat verwendet. Eine unscheinbare DAT-Kassette kann deshalb ein originales Mix-Master, Produktionsmaster, Live-Master oder eine andere wichtige Originalaufnahme enthalten.
DAT-Kassetten sind deutlich kleiner als Compact Cassetten und tragen häufig Bezeichnungen wie DAT, Digital Audio Tape oder DDS. Beschriftungen können zusätzlich Samplingrate, Titel, Datum, Master, Mix, Take oder andere Produktionsinformationen enthalten.
DAT-Medien wurden unter anderem von Sony, TDK, Maxell, BASF/EMTEC, Fuji und weiteren Herstellern angeboten. Für die Digitalisierung ist neben dem Hersteller vor allem der tatsächliche Zustand und die Lesbarkeit des individuellen Bandes entscheidend.
Ja. Sony gehörte zu den wichtigsten Herstellern von DAT-Medien und DAT-Technik. Sony-DAT-Kassetten können mit geeigneter professioneller DAT-Hardware digital ausgelesen und archiviert werden.
Ja. Auch ältere TDK-DAT-Medien können digitalisiert werden. Vor der eigentlichen Übertragung werden Zustand und Spielbarkeit des individuellen Bandes berücksichtigt.
Ja. Maxell-DAT-Medien gehören ebenfalls zu den verbreiteten historischen DAT-Kassetten und können mit professioneller DAT-Technik übertragen werden.
Ja. DAT-Medien von BASF beziehungsweise später EMTEC können ebenfalls ausgelesen werden. Entscheidend sind das gespeicherte DAT-Format sowie Zustand und Lesbarkeit des konkreten Mediums.
Ja. Auch Fuji-DAT-Medien können mit professioneller DAT-Technik bearbeitet und nach Möglichkeit direkt digital archiviert werden.
DDS und Audio-DAT verwenden verwandte 4-mm-Kassettenformen, sind jedoch nicht automatisch dasselbe Aufnahmeformat. Eine als DDS gekennzeichnete Kassette sollte deshalb nicht allein aufgrund ihres Gehäuses als Audio-DAT eingeordnet werden. Bei Medien aus einem Tonstudio kann eine fachliche Prüfung sinnvoll sein.
Nein. DDS ist ein Datenbandformat, das aus der DAT-Technik hervorgegangen ist. Ähnliche Kassettengehäuse bedeuten nicht, dass jede DDS-Kassette eine normale Audio-DAT-Aufnahme enthält oder von einem Audio-DAT-Recorder gelesen werden kann.
Ja. Stammt eine unbeschriftete 4-mm-Kassette aus einem Studio-, Rundfunk-, Label- oder Musikerarchiv, kann geprüft werden, ob eine lesbare DAT-Audioaufnahme vorhanden ist.
Funktionsfähige professionelle DAT-Maschinen werden zunehmend seltener und die Magnetbänder altern. Eine dateibasierte Sicherung macht wertvolle Stereo-Master, Live-Mitschnitte und Produktionsaufnahmen unabhängig von historischer DAT-Hardware.
Ja. DAT arbeitet mit sehr schmalem Magnetband und hoher Datendichte. Verschmutzung, Alterung, mechanische Probleme oder Dropouts können die digitale Wiedergabe beeinträchtigen. Deshalb ist eine geeignete professionelle Wiedergabemaschine besonders wichtig.
Dropouts sind kurze Bereiche, in denen die gespeicherten digitalen Informationen nicht zuverlässig gelesen werden können. Je nach Umfang und Fehlerkorrektur können sie unhörbar bleiben oder zu hörbaren Störungen und Aussetzern führen.
Das hängt vom Zustand des Mediums und der noch vorhandenen Lesbarkeit ab. Problematische DAT-Kassetten benötigen eine sorgfältige Wiedergabe und Qualitätskontrolle. Ziel ist, möglichst viel des ursprünglichen digitalen Audiomaterials fehlerfrei zu sichern.
DAT besitzt eine digitale Fehlerkorrektur, die kleinere Lesefehler des Bandes ausgleichen kann. Bei stärker geschädigten oder schlecht lesbaren Medien kann die Korrektur jedoch an Grenzen stoßen. Deshalb ist eine kontrollierte Wiedergabe wichtig.
DAT ist kein analoges Tonband, das für manuelles Schneiden und Kleben vorgesehen ist. Das sehr schmale Band und das Schrägspurverfahren machen mechanische Eingriffe besonders kritisch. Beschädigte DAT-Kassetten müssen entsprechend vorsichtig behandelt werden.
Eine beschädigte oder verwickelte DAT-Kassette sollte nicht weiter abgespielt werden. Jeder zusätzliche Lauf kann Band und Aufnahme weiter schädigen. Vor einer Digitalisierung muss zunächst geprüft werden, ob das Medium mechanisch sicher wiedergegeben werden kann.
Bei wertvollen oder lange nicht benutzten DAT-Mastern ist unnötiges Abspielen auf unbekannter oder schlecht gewarteter Hardware nicht empfehlenswert. Ein problematisches Laufwerk kann das schmale Band beschädigen.
Ja. Eingehende Medien werden vor der eigentlichen Übertragung auf Zustand und Spielbarkeit geprüft. Danach erfolgt die technische Identifikation und der möglichst direkte digitale Transfer.
Die eingehenden Medien erhalten im regulären Workflow vor der Prüfung eine Akklimatisierungszeit von etwa zwölf Stunden. Erst anschließend erfolgen Prüfung und technische Bearbeitung.
Ja. Wenn DAT das originale Stereo-Master einer Produktion enthält, kann die digitale Sicherung eine wichtige Grundlage für Remastering, Neuveröffentlichung oder Langzeitarchivierung sein.
Ja. Viele Produktionen der DAT-Ära existieren als digitale Stereo-Master auf DAT. Nach einem fachgerechten Transfer kann das Material für Reissues, digitale Veröffentlichungen oder weitere Mastering-Arbeiten verwendet werden.
Ja. DAT wurde häufig für hochwertige Stereo-Live-Mitschnitte verwendet. Solche Aufnahmen können ebenso wie Studio- und Mastertapes digital archiviert werden.
Ja. DAT war auch im professionellen Rundfunk- und Produktionsumfeld verbreitet. Historische Sendemitschnitte, Beiträge, Interviews und Musikproduktionen auf DAT können archiviert werden.
Ja. DAT-Recorder konnten Start-IDs und weitere Subcode-Informationen zur Navigation verwenden. Diese Kennzeichnungen dienten unter anderem dazu, einzelne Programme beziehungsweise Titel auf dem Band zu finden.
Ja. Wenn eine DAT-Kassette mehrere Titel oder Programmbestandteile enthält, können diese bei Bedarf als getrennte Dateien ausgegeben werden. Die gewünschte Dateistruktur wird im Auftrag berücksichtigt.
Ja. DAT wurde häufig fortlaufend für mehrere Takes, Titel, Sessions oder Mitschnitte verwendet. Deshalb können auf einer einzigen Kassette mehrere voneinander unabhängige Aufnahmen vorhanden sein.
SP bezeichnet den normalen DAT-Aufnahmemodus. Einige Geräte unterstützen zusätzlich einen Longplay-Modus, der längere Aufnahmezeiten ermöglicht und technisch vom normalen DAT-Betrieb abweicht. Beim Transfer wird der auf dem Band vorhandene Modus berücksichtigt.
Longplay-DAT ist ein Aufnahmemodus mit verlängerter Laufzeit. Solche Aufnahmen können andere digitale Parameter als klassische SP-DAT-Aufnahmen verwenden und müssen von einer geeigneten Maschine korrekt erkannt und wiedergegeben werden.
24-Bit-DAT bezeichnet eine hochauflösende DAT-Aufzeichnung, wie sie mit DAT-HR-Systemen möglich ist. Für solche Medien steht ein Tascam DA-45HR zur Verfügung.
Ja. Der DA-45HR ist nicht nur für High-Resolution-Aufnahmen vorgesehen, sondern kann auch klassische DAT-Aufnahmen wiedergeben. Dadurch eignet er sich für Archive mit unterschiedlichen DAT-Generationen.
Weil die Audiodaten bereits digital auf dem DAT-Band vorliegen. Ein analoger Transfer würde eine zusätzliche D/A- und A/D-Wandlung erzeugen. Deshalb wird nach Möglichkeit ein direkter digitaler Transfer verwendet.
Die digitalen Audiodaten werden für eine moderne dateibasierte Archivierung bereitgestellt. Die ursprüngliche Abtastrate und Bittiefe werden nach Möglichkeit beibehalten; die konkrete gewünschte Dateistruktur kann im Auftrag festgelegt werden.
Für die moderne Archivierung können unkomprimierte PCM-Audiodateien verwendet werden. Entscheidend ist, die ursprünglichen digitalen Audiodaten ohne unnötige Qualitätsverluste zu sichern.
Ja. Neben einzelnen Mastertapes können auch größere DAT-Bestände aus Studios, Labels, Rundfunkarchiven, Künstlernachlässen oder privaten Sammlungen systematisch übertragen werden.
Vorhandene Originalbeschriftungen sollten erhalten bleiben. Bei größeren Beständen helfen fortlaufende Nummern, Titel, Datum, Samplingrate, Masterstatus und weitere Produktionsangaben bei der späteren Zuordnung der digitalen Dateien.
Ja. Vorhandene Tracklisten, Cue Sheets, Session-Unterlagen oder Mastering-Notizen können die eindeutige Zuordnung der Aufnahmen erleichtern und sollten möglichst zusammen mit den DAT-Medien aufbewahrt werden.
Die Compact Cassette speichert Audio analog, DAT dagegen digital. DAT benötigt deshalb spezielle DAT-Wiedergabetechnik und wird nach Möglichkeit direkt digital übertragen.
DAT speichert digitales Audio auf Magnetband, MiniDisc auf einem magneto-optischen Datenträger. Beide sind digitale Audioformate, benötigen jedoch vollständig unterschiedliche Wiedergabegeräte und Transferwege.
DAT ist primär ein digitales Stereoformat. DTRS ist dagegen ein digitales 8-Spur-Multitrackformat auf 8-mm-Band. Für DAT wird unter anderem der Tascam DA-45HR eingesetzt; DTRS benötigt entsprechende Mehrspurmaschinen.
DAT ist ein digitales Stereo-Masterformat auf einer kleinen 4-mm-Kassette. ADAT ist ein digitales 8-Spur-Multitrackformat auf S-VHS-Kassetten. Die beiden Systeme sind technisch nicht kompatibel.
Nach Abschluss der Bearbeitung können die Originalmedien entsprechend der vereinbarten Vorgehensweise zurückgesendet, persönlich abgeholt oder behandelt werden. Die fertigen Dateien werden im regulären Workflow über einen gesicherten Serverzugang bereitgestellt.
Tonband-digitalisieren.de übernimmt die Archivierung von DAT und DAT-HR mit professioneller Tascam-Technik. Zum Einsatz kommt insbesondere der Tascam DA-45HR; digitale Medien werden nach Möglichkeit direkt und mit ihrer ursprünglichen Abtastrate und Bittiefe übertragen.
PCM-1610 und PCM-1630 sind professionelle digitale Stereo-Masterformate von Sony. Die digitalen Audiodaten wurden dabei über einen PCM-Prozessor als Videosignal codiert und auf 3/4-Zoll-U-matic-Kassetten gespeichert. Solche Bänder wurden insbesondere als digitale Master in der professionellen Musikproduktion eingesetzt.
Ja. Sony PCM-1610 und insbesondere PCM-1630 gehörten zu den maßgeblichen professionellen digitalen Masterformaten der frühen CD-Ära. Viele originale CD-Master und Produktionsmaster wurden auf 3/4-Zoll-U-matic gespeichert.
Ja. Historische CD-Master auf U-matic mit Sony PCM-1610 oder PCM-1630 können mit originalem Sony-Equipment ausgelesen und für die heutige dateibasierte Archivierung gesichert werden.
Für die Wiedergabe der U-matic-Master werden Sony DMR-2000 beziehungsweise DMR-4000 Digital Master Recorder eingesetzt. Diese Maschinen gehören zum professionellen Sony Digital Mastering System für PCM-1610 und PCM-1630.
Die auf U-matic gespeicherten digitalen Audiodaten werden mit den originalen Sony PCM-1610 beziehungsweise PCM-1630 Prozessoren decodiert. Damit bleibt der historische Signalweg des Sony Digital Mastering Systems erhalten.
Der Sony DMR-2000 ist ein professioneller U-matic Digital Master Recorder aus dem Sony Digital Mastering System. Er kann zusammen mit PCM-1610 beziehungsweise PCM-1630 für Aufnahme und Wiedergabe digitaler Audiomaster eingesetzt werden.
Der Sony DMR-4000 ist ein professioneller U-matic Digital Master Recorder für das Sony Digital Mastering System. Er wurde unter anderem zusammen mit PCM-1610 und PCM-1630 für professionelle digitale Master- und CD-Produktionsabläufe verwendet.
U-matic bezeichnet das 3/4-Zoll-Videokassettenformat beziehungsweise den physischen Datenträger. PCM-1630 ist der digitale Audioprozessor, der das digitale Stereo-Audiosignal in ein für die Videoaufzeichnung geeignetes Signal umsetzt und bei der Wiedergabe wieder decodiert.
Es handelt sich um ein digitales Audio-Masterformat, das U-matic-Videotechnik als Speichermedium verwendet. Die auf dem Videoband aufgezeichneten Signale repräsentieren digitale Audiodaten und werden durch den passenden Sony PCM-Prozessor decodiert.
Der Sony PCM-1630 arbeitet mit 16-Bit-Linear-PCM. Für CD-Master wurde 44,1 kHz verwendet. Das System unterstützt außerdem 44,056 kHz, weshalb bei historischen Tapes das tatsächlich vorliegende Format berücksichtigt werden muss.
Für CD-Master ist 44,1 kHz die maßgebliche Samplingrate. Sony dokumentierte für das System zusätzlich 44,056 kHz für bestimmte Produktions- und Synchronisationsanwendungen.
Ja. PCM-1630 ist ein professionelles digitales Zweikanal- beziehungsweise Stereo-Masterformat mit 16-Bit-Linear-PCM.
Nach Möglichkeit nein. Digitale Formate werden direkt beziehungsweise bitgetreu in die DAW übertragen. Eine unnötige D/A-Wandlung und anschließende erneute A/D-Wandlung wird vermieden.
Ziel der Archivierung ist ein möglichst direkter digitaler Transfer des vorhandenen PCM-Masters. Dadurch bleibt das historische digitale Mastermaterial erhalten, ohne es unnötig über eine analoge Zwischenstufe neu zu wandeln.
Ja. Für PCM-1610 steht originales Sony-Equipment zur Verfügung. Das U-matic-Medium wird mit einem geeigneten DMR-2000 beziehungsweise DMR-4000 wiedergegeben und das PCM-Signal mit dem passenden Sony-Prozessor decodiert.
Ja. PCM-1630 auf U-matic gehört zu den unterstützten historischen Digitalmasterformaten. Die Wiedergabe erfolgt mit Sony DMR-2000 beziehungsweise DMR-4000 und originalem Sony PCM-1630.
Viele Veröffentlichungen aus der frühen und klassischen CD-Ära wurden mit PCM-1610/1630 produziert. Ein U-matic-Band kann daher das ursprüngliche digitale Produktions- oder CD-Master eines Albums enthalten und für Neuveröffentlichungen oder Archivierung von erheblicher Bedeutung sein.
Ja. Wenn das U-matic-Band das ursprüngliche digitale Master enthält und erfolgreich ausgelesen werden kann, eignet sich der Transfer als Grundlage für Archivierung, Remastering oder eine erneute Veröffentlichung.
Ja. Historische PCM-1610/1630-Master können eine besonders wichtige Quelle für Remastering-Projekte sein, weil sie das damalige digitale Stereo-Master enthalten können.
PCM-1610/1630-CD-Master wurden auf 3/4-Zoll-U-matic-Kassetten gespeichert. Das Bandmedium stammt aus der professionellen Videotechnik, wird in diesem Fall aber als Träger für digital codierte Audiodaten verwendet.
Typische Hinweise sind Beschriftungen wie PCM-1610, PCM-1630, Digital Master, CD Master, Compact Disc Master, 44.1 kHz, Sony Digital Mastering System oder entsprechende Produktions- und Titelangaben auf Kassette, Hülle oder Cue Sheet.
Ja. Eine U-matic-Kassette muss nicht zwingend Videobilder enthalten. Stammt sie aus einem Masteringstudio, Plattenlabel, Presswerk oder Musikarchiv, kann sie ein PCM-1610/1630-Digitalmaster enthalten. Eine technische Prüfung kann deshalb sinnvoll sein.
Ein PCM-1630 CD Master Tape ist ein professionelles digitales Stereo-Master auf 3/4-Zoll-U-matic. Sony spezifizierte für CD-Master unter anderem 44,1 kHz Samplingrate und definierte Anforderungen an Timecode, Bandqualität und zulässige Fehlerraten.
Ja. Beim professionellen Sony Digital Mastering System kann die Fehlerperformance des U-matic-Masters ausgewertet werden. Die Fehlerrate liefert wichtige objektive Informationen über die Lesbarkeit und technische Qualität des historischen Digitalmasters.
Bei PCM-1610/1630 wird digitales Audio auf einem Videoband gespeichert. Bandalterung, Dropouts oder Wiedergabeprobleme können deshalb zu digitalen Fehlern führen. Die Fehleranalyse zeigt, wie zuverlässig das Master gelesen wird und ob problematische Bandbereiche vorhanden sind.
Sonys Spezifikation für CD-Master nennt maximal 10 Fehler pro Minute Programmmaterial; als optimal wurden weniger als 200 Fehler pro Stunde angegeben. Eine Fehleranalyse war damit ein fester Bestandteil der professionellen Qualitätskontrolle eines CD-Masters.
Probleme des Bandes können sich in erhöhten digitalen Fehlerraten oder nicht korrekt lesbaren Bereichen zeigen. Die Auswertung der Fehlerperformance ist deshalb bei alten PCM-U-matic-Mastern ein wichtiger Bestandteil der technischen Beurteilung.
Bei auffälligen Fehlerraten muss das Medium besonders sorgfältig beurteilt werden. Zustand des Bandes, Wiedergabe, Tracking und weitere technische Faktoren können die Lesbarkeit beeinflussen. Ziel ist, das digitale Master mit möglichst geringer Fehlerbelastung auszulesen.
Bei den hier bearbeiteten historischen PCM-1610/1630-U-matic-Mastern wird das Band vor dem eigentlichen Transfer entsprechend vorbereitet; Tape Baking beziehungsweise eine kontrollierte Trocknungsbehandlung ist für diese alten Mastertapes erforderlich, bevor sie sicher auf der DMR-2000 oder DMR-4000 wiedergegeben werden.
Die kontrollierte Trocknungsbehandlung dient der sicheren Vorbereitung gealterter Bandmedien. Gerade bei wertvollen PCM-1610/1630-CD-Mastern soll vermieden werden, ein problematisches historisches Tape ohne vorherige Behandlung unnötig zu belasten.
Ja. Das Medium wird vor der eigentlichen Digitalisierung beziehungsweise digitalen Auslesung technisch beurteilt und vorbereitet. Bei diesen historischen Mastertapes gehören Bandzustand, sichere Wiedergabefähigkeit und die anschließende Fehlerkontrolle zu den wichtigen Punkten.
Das hängt vom konkreten Zustand und der noch vorhandenen Lesbarkeit ab. Historische PCM-U-matic-Master sind technisch anspruchsvoll. Vorbereitung des Bandes, originale Sony-Wiedergabetechnik und die Kontrolle der digitalen Fehlerrate verbessern die Grundlage für eine möglichst vollständige Sicherung.
Das U-matic-Band ist nur der physische Träger. Für ein professionelles PCM-1610/1630-Master werden zusätzlich der passende Sony PCM-Prozessor und ein geeigneter Digital-Master-Recorder benötigt. Für die Archivierung werden deshalb DMR-2000 beziehungsweise DMR-4000 zusammen mit PCM-1610 oder PCM-1630 eingesetzt.
PCM-1610 und PCM-1630 gehören zur professionellen Sony-PCM-Mastering-Familie. PCM-1630 ist die spätere Generation und wurde zu einem zentralen Format der professionellen CD-Masterproduktion. Für Archivzwecke ist entscheidend, das auf dem U-matic-Master verwendete System korrekt zu identifizieren und mit passendem Originalequipment auszulesen.
PCM-1630 war über Jahre ein wesentliches professionelles Format für die Vorbereitung und Übergabe digitaler CD-Master. Sony definierte dafür konkrete Anforderungen an Samplingrate, U-matic-Format, Timecode, Cue-Sheet und Fehleranalyse.
Der DMR-4000 gehörte zum professionellen Sony Digital Mastering System und wurde zusammen mit dem PCM-1630 für Aufnahme, Wiedergabe und Qualitätskontrolle von digitalen U-matic-Mastern eingesetzt.
Ja. Sony dokumentierte Systemkonfigurationen des DMR-2000 sowohl mit PCM-1610 als auch mit PCM-1630. Dadurch gehört der DMR-2000 zu den geeigneten Originalmaschinen für historische Master dieser beiden PCM-Generationen.
Ja. Sony dokumentierte den DMR-4000 in Konfigurationen mit PCM-1610 und PCM-1630. Damit kann die passende Kombination entsprechend dem vorliegenden historischen Master eingesetzt werden.
Für professionelle CD-Master spezifizierte Sony kontinuierlichen SMPTE Non-Drop-Frame-Timecode, synchron zum Videosignal. Solche Zeitinformationen waren Bestandteil des damaligen Mastering-Workflows und konnten zur exakten Zuordnung der Titel verwendet werden.
Das Cue Sheet dokumentiert die Struktur des Masters und kann unter anderem Start- und Endzeiten der einzelnen Titel sowie Indexinformationen enthalten. Sony sah solche Angaben als Bestandteil eines professionell vorbereiteten CD-Masters vor.
Ja. Wenn originale Cue Sheets, Mastering-Notizen, Tracklisten oder Fehlerprotokolle vorhanden sind, sollten sie zusammen mit dem U-matic-Master aufbewahrt und bei der Digitalisierung mitgegeben werden. Sie können wichtige Informationen zur ursprünglichen CD-Produktion enthalten.
Historische PCM-1610/1630-Produktionen können Emphasis-Informationen enthalten. Diese gehören zum ursprünglichen digitalen Mastering-Kontext und müssen bei einer fachgerechten Archivierung berücksichtigt werden, statt das Band lediglich wie eine gewöhnliche Audioaufnahme abzuspielen.
PCM-1610/1630 ist ein spezialisiertes historisches Digitalmaster-System. Mit DMR-2000 beziehungsweise DMR-4000 und den originalen PCM-1610/1630-Prozessoren steht die passende Sony-Technik zur Verfügung, um solche U-matic-Master systemgerecht auszulesen.
Digitale Masterformate werden nach Möglichkeit direkt beziehungsweise bitgetreu in die DAW übertragen. Ziel ist, die auf dem historischen U-matic-Master vorhandenen digitalen Audiodaten ohne unnötige D/A- und erneute A/D-Wandlung zu sichern.
Das historische digitale Stereo-Master wird für eine moderne dateibasierte Archivierung übertragen. Die Bereitstellung erfolgt im regulären Workflow über einen gesicherten Serverzugang, sodass das Material anschließend archiviert, geprüft oder für eine Neuveröffentlichung weiterverarbeitet werden kann.
Ja. Quantegy DA8 MP ist ein DTRS-Bandtyp für 8-mm-Digital-Multitrack-Systeme. Vor dem Transfer wird das Medium geprüft und anschließend mit der passenden DTRS-Technik übertragen.
Ja. Auch BASF stellte für DTRS geeignete 8-mm-Medien her. BASF DA MP ist beispielsweise als DTRS-Bandtyp dokumentiert und kann entsprechend bearbeitet werden.
Ja. BASF DA MP gehört zu den dokumentierten DTRS-Medien. Solche 8-mm-Kassetten können acht digitale Audiospuren enthalten und auch Bestandteil eines größeren synchronisierten DTRS-Projekts sein.
Ja. Fuji DPD-MP gehört zu den dokumentierten Bandtypen für DTRS. Auch solche Medien können als einzelne 8-Spur-Tapes oder als Teil eines Mehrbandprojekts übertragen werden.
Ja. Maxell DRS-113DA gehört zu den dokumentierten DTRS-Bandtypen. Entscheidend für den Transfer sind zusätzlich Zustand, Lesbarkeit und die Zuordnung des Tapes innerhalb des ursprünglichen Projekts.
Ja. HHB DA113 ist ebenfalls als DTRS-Medium dokumentiert. Das Tape kann acht digitale Audiospuren enthalten und Teil einer größeren Multitrack-Produktion sein.
Bei Hi8-Medien werden unter anderem MP- und ME-Bandtypen unterschieden. DTRS-Recorder wurden für geeignete Hi8-MP- und ME-Kassetten entwickelt. Für eine Archivdigitalisierung ist vor allem wichtig, das konkrete Medium korrekt zu identifizieren und seinen Zustand vor der Wiedergabe zu prüfen.
Für den DA-98HR empfiehlt Tascam ausdrücklich, keine Kassetten zu verwenden, die zuvor in einem Videogerät benutzt wurden. Für die Archivdigitalisierung gilt jedoch: Stammt eine vorhandene Hi8-Kassette aus einem Tonstudio und könnte bereits eine DTRS-Aufnahme enthalten, sollte sie als mögliches DTRS-Medium geprüft und nicht neu beschrieben werden.
Weil DTRS physisch auf 8-mm-/Hi8-Kassetten aufzeichnet, kann eine unscheinbare Hi8-Kassette die acht Einzelspuren einer Musikproduktion enthalten. Mehrere nummerierte Hi8-Tapes können sogar zu einem 16-, 24-, 32-, 40- oder 48-Spur-Projekt gehören.
Typische Hinweise können DTRS, DA-88, DA-98, DA-98HR, 8 Track, Track 1-8, Tape 1/2/3, Master, Slave, Timecode, TC, SMPTE, Songtitel, Take-Nummern oder Projektbezeichnungen sein. Auch mehrere gleichartig beschriftete Hi8-Kassetten aus einem Studio können auf einen DTRS-Verbund hindeuten.
Die DTRS-Familie umfasst ältere 16-Bit-Systeme und spätere High-Resolution-DTRS-Systeme mit 24 Bit. Der Tascam DA-98HR kann 16-Bit-DTRS-Tapes lesen und unterstützt außerdem das hochauflösende DTRS-Format. Bei der Archivierung wird das vorhandene digitale Format nach Möglichkeit mit seiner ursprünglichen Bittiefe übernommen.
Ja. Der DA-98HR wurde mit Abwärtskompatibilität zu älteren DTRS-Systemen entwickelt und kann 16-Bit-DTRS-Tapes wiedergeben. Damit lassen sich auch ältere Produktionen aus der DA-88-, DA-38- oder DA-98-Generation bearbeiten.
Ja. Für DTRS stehen Tascam DA-98HR Maschinen zur Verfügung. High-Resolution-DTRS-Aufnahmen können damit passend zum vorhandenen digitalen Format übertragen werden; digitale Medien werden nach Möglichkeit mit ursprünglicher Abtastrate und Bittiefe übernommen.
High Resolution DTRS bezeichnet die weiterentwickelte DTRS-Generation für höher aufgelöste digitale Aufzeichnungen. Der Tascam DA-98HR gehört zu dieser Generation und ist zugleich für ältere 16-Bit-DTRS-Tapes abwärtskompatibel.
Ja. DTRS kann neben den acht Audiospuren Zeitinformationen verwalten. Bei High-Resolution-DTRS-Systemen kann zusätzlich zur absoluten Bandzeit ein unabhängiger SMPTE-Timecode im Subcode vorhanden sein. Solche Informationen können für die Rekonstruktion einer ursprünglichen Produktion wichtig sein.
DTRS kann Timecode-Informationen im Subcode führen. Dadurch muss ein vorhandener SMPTE-Timecode nicht zwangsläufig eine der acht digitalen Audiospuren belegen. Welche Synchronisationsinformationen auf einem konkreten Tape vorhanden sind, wird anhand des Materials und der Projektstruktur beurteilt.
Bei Mehrmaschinen-Produktionen müssen die einzelnen 8-Spur-Tapes zeitlich zusammengehören. Timecode und die DTRS-Synchronisation können deshalb entscheidend sein, um ein ursprüngliches Multitrack-Projekt korrekt zu rekonstruieren und die Spuren anschließend gemeinsam in einer DAW zu verwenden.
Ja. Da jedes DTRS-Tape acht digitale Audiospuren enthält, ergeben sechs zusammengehörige Tapes insgesamt 48 Spuren. Mit sechs vorhandenen DTRS-Maschinen können auch solche umfangreichen Mehrmaschinen-Archive bearbeitet werden.
Ja, wenn ihre Herkunft unklar ist. Da DTRS auf Hi8-Medien aufzeichnet, kann eine vermeintliche Videokassette tatsächlich digitale Multitrack-Audiodaten enthalten. Eine Prüfung ist insbesondere sinnvoll, wenn die Kassette zusammen mit Tonstudio-Unterlagen, Track Sheets oder anderen DTRS-Tapes gefunden wurde.
Nein. DTRS-8-mm-Kassetten dürfen nicht wie analoges Tonband geschnitten oder mit Splicing Tape geklebt werden. Tascam warnt ausdrücklich davor, da ein gespleißtes 8-mm-Band die Köpfe des Recorders schwer beschädigen kann. Schnitt- und Editierarbeiten erfolgen digital.
Tascam rät bei DTRS von 150-Minuten- oder längeren Kassetten ab. Das besonders dünne Band entspricht nicht den vorgesehenen Parametern und kann von der Maschine automatisch ausgeworfen werden. Bei historischen Medien wird deshalb der konkrete Kassettentyp vor der Bearbeitung berücksichtigt.
Die auf einer Hi8-Kassette angegebene Videolaufzeit entspricht nicht zwingend der tatsächlichen DTRS-Audio-Aufnahmezeit. Tascam dokumentiert unterschiedliche DTRS-Laufzeiten abhängig davon, ob das Medium für NTSC oder PAL/SECAM vorgesehen war.
P5/P6 beziehungsweise E5/E6 sind Kennzeichnungen, die bei Hi8-Medien vorkommen und mit den ursprünglichen PAL/SECAM- beziehungsweise NTSC-Ausführungen zusammenhängen. Für DTRS können sich daraus unterschiedliche tatsächliche Aufnahme- und Wiedergabezeiten ergeben.
Ja. Ältere DTRS-Produktionen aus Systemen wie Tascam DA-88, DA-38 oder DA-98 können für die Archivierung relevant sein. Die vorhandenen DA-98HR-Maschinen sind für die Wiedergabe älterer 16-Bit-DTRS-Formate abwärtskompatibel.
DTRS wurde über viele Jahre für digitale Multitrack-Produktionen eingesetzt. Die kleinen 8-mm-Kassetten können daher die einzigen erhaltenen Einzelspuren einer Musik-, Rundfunk- oder Postproduktionsaufnahme enthalten. Eine dateibasierte Archivierung macht diese Inhalte unabhängig von alternder DTRS-Hardware.
Digitalisiert werden DTRS-8-Spur-Aufnahmen sowie Mehrmaschinen-Projekte, bei denen mehrere 8-Spur-DTRS-Tapes zu einer größeren Produktion gehören. Dazu zählen beispielsweise 16-, 24-, 32-, 40- und 48-Spur-Projekte. Für die Bearbeitung stehen insgesamt sechs DTRS-Maschinen zur Verfügung.
Für DTRS stehen insgesamt sechs Maschinen zur Verfügung. Da ein DTRS-Tape acht Audiospuren enthält, können damit auch große Mehrmaschinen-Projekte bis zu 48 Spuren als zusammengehöriger Verbund bearbeitet werden.
Ja. Eine 32-Spur-DTRS-Produktion kann aus vier synchronisierten 8-Spur-Tapes bestehen. Mit dem vorhandenen Maschinenpark können solche Mehrbandprojekte als zusammengehörige Produktion übertragen werden.
Ja. Fünf DTRS-Tapes mit jeweils acht Audiospuren ergeben einen 40-Spur-Verbund. Für solche umfangreichen Archiv- und Studioprojekte stehen ausreichend DTRS-Maschinen zur Verfügung.
Ja. Sechs DTRS-Tapes mit jeweils acht Spuren ergeben zusammen 48 digitale Audiospuren. Da insgesamt sechs DTRS-Maschinen vorhanden sind, können auch solche großen Mehrmaschinen-Projekte als zusammengehöriger Verbund bearbeitet werden.
DTRS verwendet 8-mm- beziehungsweise Hi8-Kassetten als digitales Multitrack-Speichermedium. Die Kassette sieht deshalb einem Hi8-Videoband sehr ähnlich, enthält bei DTRS jedoch digitale Mehrspur-Audiodaten.
DTRS nutzt Hi8-Kassetten als physisches Bandmedium. Deshalb können DTRS-Aufnahmen äußerlich wie gewöhnliche Hi8-Videokassetten aussehen. Entscheidend ist nicht allein die Kassette, sondern ob darauf DTRS-Audiodaten aufgezeichnet wurden.
Ja. DTRS-Recorder wurden für geeignete Hi8-MP- und ME-Kassetten entwickelt. Deshalb kann eine äußerlich gewöhnliche Hi8-Kassette tatsächlich eine DTRS-Mehrspuraufnahme enthalten. Unbeschriftete Hi8-Tapes aus einem Tonstudio sollten daher nicht vorschnell als reine Videokassetten eingeordnet werden.
Ja. Wenn eine Hi8- oder 8-mm-Kassette aus einem Tonstudio, einer Musikproduktion oder einem DTRS-Archiv stammt, kann geprüft werden, ob es sich um ein DTRS-Medium handelt. Besonders hilfreich sind Beschriftungen wie DTRS, DA-88, DA-98, DA-98HR, Tracknummern oder Hinweise auf eine Multitrack-Produktion.
DTRS-Medien können ausdrücklich mit DTRS gekennzeichnet sein. Weitere Hinweise sind Bezeichnungen wie DA-88, DA-98 oder DA-98HR, Track- oder Reel-Nummern sowie Angaben zu Songs, Takes, Timecode oder Multitrack-Projekten. Da DTRS Hi8-Kassetten verwendet, ist eine eindeutige Erkennung allein am Gehäuse nicht immer möglich.
Das DTRS-Logo kennzeichnet Kassetten, die für die Anforderungen von DTRS-Recordern vorgesehen wurden. Es gab spezielle DTRS-Medien verschiedener Hersteller. Allerdings können auch geeignete Hi8-Kassetten ohne auffällige DTRS-Beschriftung DTRS-Aufnahmen enthalten.
Für DTRS beziehungsweise geeignete Hi8-Medien wurden unter anderem Kassetten von Sony, Quantegy, BASF, Fuji, HHB und Maxell verwendet. Ältere DTRS-Systeme können außerdem auf entsprechend geeigneten Hi8-Medien weiterer Hersteller vorliegen.
Ja. Sony produzierte sowohl speziell gekennzeichnete DTRS-Medien als auch geeignete Hi8-MP- und ME-Kassetten. Sony-Hi8-Kassetten können deshalb ebenfalls DTRS-Audiodaten enthalten, wenn sie in einem DTRS-Recorder bespielt wurden.
Ja. Sony DARS-MP gehört zu den für DTRS vorgesehenen Bandtypen. Ein solches Medium kann als digitales 8-Spur-DTRS-Tape beziehungsweise als Teil eines größeren synchronisierten Multitrack-Projekts übertragen werden.
Ja. Quantegy DA8 MP ist ein für DTRS verwendeter Bandtyp. Quantegy-DTRS-Medien können einzeln oder als Teil eines Mehrmaschinen-Projekts digitalisiert werden.
ADAT ist ein digitales Multitrack-Format, das insbesondere in professionellen und projektorientierten Musikproduktionen eingesetzt wurde. Ein ADAT-Tape enthält acht digitale Audiospuren und kann damit wichtige Originalspuren einer Produktion enthalten, die für Archivierung, Neuabmischung oder weitere Bearbeitung erhalten werden sollen.
Ein ADAT-Band ist ein digitales 8-Track- beziehungsweise 8-Spur-Multitrackmedium. Bei der Digitalisierung werden die vorhandenen Spuren als zusammengehörige Multitrack-Aufnahme behandelt.
Ja. ADAT gehört zu den unterstützten digitalen Multitrack-Formaten. Für die Wiedergabe stehen drei Alesis ADAT LX-20 Type II zur Verfügung. Die Übertragung erfolgt nach Möglichkeit direkt digital und mit der ursprünglichen Abtastrate und Bittiefe.
Für ADAT stehen drei Alesis ADAT LX-20 Type II zur Verfügung. Dadurch können auch Produktionen bearbeitet werden, die aus mehreren zusammengehörigen ADAT-Tapes bestehen.
Der typische ADAT-Verbund besteht aus drei synchronisierten 8-Spur-Tapes und ergibt damit 24 digitale Spuren. Darüber hinaus können bis zu fünf ADAT-Geräte synchronisiert werden, sodass auch größere ADAT-Produktionen mit bis zu 40 Spuren im Geräteverbund bearbeitet werden können. Für den regulären Transfer stehen drei Alesis ADAT LX-20 Type II zur Verfügung; größere Verbünde werden entsprechend der Projektkonfiguration synchronisiert.
ADAT ist ein digitales Format. Digitale Formate werden nach Möglichkeit direkt digital beziehungsweise bitgetreu in die DAW übertragen. Eine unnötige D/A-Wandlung mit anschließender erneuter A/D-Wandlung wird vermieden.
Nach Möglichkeit nein. Ziel ist ein direkter digitaler Transfer des vorhandenen digitalen Audiomaterials. Dadurch wird eine unnötige D/A- und erneute A/D-Wandlung vermieden.
Digitale Medien wie ADAT werden nach Möglichkeit digital 1:1 mit ihrer ursprünglichen Abtastrate und Bittiefe übertragen. Damit soll das auf dem Medium vorhandene digitale Material ohne unnötige Formatwandlung erhalten werden.
ADAT ist ein digitales Multitrack-Format. Obwohl die Aufzeichnung auf einem Bandmedium erfolgt, liegen die Audiodaten digital vor. Deshalb unterscheidet sich der Transfer technisch von der Digitalisierung eines analogen Multitrack-Tonbands.
ADAT 8-Track und ADAT 8-Spur bezeichnen dasselbe Grundprinzip: Auf einem ADAT-Medium befinden sich acht digitale Audiospuren. Für Produktionen mit mehr Spuren wurden entsprechend mehrere ADAT-Tapes eingesetzt.
Ja. Mehrere ADAT-Bänder können als synchroner Geräteverbund zu einer Produktion gehören. Standard sind häufig drei 8-Spur-ADAT-Tapes für insgesamt 24 Spuren. Technisch können bis zu fünf ADAT-Geräte synchronisiert werden, sodass auch größere Projekte mit bis zu 40 Spuren als zusammengehöriger Multitrack-Verbund übertragen werden können.
Eine 16-Spur-Produktion kann auf zwei ADAT-Tapes verteilt sein, da ein einzelnes ADAT-Medium acht Spuren enthält. Mehrere zusammengehörige Tapes können als gemeinsames Multitrack-Projekt bearbeitet werden.
Ja. Der klassische 24-Spur-ADAT-Verbund besteht aus drei synchronisierten 8-Spur-Tapes. Die drei Alesis ADAT LX-20 Type II werden dabei als gemeinsamer Verbund betrieben, damit alle 24 Spuren zeitlich korrekt zusammengehören und als vollständiges Multitrack-Projekt übertragen werden können.
Ja. Digitale Multitrack-Archive enthalten die einzelnen Spuren einer Produktion und können dadurch eine wichtige Grundlage für Neuabmischung, Remastering oder weitere digitale Bearbeitung sein.
Nach der Übertragung liegen die Audiospuren digital für die weitere Bearbeitung in einer DAW vor. Damit können archivierte ADAT-Produktionen beispielsweise für Neuabmischung, Restaurierung oder Remastering weiterverwendet werden.
Digitale Multitrack-Medien können die einzigen noch vorhandenen Einzelspuren einer Produktion enthalten. Eine professionelle Übertragung in eine aktuelle dateibasierte Umgebung ermöglicht es, diese Inhalte unabhängig von den historischen Bandmaschinen weiter zu archivieren und zu bearbeiten.
Digitale Multitrack-Formate können technisch empfindlich sein und erfordern abhängig vom Zustand eine sorgfältige Behandlung. Deshalb werden die Medien vor der eigentlichen Digitalisierung geprüft und auf ihre Spielbarkeit beurteilt.
Nach der Akklimatisierung werden eingehende Medien auf ihren Zustand und ihre Spielbarkeit geprüft. Bei digitalen Medien steht anschließend ein möglichst direkter digitaler Transfer mit ursprünglicher Abtastrate und Bittiefe im Vordergrund.
Ja. Eingehende Medien erhalten vor der Prüfung etwa zwölf Stunden Akklimatisierungszeit. Erst danach erfolgt die weitere technische Prüfung und Vorbereitung für die Digitalisierung.
Der Zustand und die Spielbarkeit werden vor beziehungsweise während der Bearbeitung beurteilt. Digitale Multitrack-Formate können je nach Zustand besondere Behandlung erfordern. Notwendige zusätzliche Maßnahmen werden anhand des konkreten Mediums festgelegt.
Auch Medien ohne vollständige Projektdokumentation können geprüft werden. Hilfreich sind jedoch vorhandene Beschriftungen, Track Sheets und Angaben darüber, welche Tapes zu einer Produktion gehören.
Wenn Track Sheets oder andere Produktionsunterlagen vorhanden sind, sollten sie nach Möglichkeit mitgesendet werden. Sie können die Zuordnung von Spuren, Songs und zusammengehörigen ADAT-Tapes deutlich erleichtern.
Beschriftungen, Track Sheets und andere Produktionsunterlagen sind dafür besonders hilfreich. Bei einem Archiv mit mehreren Tapes sollten zusammengehörige Medien deshalb möglichst eindeutig gekennzeichnet und in ihrer ursprünglichen Reihenfolge eingesendet werden.
Der Alesis ADAT LX-20 Type II ist die für den ADAT-Transfer eingesetzte Originalmaschine. Für die Digitalisierung stehen drei Geräte dieses Typs zur Verfügung.
Historische digitale Multitrack-Formate benötigen passende Wiedergabetechnik. Für ADAT werden Alesis ADAT LX-20 Type II eingesetzt, um das Material mit dafür vorgesehener Hardware wiederzugeben und nach Möglichkeit direkt digital in die DAW zu übertragen.
Bei einem analogen Multitrackband müssen die analogen Spuren über einen A/D-Wandler digitalisiert werden. ADAT speichert die Audiodaten dagegen bereits digital. Deshalb wird ADAT nach Möglichkeit direkt digital übertragen, ohne unnötige D/A- und A/D-Wandlung.
ADAT und DTRS sind unterschiedliche digitale Multitrack-Formate und benötigen unterschiedliche Wiedergabemaschinen. Für ADAT stehen Alesis ADAT LX-20 Type II zur Verfügung; DTRS wird mit Tascam DA-98HR bearbeitet.
Ja. Auch größere Bestände mit mehreren ADAT-Tapes können als Archivprojekt bearbeitet werden. Eine eindeutige Nummerierung und vorhandene Projektunterlagen erleichtern dabei die Zuordnung der Medien und der enthaltenen Produktionen.
Die fertigen Dateien werden im regulären Workflow nach Zahlungseingang über einen gesicherten Serverzugang bereitgestellt. Damit können die übertragenen ADAT-Spuren anschließend heruntergeladen und archiviert oder weiterverarbeitet werden.
Nach Abschluss der Bearbeitung können die Medien je nach Kundenwunsch zurückgesendet, persönlich abgeholt oder entsprechend der vereinbarten Vorgehensweise behandelt werden. Der Rückweg der Originalmedien wird damit vom digitalen Dateitransfer getrennt organisiert.
Für größere ADAT-Produktionen können bis zu fünf Geräte miteinander synchronisiert werden. Da jedes ADAT-Tape acht digitale Spuren enthält, lässt sich damit ein Verbund mit bis zu 40 Spuren abbilden. Entscheidend ist, dass die zusammengehörigen Maschinen und Tapes als synchrones Multitrack-System behandelt werden.
Ein typischer 24-Spur-ADAT-Verbund besteht aus drei ADAT-Geräten beziehungsweise drei gleichzeitig laufenden 8-Spur-ADAT-Tapes. Die drei Maschinen werden synchron betrieben, sodass die 24 Spuren einer Produktion ihre gemeinsame zeitliche Zuordnung behalten.
Ja. Drei synchronisierte ADAT-Tapes bilden einen klassischen 24-Spur-Verbund. Für diesen Standardfall stehen drei Alesis ADAT LX-20 Type II zur Verfügung. Die Tapes werden als zusammengehörige Multitrack-Produktion behandelt und synchron übertragen.
Ja. Eine 32-Spur-ADAT-Produktion besteht typischerweise aus vier 8-Spur-Tapes. Solche größeren Produktionen können über einen synchronisierten Geräteverbund bearbeitet werden. Insgesamt ist die Synchronisation von bis zu fünf ADAT-Geräten vorgesehen.
Ja. Fünf synchronisierte ADAT-Geräte ergeben bei jeweils acht Spuren einen 40-Spur-Verbund. Damit können auch umfangreiche ADAT-Produktionen, die auf fünf zusammengehörige Tapes verteilt wurden, als synchrones Multitrack-Projekt übertragen werden.
Bei Produktionen mit mehr als acht Spuren wurden mehrere ADAT-Recorder gemeinsam eingesetzt. Die Synchronisation sorgt dafür, dass alle beteiligten Tapes zeitlich zusammengehören. Das ist insbesondere bei 16-, 24-, 32- oder 40-Spur-Projekten entscheidend, wenn die Einzelspuren später wieder gemeinsam in einer DAW verwendet werden sollen.
Ein 2-Zoll-Multitrack-Tonband ist ein professionelles analoges Magnetband mit 2 Zoll Bandbreite. Es wurde in Tonstudios vor allem für Mehrspuraufnahmen eingesetzt. Besonders verbreitet sind 2-Zoll-16-Spur- und 2-Zoll-24-Spur-Produktionen. Bei der Digitalisierung werden die einzelnen Spuren synchron übertragen, damit das Material anschließend wieder in einer DAW weiterbearbeitet oder neu gemischt werden kann.
Für 2-Zoll-24-Spur-Multitrackbänder wird eine Studer A827 eingesetzt. Sie ist für dieses Format in ihrer Standardkonfiguration ausgelegt und ermöglicht die professionelle Wiedergabe und Digitalisierung analoger 24-Spur-Studiobänder.
Auch 2-Zoll-16-Spur wird auf einer Studer A827 übertragen. Dafür ist jedoch ein Umbau auf den seltenen 16-Spur-Kopfträger beziehungsweise Kopfsatz erforderlich. Dadurch kann das originale 16-Spur-Spurformat korrekt abgetastet werden.
Bei 16-Spur und 24-Spur ist die Aufteilung der 2-Zoll-Bandbreite unterschiedlich. Die Studer A827 ist standardmäßig als 24-Spur-Maschine konfiguriert. Für ein 2-Zoll-16-Spur-Band wird deshalb der passende 16-Spur-Kopfträger beziehungsweise Kopfsatz eingesetzt.
Für 2-Zoll-16-Spur und 2-Zoll-24-Spur unterstützt die Studer A827 7,5, 15 und 30 IPS. Welche Geschwindigkeit für ein konkretes Band richtig ist, wird anhand der vorhandenen Dokumentation und der technischen Prüfung des Bandes bestimmt.
IPS bedeutet Inches Per Second und bezeichnet die Bandgeschwindigkeit. Bei 2-Zoll-Multitrack können 7,5, 15 oder 30 IPS vorkommen. Die korrekte Geschwindigkeit ist für eine originalgetreue Wiedergabe entscheidend und wird vor dem eigentlichen Transfer bestimmt.
Ist die Geschwindigkeit nicht dokumentiert, wird das Band technisch identifiziert und geprüft. Neben der Geschwindigkeit werden bei unbekannten Medien unter anderem Spurzahl, Entzerrung, Rauschunterdrückung und gegebenenfalls vorhandener SMPTE-Timecode ermittelt.
Vor der Digitalisierung wird das Medium geprüft und die Wiedergabekette auf das Kundenband abgestimmt. Dazu gehören die technische Identifikation sowie Einmessung und Kalibrierung. Bei vorhandener Noise Reduction oder SMPTE-Synchronisation werden auch diese Komponenten entsprechend vorbereitet.
Für analoge 2-Zoll-Multitrackbänder wird der RME M-32 AD Pro II als primärer A/D-Wandler eingesetzt. Die einzelnen analogen Spuren der Studer A827 werden damit für die weitere Verarbeitung in der DAW digitalisiert.
Ja. Analoge Multitrack-Aufnahmen werden standardmäßig als gleich lange und synchron ausgerichtete Einzelspuren ausgegeben. Dadurch können 16- oder 24-Spur-Aufnahmen direkt in einer DAW für Archivierung, Restaurierung oder einen neuen Mix weiterverarbeitet werden.
Ja. Die Digitalisierung liefert synchron ausgerichtete Einzelspuren, die sich in einer DAW weiterverarbeiten lassen. Damit eignet sich der Transfer beispielsweise für einen neuen Mix, Restaurierung, Archivierung oder weitere Produktionsschritte in Systemen wie Cubase oder Pro Tools.
Ja. Die Spuren werden gleich lang und synchron ausgerichtet ausgegeben. Bei Produktionen mit vorhandenem SMPTE-Timecode kann zusätzlich das SMPTE-Slave-Verfahren genutzt werden, um die ursprüngliche zeitliche Referenz der Produktion zu berücksichtigen.
Dolby A ist ein professionelles analoges Rauschunterdrückungsverfahren, das bei Studioproduktionen eingesetzt wurde. Ist ein 2-Zoll-Multitrackband mit Dolby A aufgenommen worden, muss die entsprechende Noise-Reduction bei der Wiedergabe korrekt berücksichtigt und kalibriert werden.
Ja. Für analoge Multitrackbänder mit Dolby A steht Dolby MT Series Hardware zur Verfügung. Vor dem Transfer wird die Noise-Reduction-Hardware passend zur Aufnahme beziehungsweise zu vorhandenen Referenzinformationen kalibriert.
Dolby SR ist ein professionelles Noise-Reduction-System für analoge Studioproduktionen. 2-Zoll-Multitrackbänder mit Dolby SR können unter Verwendung der dafür vorgesehenen Dolby MT Series Hardware übertragen werden.
Ja. Dolby SR gehört zu den unterstützten Rauschunterdrückungsverfahren. Bei analogen Multitracks erfolgt die Dolby-A/SR-Decodierung mit Dolby MT Series Hardware und wird für den Transfer entsprechend kalibriert.
Dolby B, Dolby C und Dolby S gehören ebenfalls zu den verfügbaren Noise-Reduction-Systemen. Ob und welches Verfahren tatsächlich auf einem konkreten 2-Zoll-Band verwendet wurde, muss anhand des Bandes, der Dokumentation und des ursprünglichen Aufzeichnungssystems festgestellt werden.
Ja. dbx Type I gehört zu den verfügbaren Rauschunterdrückungsverfahren. Die passende Original- beziehungsweise Hardware-Decodierung wird anhand des Bandformats und des ursprünglich verwendeten Aufzeichnungssystems ausgewählt.
dbx Type II ist als weiteres verfügbares Noise-Reduction-System vorhanden. Entscheidend ist, welches Verfahren bei der ursprünglichen Aufnahme tatsächlich eingesetzt wurde. Eine falsche Noise-Reduction-Einstellung würde die Wiedergabe verändern und wird deshalb nicht pauschal angenommen.
Ja. Telcom C4 gehört zu den verfügbaren Noise-Reduction-Systemen. Die korrekte Decodierung wird anhand des ursprünglichen Aufzeichnungssystems und der vorhandenen Informationen zum Band ausgewählt.
Bei unbekannten Archivbändern wird die vorhandene Rauschunterdrückung im Rahmen der technischen Identifikation geprüft. Es wird nicht automatisch Dolby A, Dolby SR, dbx oder ein anderes System angenommen. Ziel ist die zum ursprünglichen Aufzeichnungssystem passende Wiedergabe.
SMPTE-Timecode ist eine Zeitreferenz, die bei professionellen Produktionen zur Synchronisation verschiedener Geräte verwendet wurde. Auf Multitrackbändern kann eine Spur dafür verwendet worden sein, Bandmaschine, weitere Recorder, Sequencer, MIDI-Systeme oder Video zeitlich miteinander zu verbinden.
Ja. Für die Studer A827 steht ein Adam Smith Zeta Three Synchronizer zur Verfügung. Der vorhandene Timecode wird ausgewertet und kann bei Bedarf reshaped werden, bevor die Bandmaschine im SMPTE-Slave-Verfahren der DAW folgt.
Beim SMPTE-Slave-Transfer wird der Timecode des Originalbands ausgewertet und bei Bedarf aufbereitet. Die Studer A827 folgt über den Adam Smith Zeta Three als Slave der DAW. Dadurch werden Laufzeit- beziehungsweise Geschwindigkeitsabweichungen der ursprünglichen Aufnahme berücksichtigt.
SMPTE ist besonders wichtig, wenn bei der ursprünglichen Produktion weitere Bandmaschinen, Sequencer, MIDI-Systeme, Video oder andere externe Geräte synchron liefen. Das Slave-Verfahren hilft dabei, die zur ursprünglichen Produktion passende zeitliche Referenz bei der Digitalisierung zu erhalten.
Vorhandener SMPTE-Timecode wird analysiert und kann bei Bedarf reshaped werden. Ob ein problematischer Timecode noch ausreichend auswertbar ist, hängt vom konkreten Zustand des aufgezeichneten Codes und des Bandes ab und wird bei der technischen Prüfung festgestellt.
Vorhandene Timecode-Informationen können in die BWF-Metadaten der erzeugten Audiodateien übernommen werden. Damit lässt sich die ursprüngliche zeitliche Referenz einer Multitrackproduktion auch nach der Digitalisierung dokumentieren.
Sticky Shed Syndrome bezeichnet einen problematischen Bandzustand, bei dem ein Tonband bei der Wiedergabe klebrig werden, starken Abrieb verursachen oder nicht mehr sicher laufen kann. Der Zustand wird vor dem Transfer geprüft. Ein betroffenes Band wird nicht einfach ungeprüft auf der Studer A827 abgespielt.
Ein betroffenes Band kann je nach Zustand für einen sicheren Transfer vorbereitet werden. Bei 2-Zoll-Material erfolgt die notwendige Trocknungsbehandlung mindestens 16 Stunden; abhängig von Bandtyp und Zustand kann eine längere Behandlung erforderlich sein. Anschließend wird die Spielbarkeit erneut beurteilt.
Tape Baking bezeichnet die kontrollierte Trocknungsbehandlung problematischer Magnetbänder vor der Wiedergabe. Sie kann bei einem Band mit Sticky Shed Syndrome notwendig sein, um einen sicheren Transfer zu ermöglichen. Bei 2-Zoll-Tapes beträgt die Behandlung mindestens 16 Stunden und kann je nach Zustand länger dauern.
Für 2-Zoll-Tonbänder wird bei einer notwendigen Sticky-Shed-Behandlung mit mindestens 16 Stunden Trocknungszeit gearbeitet. Je nach Bandtyp und tatsächlichem Zustand kann eine längere Behandlung erforderlich sein. Die Entscheidung erfolgt nach Prüfung des jeweiligen Tapes.
Bei unbekannten oder lange gelagerten 2-Zoll-Bändern ist eine vorherige Zustandsprüfung sinnvoll, bevor sie unnötig belastet werden. Sticky Shed Syndrome, Abrieb, beschädigte Klebestellen oder andere Probleme können die sichere Wiedergabe beeinträchtigen. Eingehende Medien werden deshalb vor dem Transfer geprüft.
Der Zustand des Bandes wird vor der Digitalisierung geprüft. Zum Arbeitsablauf gehören bei Bedarf Reinigung und Vorbereitung des Mediums. Dabei werden unter anderem Abrieb, Spielbarkeit, Spleiße, Leader, Schimmel und mögliche Sticky-Shed-Probleme berücksichtigt.
Ja. Spleiße und Leader werden bei der Medienprüfung kontrolliert. Fehlerhafte beziehungsweise gealterte Klebestellen können bei Bedarf mit neuem Splicing Tape erneuert werden, damit das Band sicher durch die Maschine transportiert werden kann.
Schimmel gehört zu den Zuständen, die bei eingehenden Medien ausdrücklich geprüft werden. Eine Behandlung und Entfernung von Schimmel ist als Restaurierungsleistung vorgesehen. Ob und wie das Band anschließend übertragen werden kann, richtet sich nach seinem konkreten Zustand.
Die Medien erhalten vor der Prüfung zunächst etwa 12 Stunden Akklimatisierungszeit. Danach werden unter anderem Bandzustand, Spleiße, Leader, Schimmel, Sticky Shed Syndrome, Abrieb, Spielbarkeit, Format, Spurzahl, Geschwindigkeit, Entzerrung, Noise Reduction und gegebenenfalls SMPTE-Timecode geprüft.
Ja. Auch wenn Beschriftung, Spurzahl, Geschwindigkeit oder weitere Angaben fehlen, kann das Medium technisch untersucht werden. Geprüft werden unter anderem 16- oder 24-Spur-Format, Geschwindigkeit, Entzerrung, vorhandene Rauschunterdrückung und gegebenenfalls SMPTE-Timecode.
Ampex 456 ist eine Bandbezeichnung, die bei älteren professionellen Tonbandbeständen vorkommen kann. Ein vorhandenes Ampex-456-Tape wird vor der Digitalisierung auf seinen tatsächlichen Zustand und seine Spielbarkeit geprüft. Bei Anzeichen von Sticky Shed Syndrome wird das Band vor dem Transfer entsprechend behandelt.
Ob ein konkretes Ampex 456 eine Trocknungsbehandlung benötigt, wird anhand seines tatsächlichen Zustands geprüft. Zeigt das Band Sticky-Shed-Symptome, kann vor dem Transfer eine entsprechende Behandlung erforderlich sein. Bei 2-Zoll-Tapes beträgt diese mindestens 16 Stunden und kann je nach Zustand länger dauern.
Auch 2-Zoll-Bänder mit der Bezeichnung Ampex 499 können als professionelles Multitrackmaterial zur Digitalisierung vorliegen. Vor dem Transfer werden Bandzustand, Spielbarkeit und technische Aufzeichnungsparameter geprüft. Eine Behandlung wird nur dann vorgenommen, wenn der konkrete Zustand des Bandes sie erfordert.
Ja. Ein 2-Zoll-Multitrackband mit der Bezeichnung Quantegy 456 kann nach technischer Prüfung digitalisiert werden. Entscheidend sind der konkrete Bandzustand sowie Spurzahl, Geschwindigkeit, Entzerrung, Noise Reduction und gegebenenfalls SMPTE-Timecode.
Ja. Auch Quantegy 499 kann als 2-Zoll-Multitrackmaterial zur Digitalisierung angeliefert werden. Vor dem Transfer wird das Band individuell auf Zustand und Spielbarkeit geprüft und anschließend mit der zum aufgezeichneten Format passenden Konfiguration übertragen.
Ja. Auch 2-Zoll-Multitrackbänder von BASF können bearbeitet werden. Herstellername und Bandbezeichnung ersetzen jedoch nicht die technische Prüfung: Vor dem Transfer werden Zustand, Spurzahl, Geschwindigkeit, Entzerrung, Noise Reduction und gegebenenfalls Timecode bestimmt.
Ja. Auch AGFA-2-Zoll-Bänder können zur Digitalisierung geprüft und übertragen werden. Bei älteren Archivbändern wird nicht allein vom Hersteller auf den Zustand geschlossen. Das einzelne Tape wird auf Spielbarkeit, Abrieb, Spleiße, Schimmel und weitere mögliche Probleme untersucht.
Nein, der Zustand eines Bandes wird individuell geprüft. Hersteller und Bandtyp sind wichtige Hinweise, reichen aber nicht aus, um den Zustand eines konkreten Tapes sicher zu beurteilen. Eine Sticky-Shed- beziehungsweise Tape-Baking-Behandlung erfolgt deshalb nach technischer Prüfung des Mediums.
Hilfreich sind Angaben zu Spurzahl, Bandgeschwindigkeit, Entzerrung, Dolby- oder dbx-Rauschunterdrückung, SMPTE-Timecode, Bandtyp und ursprünglicher Produktion. Track Sheets und technische Notizen sollten nach Möglichkeit mitgesendet werden. Fehlende Angaben können teilweise durch technische Prüfung ermittelt werden.
2-Zoll-Multitrackmaterial kann auf großen Spulen beziehungsweise Reels vorliegen. 14-Zoll-Tape-Handling ist bei 2-Zoll-Multitrack als eigener Arbeitsschritt vorgesehen. Die vorhandene Spulengröße sollte deshalb bei einer Anfrage möglichst angegeben werden.
Bei einem SMPTE-basierten Transfer wird der vorhandene Timecode für die Synchronisation ausgewertet. Die für die weitere Nutzung relevante Zeitinformation kann außerdem in BWF-Metadaten übernommen werden. Welche Dateien zusätzlich benötigt werden, kann vom vorgesehenen Archiv- oder Produktionsworkflow abhängen.
Ja. Die Ausgabe als gleich lange, synchron ausgerichtete Einzelspuren ist gerade für Neuabmischungen und weitere kreative Bearbeitung geeignet. Damit kann eine analoge 16- oder 24-Spur-Produktion nach dem Transfer in einer modernen DAW weiterverarbeitet werden.
Bei alten Studiobändern können Aufzeichnungsparameter und Bandmaterial variieren. Deshalb gehören technische Identifikation sowie Einmessung und Kalibrierung auf das Kundenmedium zum Transferablauf. Bei Dolby, dbx oder anderen Noise-Reduction-Verfahren kommt die passende Kalibrierung der Decodierung hinzu.
Ja. Ein Track Sheet ist hilfreich, aber nicht zwingend vorhanden. Fehlen Unterlagen, werden die technischen Eigenschaften des Mediums soweit möglich geprüft. Dazu gehören unter anderem Spurzahl, Geschwindigkeit, Entzerrung, Noise Reduction und SMPTE-Timecode.
Abrieb gehört ausdrücklich zu den Punkten der Medienprüfung. Zeigt ein 2-Zoll-Band Auffälligkeiten, wird sein Zustand bewertet und die notwendige Vorbereitung festgelegt, bevor ein regulärer Transfer durchgeführt wird. Dadurch soll eine unnötige Belastung des historischen Materials vermieden werden.
Die digitalisierten analogen Multitrack-Aufnahmen werden standardmäßig als gleich lange, synchron ausgerichtete Einzelspuren ausgegeben. Die fertigen Dateien werden nach dem vorgesehenen Workflow über einen gesicherten Serverzugang bereitgestellt.
2-Zoll-Multitrackbänder wurden professionell insbesondere als 16- oder 24-Spur-Format eingesetzt. Für die Digitalisierung verwenden wir eine Studer A827. 24-Spur entspricht der Standardkonfiguration der Maschine; für 16-Spur wird die A827 auf den entsprechenden seltenen 16-Spur-Kopfsatz umgerüstet.
DASH ist ein inzwischen historisches professionelles Digitalformat. Funktionsfähige Maschinen, Ersatzteile und das notwendige Fachwissen werden zunehmend seltener. Gleichzeitig altern die Magnetbänder weiter. Eine rechtzeitige Migration auf aktuelle Dateiformate reduziert deshalb das Risiko, dass wertvolle Produktionen später nur noch mit erheblich größerem Aufwand oder überhaupt nicht mehr ausgelesen werden können.
Ja. Auch Produktionen, die sich über mehrere DASH-Bänder erstrecken, können übertragen werden. Gerade bei zusammengehörenden Sessions sind vorhandene Track Sheets, Timecode-Angaben und andere Produktionsunterlagen hilfreich.
Das ist bei älteren Archivbeständen keine Seltenheit. Hilfreich sind vorhandene Bandkartons, Track Sheets, Studiounterlagen und Beschriftungen. Das tatsächliche Format und die Lesbarkeit werden jedoch technisch geprüft.
Nein. Falls die Angaben auf Band oder Verpackung fehlen oder unklar sind, wird das vorhandene Format im Rahmen der technischen Prüfung bestimmt.
Zunächst wird geprüft, ob die Ursache beim Bandmaterial, bei Verschmutzungen oder bei der digitalen Lesbarkeit liegt. Bei problematischem Bandmaterial können vor einem erneuten Leseversuch entsprechende Restaurierungs- und Behandlungsmaßnahmen erforderlich sein. Bei schwer beschädigten digitalen Steuerinformationen kann eine vollständige Wiederherstellung jedoch nicht garantiert werden.
Bei wertvollen oder möglicherweise problematischen Archivbändern ist davon abzuraten, sie unnötig auf einer lange nicht gewarteten Maschine abzuspielen. Ein mechanisch oder chemisch geschädigtes Band kann durch einen solchen Versuch zusätzlich belastet werden.
Ja. Auch bestimmte für DASH verwendete Bandtypen können altersbedingte Binderprobleme zeigen. Deshalb wird der Zustand eines historischen DASH-Bandes vor der eigentlichen Überspielung geprüft und problematisches Material gegebenenfalls entsprechend behandelt.
Ja. Alterung des Bandmaterials, mechanische Probleme, Verschmutzungen oder Schäden können zu digitalen Dropouts führen. Deshalb sollte ein altes DASH-Band nicht unnötig oft auf unbekannten oder ungeeigneten Maschinen abgespielt werden.
Der Control- beziehungsweise CTL-Track enthält wichtige Steuerinformationen für die Wiedergabe des Bandes. Ist dieser Bereich schwer beschädigt oder nicht mehr zuverlässig lesbar, kann dies zu massiven Dropouts bis hin zur Unlesbarkeit der digitalen Aufzeichnung führen.
Die analogen A1- und A2-Spuren dienten unter anderem als Kontroll- und Referenzspuren. Sie konnten beispielsweise für Orientierung und Schnittzwecke verwendet werden. Deshalb können sie für die Rekonstruktion einer historischen Produktion durchaus relevant sein.
DASH-Multitrack-Bänder besitzen zusätzlich zu den digitalen Audiospuren analoge Spuren für A1 und A2 sowie eine Timecode-Spur. Diese zusätzlichen Spuren können beim Transfer ebenfalls erfasst werden.
Die analoge Timecode-Spur wird ebenfalls ausgelesen. Der SMPTE-Timecode kann regeneriert und separat mitgeliefert werden. Auf Wunsch können die entsprechenden Zeitinformationen auch bei der digitalen Bereitstellung berücksichtigt werden.
Ja. Gerade dafür ist die Digitalisierung als einzelne, synchron ausgerichtete Spuren gedacht. Nach dem Transfer stehen die ursprünglichen Multitrack-Spuren für Remix, Restaurierung, Remastering oder Archivierung zur Verfügung.
Ja. Die einzelnen Spuren können als WAV-Dateien bereitgestellt und anschließend gemeinsam in einer modernen DAW importiert werden. Auf Wunsch ist auch eine entsprechende Projektaufbereitung möglich.
Ja. Die digitalen Spuren eines DASH-Multitrack-Bandes werden synchron übertragen. Dadurch erhältst du je nach Aufzeichnung 24 oder 48 gleich lange und zueinander synchronisierte Audiodateien.
Die ursprüngliche Abtastrate des Bandes wird beibehalten. DASH-Produktionen wurden typischerweise mit 44,1 oder 48 kHz aufgezeichnet. Es findet keine unnötige Änderung der ursprünglichen Abtastrate statt.
Klassische DASH-Aufzeichnungen arbeiten überwiegend mit 16 Bit. Spätere HR-Systeme ermöglichten eine höhere Wortbreite von 24 Bit. Die Sony PCM-3348HR kann sowohl klassische DASH-Aufzeichnungen als auch entsprechende HR-Aufzeichnungen verarbeiten.
Viele historische 24-Spur-DASH-Produktionen stammen von Maschinen wie der Sony PCM-3324, PCM-3324A oder PCM-3324S. Für die Digitalisierung historischer DASH-Aufnahmen steht mit der Sony PCM-3348HR eine professionelle DASH-Maschine zur Verfügung. Die tatsächliche Kompatibilität und das auf dem Band vorhandene Format werden vor dem Transfer geprüft.
Für professionelle 24- und 48-Spur-DASH-Aufnahmen kommt eine Sony PCM-3348HR zum Einsatz. Sie gehört zur letzten Generation professioneller DASH-Multitrack-Maschinen und unterstützt auch das hochauflösende HR-Format mit 24 Bit.
Ja. Die Sony PCM-3348HR unterstützt auch DASH-HR-Aufzeichnungen mit 24 Bit. Die vorhandene digitale Auflösung des Originals bleibt beim Transfer erhalten.
Ja. Für 48-Spur-DASH-Bänder steht eine Sony PCM-3348HR zur Verfügung. Alle digitalen Audiospuren werden gleichzeitig übertragen und anschließend als einzelne, gleich lange Dateien bereitgestellt.
Ja. 24-Spur-DASH-Bänder können mit professioneller DASH-Hardware ausgelesen und als einzelne, synchron ausgerichtete Audiodateien digitalisiert werden. Die Übertragung erfolgt in Echtzeit und grundsätzlich in der ursprünglichen digitalen Auflösung des Bandes.
DASH steht für „Digital Audio Stationary Head“ und ist ein professionelles digitales Magnetbandformat, das vor allem in Tonstudios und Rundfunkanstalten eingesetzt wurde. Anders als bei DAT, ADAT oder DTRS arbeitet DASH mit stationären Köpfen. Professionelle DASH-Systeme konnten je nach Maschine 24 oder 48 digitale Audiospuren aufzeichnen.
Ja, die gibt es. In der Regel sind Bänder des Herstellers SONY unabhängig vom Alter unproblematisch. Die Digitalbänder der Hersteller AMPEX, BASF und SCOTCH hingegen, neigen zu schmieren und für diese Bänder muss ein Wiederherstellungsverfahren eingeleitet werden. Wir überspielen keine problembehafteten Bänder ohne Behandlung.
Bei den analogen Spuren A1 und A2, die in jedem Band inkludiert sind (ein DASH Band besteht aus 24 oder 48 digitalen Audiospuren, A1 und A2 Spur und der Timecode-Spur), handelt es sich um analoge Kontrollspuren. Diese werden immer in gleicher digitaler Auflösung erfasst, wie das Audiomaterial selbst und mitgeliefert. Die Kontrollspuren dienten teilweise als Referenzspur, die dazu verwendet wurde, das Band zu schneiden. Sind Ihre Kontrollen-Spuren leer, werden diese nicht mit ausgeliefert.
Ja, die Timecode-Spur (SMPTE) des Bandes wird ausgelesen, regeneriert und als separater Audiofile in gleicher Auflösung wie die anderen Audiospuren mitgeliefert.
Die Überspielung erfolgt in Echtzeit und Sie erhalten je nach Band entweder 24 oder 48 gleich lange Audiofiles mit dem Audioinhalt der einzelnen Spuren. Die Auflösung entspricht dabei dem Original. Das heißt, zumeist wurden DASH-Tapes in 44.1 oder 48 kHz und 16bit Auflösung aufgenommen. In wenigen Fällen handelt es sich um HR-Tapes, die eine Auflösung von 24bit boten.
Obwohl es sich bei dem DASH Band um ein Reineisenmagnet-Band handelt, ist dies im Grunde weniger anfällig, als ein analoges Tonband, jedoch gibt es einen Aspekt, der den „Tod“ des Mediums einleitet. Auf jedem Band befindet sich ein CTL-Track. Dieser „Control“-Track sagt der zu lesenden Maschine, welche Information wo und wann auf dem Band sind. Ist diese Spur zerstört, ist das gesamte Band nicht mehr lesbar und die digitalen Informationen sind unwiederbringlich verloren. Es kommt zum kompletten „Drop-Out“ aller Spuren oder das Medium wird „unlesbar“.
Auch das digitale DASH-Format, obwohl es sich um ein Reineisenband handelt, hat ein paar typische Probleme wie zum Beispiel
- Sticky Shed Syndrome
- Tape Adhesion Syndrome
Wir behandeln diese Probleme und restaurieren ebenfalls auch Ihre DASH-Tapes.
Die frühen Modelle DA-38 und DA-88 können lediglich mit einer Wortbreite von 16 Bit aufnehmen, spätere Geräte wie DA-78HR und DA-98 auch mit 24 Bit, und dies bei gleicher Bandlaufzeit.
Bis zu 16 Geräte der DA-Serie können sehr einfach durch Verbinden aller Maschinen mit speziellen Synchronisationskabeln zu einem modularen Mehrkanalsystem mit bis zu 128 Spuren gekoppelt werden. Sie werden daher auch als MDM bezeichnet (englisch: Modular Digital Multitrack, deutsch: modulare digitale Mehrspurgeräte). Ein System mehrere gekoppelter Maschinen verhält sich dann wie eine einzige Aufzeichnungsmaschine mit entsprechender Spurenzahl. Im Verbund werden nur noch die Laufwerkstasten der ersten Maschine bedient (Master) und die übrigen Maschinen (Slaves) folgen automatisch. Manche Modelle der DA-Serie können per SMPTE oder MIDI Timecode (MTC) zu externen Geräten (z. B. Computern und prof. Videorecordern) synchronisiert werden.
Innerhalb von weniger als drei Sekunden nach Drücken der Laufwerkstaste PLAY an der Mastermaschine laufen alle Maschinen samplegenau synchron. Dabei werden bereits bespielte Spuren erst im Moment der Synchronisierung hörbar. Die schnelle Synchronisation eines DTRS-Systems ist vor allem während Studioaufnahmen äußerst vorteilhaft, da ein sehr kurzer Vorlauf vor dem Einsteigen in Aufnahmen ausreicht. Systeme anderer Hersteller benötigen teilweise weit mehr als 10 Sekunden, bevor sich alle Maschinen zueinander synchronisiert haben (und also alle Spuren auch zu hören sind!), was dazu führt, dass bei jedem Neuansetzen von Aufnahmen beträchtliche Zeit mit dem Abwarten eines recht langen Vorlaufs verbracht werden muss.
Wie frühere, analoge Bandmaschinen beherrschen DTRS-Geräte das beliebige Ein- und Aussteigen in bestehende Aufnahmen (Punch-in, Punch-out). Jedoch werden beim Einsteigen in eine Aufnahme immer alle acht Spuren neu auf das Band geschrieben, selbst wenn sich nicht alle Spuren im Aufnahmemodus befinden. Ein Ersetzen der Daten einzelner Spuren würde durch das verwendete Schrägspurverfahren zu hohe Anforderungen an die Präzision der Laufwerksmechanik stellen.
DTRS-Maschinen werden auch zur Speicherung von Surroundaufnahmen und zu Audio-Masteringzwecken verwendet. Eine Speicherung von Computerdaten auf DTRS-Cassetten ist nicht möglich.
DTRS-Cassetten haben Laufzeiten zwischen 30 und 113 Minuten. Dies entspricht einer Kapazität von bis zu 4,8 GB an digitalen Audiodaten. DTRS-Maschinen haben neben analogen Ein- und Ausgängen auch eine digitale Schnittstelle im TDIF-Format (Tascam Digital Interface). Ein TDIF-Kabel überträgt acht digitale Audiokanäle unsymmetrisch und bidirektional. Als Anschlüsse dienen die von parallelen Druckeranschlüssen her bekannten 25-poligen D-Sub-Stecker.
Obwohl das DTRS-System in Konkurrenz zu Festplattenaufzeichnungsverfahren steht, bei denen insbesondere Umspulzeiten entfallen sowie die aufgezeichneten Daten schneller als in Echtzeit zwischen Aufzeichnungsgerät, Computern und Datenträgern übertragen werden können, behauptet sich das bandgestützte DTRS-Format aufgrund seiner Zuverlässigkeit, der Modularität (Ausbau der Mehrspuranlage je nach verfügbarem Budget), seiner Robustheit im Livebetrieb und seiner Eignung als sicheres und kostengünstiges Backupmedium. Das DTRS-Format war für einige Jahre ein Quasi-Standard im Post-Production-Bereich zur Weitergabe fertiger Filmtonmischungen, wurde aber in den letzten Jahren vom WAV-Format verdrängt.
Nein, herkömmliche Video8 Kassetten entsprechen nicht der DTRS-Norm und werden von unseren Abtastgeräten nicht akzeptiert. Wir lehnen daher jeden Auftrag, bei dem wir auf Video8-Tapes stoßen grundsätzlich ab.
